Wie die katholische Kirche Giordano Bruno lebendig verbrennen ließ

(Jürgen Fritz, 07.01.2020) Wir schreiben den 17. Februar im Jahre 1600. Nach fast acht Jahren Kerkerhaft, die den 52-Jährigen sichtlich gebrochen haben, steigt Giordano Bruno, der vielleicht größte Geist des Jahrhunderts, auf dem Campo de Fiori in Rom auf den Scheiterhaufen. Jahrelang hat er vergeblich versucht, eine Audienz beim Papst zu erreichen, war sogar bereit, seine Lehre teilweise zu widerrufen. Doch dies genügt der kirchlichen Inquisition nicht. Als sie den vollständigen Widerruf fordert, reagiert der Denker hinhaltend, schließlich sogar trotzig und hält an einigen Punkten seiner Lehre fest. Man weiß nicht, was die Katholiken mit ihm anstellen würden, widerriefe er seine Lehre, aber das ist sein sicheres Todesurteil. Doch Bruno soll nicht einfach nur sterben.

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Papst schlägt Christin, die seine Hand ergreift

(Jürgen Fritz, 01.01.2020) Na das war ja ein schöner Jahreswechsel im Vatikanstaat. Papst Franziskus ging gestern am Silvesterabend über den Petersplatz und begrüßte die Pilger, die gekommen waren, ihn zu sehen, zu hören und wenn möglich auch zu berühren. Sehen Sie hier, was passierte als eine ostasiatisch aussehende kleine Frau seine Hand ergriff.

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Maria als Anti-Eva und der Mythos von der „unbefleckten Empfängnis“

(Herwig Schafberg, 21.11.2019) Heute ist der Mariengedenktag Mariä Opferung, außerdem bald Weihnachten, die Zeit, in der an die Geburt Jesu Christi im judäischen Bethlehem erinnert wird. Vieles spricht dafür, dass die Urgemeinde im Unterschied zu anderen Juden, aber der Logik jüdischer Prophezeiungen folgend, Jesus für den verheißenen Messias (Christus) hielt. Der Apostel Paulus ging allerdings einen Schritt weiter: Er entjudete Jesus der Herkunft nach und deutete ihn als „überirdisches, himmlisches Wesen“, das “von Anfang an bei Gott“ gewesen wäre, „sich freiwillig seiner göttlichen Herrlichkeit“ entledigt, zum „Heil der Menschen Knechtsgestalt“ angenommen hätte und in der Gestalt von Maria geboren wäre. Diese Deutung hat sich nahezu in der gesamten Christenheit durchgesetzt, wird aber seit dem 19. Jahrhundert selbst von den Kirchen in Frage gestellt.

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Halt du sie dumm, wir halten sie arm – Glockengeläut gegen freie Meinungsäußerung

(David Berger, 16.11.2019) Irgendwann vor etwa zwei Jahren fing es ganz unscheinbar an: Lichter an Kirchen wurden ausgeknipst und dazu die Totenglocken in voller Lautstärke geläutet, sobald in der Nähe einer Kirche eine Demonstration oder eine Kundgebung stattfinden sollte, die Kritik am System Merkel übte. Was klein anfing, gehört nun zum guten Ton der Kirche, fast schon wie das Amen in dieser. Arbeiten hier weltliche und kirchliche Macht wieder einmal Hand in Hand nach dem Motto: Halt du sie dumm, ich halt sie arm, fragt David Berger, selbst einmal ein vatikanischer  Offizier.

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Kritik an meiner radikalen Religionskritik

(Jürgen Fritz, 25.07.2019) Da bisher keine wirklich überzeugender Gegenentwurf zu meiner radikalen Religionskritik vorgebracht wurde, will ich mal im Sinne der Dialektik versuchen, eine starke, schlüssige Gegenposition selbst zu formulieren. Weshalb das Christentum so wichtig ist.

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Die christlichen Kirchen und die Nazis

(Jürgen Fritz, 16.07.2019) „Ihr Knechte, seid untertan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen“, heißt es im Neuen Testament (1. Petrusbrief 2,18). Und im Römerbrief 13,1 steht geschrieben: „Jedermann sei Untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Wer sich nur der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urteil empfangen.“ Wenn jede Obrigkeit von dem einen und einzigen Gott verordnet ist, so dann natürlich auch das Hitler-Regime. Insofern ist es natürlich interessant zu beleuchten, wie sich die christlichen Kirchen unter der NS-Herrschaft verhielten.

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Franziskus, der Imam im Vatikan? David Berger und Jürgen Fritz im Gespräch über Religion und den Katholizismus

(Jürgen Fritz & David Berger, 27.03.2019) „Muss man eigentlich noch Katholik oder Christ sein, um Papst werden zu können  oder geht das inzwischen auch so?“, habe ich gestern David Berger halb im Spaß, aber doch auch mit einem ernsten Hintergrund gefragt. Und David Berger, ein tief gläubiger Katholik, der natürlich sofort spürte, dass ich mit dieser Frage etwas Essentielles berührt habe, hat prompt geantwortet. Diese seine Antwort sowie meine Replik hierauf sollen Ihnen nicht vorenthalten bleiben.

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