Wie seriös agiert der FOCUS? – Ein Exempel für den Zustand unserer M-Medien

(Jürgen Fritz, 13.09.2019) „Kanzlerin soll Salvinis Kaltstellung gefordert haben – Italiens Medien entsetzt über ein Merkel-Telefonat – doch das fand nie statt“, titelt heute der FOCUS. Dieser Fall scheint mir interessant und aufschlussreich im Hinblick darauf, wie deutsche M-Medien seit geraumer Zeit agieren. Wohlgemerkt: Mir geht es hier nicht darum, worüber hier berichtet wird, ob also Merkel tatsächlich in italienische innere Belange hinein intrigiert hat oder nicht. Mir geht es darum, wie der FOCUS darüber berichtet, wie er hier von vorneherein Partei ergreift und Behauptungen von Merkels Regierungssprecher nicht als Behauptungen, sondern als Fakten darstellt.

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Warum geht Fleischhauer?

(Axel Stöcker, 18.08.2019) Das war’s. Nach achteinhalb Jahren und 438 Kolumnen geht „Der Schwarze Kanal“ offline. Jan Fleischhauers One-Man-Show für Meinungspluralismus beim SPIEGEL ist beendet. Ab Herbst schreibt er für den Focus. Die mediale Aufmerksamkeit für diesen Wechsel war indes eher verhalten. Axel Stöcker beleuchtet, wofür Fleischhauers Weggang pars pro toto stehen könnte: für Haltungsjournalismus, Wagenburg-Mentalität und moralisierenden Belehrungsjournalismus, der eine gesinnungsgemeinschaftliche Kuhstallwärme erzeugt, die der Genannte einfach nicht mehr ausgehalten hat.

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Prof. Jäger: Merkel hat dem deutsch-amerikanischen Verhältnis keinen guten Dienst erwiesen

(Jürgen Fritz, 10.06.2019) US-Experte Prof. Thomas Jäger nennt das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA „desaströs, eine schlichte Katastrophe“. So etwas habe es noch nie gegeben in der jüngeren Geschichte zwischen diesen beiden Staaten. Erst recht nicht am Rande eines historisch wichtigen Ereignisses wie dem 75. Gedenktag zur Invasion der Normandie gegen Hitler-Deutschland, so Jäger im Focus-Interview. Lesen Sie hier, inwiefern Merkel mit all ihren Affronts gegen den US-Präsidenten dem deutsch-amerikanischen Verhältnis keinen guten Dienst erwiesen, ja es regelrecht vergiftet hat.

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Kabinettsumbildung oder Rücktritt der Kanzlerin?

(Jürgen Fritz, 30.04.2019) Aus dem EU-Wahlkampf hält die Kanzlerin sich fast vollständig heraus. Die Frau, die mehr als achtzehneinhalb Jahre CDU-Vorsitzende war, will irgendwie gar keine richtige CDU-Politikerin mehr sein, hat man den Eindruck. Und womöglich in wenigen Wochen auch keine Kanzlerin mehr? Jedenfalls hat die neue Bundesvorsitzende Kramp-Karrenbauer die CDU-Spitzen eine Woche nach der EU-Wahl zu einer außerordentlichen Klausurtagung einberufen und das lässt viele aufhorchen. Wir erinnern uns: Vor der Hessenwahl Ende Oktober 2018 kündigte AKK ebenfalls eine außerordentliche CDU-Klausurtagung an und nur einen Tag nach dieser Landtagswahl gab Merkel ihren Rückzug von der Parteispitze bekannt. Folgt nun Anfang Juni der nächste Rückzug?

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Griechen-Günther: Personalpolitik à la CDU – Der Filz im hohen Norden

(Jörg Meuthen, 14.01.2019) Daniel Günther, CDU, ist seit Juni 2017, also gerade einmal eineinhalb Jahre, schleswig-holsteinischer Ministerpräsident und seit November 2018 auch aktueller Bundesratspräsident. Günther gilt nicht nur als einer von Merkels größten Lieblingen, er war auch derjenige, der mit am schnellsten mögliche schwarz-dunkelrote Koalitionen mit der SED-Nachfolgepartei ins Gespräch brachte. Der Aufstieg Günthers zum Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins hat aber nicht nur ihn persönlich karrieremäßig nach oben gebracht. Auch sein unmittelbares Umfeld, so sein Bruder, der Vater und die Mutter seines Patenkindes machten nun alle blitzartige Karrieresprünge, mit zum Teil immensen Gehaltssteigerungen. Jörg Meuthen beleuchtet das Treiben im hohen Norden, wie man es sonst eher aus Griechenland kennt.

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