„Ein verlogenes, hinterhältiges Arschloch“ – Was australische TV-Moderatoren über Djokovic denken

Von Jürgen Fritz, Mi. 12. Jan 2022, Titelbild: 7 News-Screenshot

Die Indizienkette, dass Novak Djokovic und unter Umständen auch Tennis Australia systematisch gelogen und betrogen haben, wird von Tag zu Tag immer länger. Dem Serben droht noch immer die Ausweisung und Abschiebung aus Australien und womöglich Schlimmeres. Und so denken und sprechen australische TV-Moderatoren über den Fall, wenn sie unter sich sind.

Die Vorgeschichte

Die in Melbourne ansässigen TV-Moderatoren Mike Amor und Rebecca Maddern vom Sender Channel 7 unterhielten vor der 18-Uhr-Sendung am Dienstagabend über Novak Djokovic. Was sie nicht wussten: Jemand nahm das Gespräch illegal auf und verbreitete es anschließend illegal.

Der Geschäftsführer des Der Geschäftsführer von Seven Melbourne, Lewis Martin, sagte anschließend, man werde „nichts unversucht lassen“, um herauszufinden, wer das Video veröffentlicht habe. Auch Craig McPherson, Direktor für Nachrichten und öffentliche Angelegenheiten bei Seven News, sagte in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung, dass eine Untersuchung im Gange sei, um herauszufinden, wer die illegale Aufnahme weitergegeben habe. Denn „bei der illegalen Aufnahme handelte es sich um ein privates Gespräch zwischen zwei Kollegen“, sagte er. Es sei „enttäuschend. Es ist ein privates Gespräch. Es wurde illegal aufgezeichnet und illegal verbreitet.“

Die Channel 7-Moderatorin Rebecca Maddern hat sich bereits entschuldigt für das, was sie in dem heimlich und rechtswidrig aufgenommenen vertraulichen Gespräch sagte, wobei hier gilt: Die Gedanken sind frei. Natürlich darf ein TV-Moderator so etwas nicht in einer Fernsehsendung sagen. Was er oder sie denkt und im vertraulichen, privaten Gespräch sagt, geht aber niemanden etwas an außer dem Gesprächspartner.

In dem illegal aufgenommenen Video stellte Maddern zusammen mit ihrem Kollegen Mike Amor in Frage, ob Novak Djokovic über seine jüngste Reisegeschichte gelogen habe, nachdem Aufnahmen aus den zwei Wochen vor seiner Ankunft in Australien zu zeigen schienen, dass der Tennisstar sowohl in Serbien als auch in Spanien vielfach öffentlich unterwegs war, mit vielen Personen, auch Kindern und Jugendlichen zusammentraf, Hände schüttelte und vielen Menschen ganz nah kam, dabei nie auch nur eine Maske tragend. Und das alles, während er eigentlich in Isolation hätte sein müssen, so seine Behauptung stimmen sollte, dass er am 16.12.2021 einen positiven PCR-Test erhalten habe. Doch dies wird inzwischen immer mehr angezweifelt.

Sollten diese Angaben gelogen sein, worauf sehr vieles hindeutet, wäre auch verständlich, warum Djokovic weder am 16.12. noch am 17.12. und auch nicht am 18.12.2021 in Isolation war. Auch an Weihnachten und Silvester trat er öffentlich auf und er reiste offenbar, hielt sich zwischen dem 16.12.2021 und dem 31.12.2021 mindestens in Serbien und in Spanien auf. Darauf bezogen sich Maddern und Amor. Und das sagten sie dabei.

Der Dialog

„Wie auch immer man es betrachten mag, Novak Djokovic ist ein verlogenes, hinterhältiges Arschloch“, sagt Maddern zu ihrem Kollegen.

Der antwortet zunächst: „Er ist ein Arschloch. Er ist ein Arschloch.“

Daraufhin sie:  „Wie auch immer man es dreht und wendet. Es ist bedauerlich, dass ihn alle unterstützen.“

Er: „So ist es.“

Sie: „Man geht nicht raus, wenn man weiß, dass man möglicherweise positiv ist. Ich glaube nicht, dass er überhaupt COVID-positiv war. Dieses Formular ist …“

Er unterbricht sie: „Ich denke nicht, dass er eine verdammte Erkrankung hatte. Er hatte einen Scheißdreck. Es war eine beschissene Ausrede und jetzt fällt er über seine eigenen verdammten Lügen. Das ist, was passiert, oder?“

Sie: „Und dann kreuzt er auch noch an, dass er nicht in Spanien war. Das ist so …“

Er: „Ja… Aber ich denke, er kommt damit durch.“

Sie: „Und wie er damit durchkommen wird.“

Er: „Ich denke, die meisten vernünftigen Menschen würden sagen: ‚Der Kerl ist ein Arschloch‘. Haben sie (die australische Regierung und Grenzschutzbehörden, JFB) das Richtige für ihn getan? Ich weiß es nicht. Sie haben es vermasselt. Das ist das Problem, nicht wahr.“

Sie: „Ich glaube nicht, dass es etwas gebracht hat, ihn in Einwanderungshotels unterzubringen.

Und Rebecca Maddern gegen Ende des kleinen vertraulichen Gesprächs: 

„Tatsache ist, dass das Leben nie fair ist. Manche Leute fliegen erster Klasse … es ist nie fair.“

Soweit der kleine Dialog in etwas gekürzter Form. Hier kann das Ganze in vollständiger Form nachgehört werden:

Das illegal aufgenommene Video

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