Wo die liberale, säkulare Gesellschaft eine resolute Grenzlinie ziehen muss

(Jürgen Fritz, 14.10.2019) Menschen können gegenüber der Weltanschauung anderer intolerant sein, einfach weil diese ihnen fremd ist, weil sie anders ist als die eigene (Intoleranz ersten Grades). Sie können eine Weltanschauung aber auch deswegen ablehnen, weil diese selbst intolerant und gefährlich ist (Intoleranz zweiten Grades). Wer den rationalen Diskurs verweigert und zu Gewalt gegen Andersdenkende aufruft oder Gewalt anwendet, nur weil jemand eine andere Weltanschauung hat, die er anderen aber gar nicht oktroyieren will, der darf von den Toleranten nicht geduldet werden. Denn ansonsten schaufelt sich die liberale Gesellschaft ihr eigenes Grab. Jeglicher Liberalismus muss also, so er überleben möchte, wehrhaft sein gegen seine Feinde.

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Evangelischer Kirchentag 2019: Eine Messe der Verblendeten

(Hartmut Krauss, 27.06.2019) Ende letzter Woche fand in Dortmund der Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Pfarrer Achijah Zorn arbeitete bereits ganz richtig heraus, dass hier in der Schlusspredigt von Pfarrerin Dr. Sandra Bils das Ende der Demokratie eingeläutet wurde. Der Vorsitzende der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte, Hartmut Krauss, konstatiert: Offensichtlich war auf diesem regierungstreu-gegenaufklärerischen Event niemand anwesend, der den Besuchern klipp und klar hätte sagen können: Eure religiös-moralische Haltung ist nicht nur irrational, realitätswidrig und falsch, sie ist auch (selbst-)zerstörerisch im Hinblick auf den erreichten rationalen und ethischen Zivilisationsstandard. Lesen Sie hier sein komplettes Statement.

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Die ideologisch Verblendeten

(Jürgen Fritz, 28.03.2019) Manches könne uns nur dann blenden, wenn wir schon verblendet sind, meinte der deutsche Dichter und Aphoristiker Peter Sirius. Was aber, wenn just jene Verblendete sich selbst für Erleuchtete, alle anderen aber für das halten, was sie selbst sind? Gibt es ein Kennzeichen, woran man insbesondere ideologisch Verblendete erkennen kann und ist diesen irgendwie beizukommen oder sind sie letztlich unwiederbringlich verloren?

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Philosophischer Start in den Tag: Die Liebe zur Wahrheit

(Aphorismen, 12.01.2019) „Platon ist mir lieb, aber die Wahrheit ist mir noch lieber.“ (Aristoteles, 384 – 322 v. Chr., griechischer Philosoph, Schüler Platons, Lehrer Alexanders des Großen von Makedonien) – „Platon ist mein Freund und Aristoteles auch, meine liebste Freundin aber ist die Wahrheit.“ (Sir Isaac Newton, 1643 – 1727, englischer Mathematiker, Physiker und Astronom)

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Wahrheitsliebende und Herdentiere: die zwei Arten von Menschen

(Jürgen Fritz, 25.11.2018) Machen wir uns nichts vor, die Zahl jener Menschen, die sich gegen die Anerkennung der Wahrheit sträuben, ist unglaublich groß. Das war sie schon immer und das wird auch zukünftig so sein. Belegbare Fakten, die über jeden Zweifel erhaben sind, werden einfach ignoriert. Konfrontationen mit schockierenden Tatsachen, die das eigene Weltbild eigentlich erschüttern müssten, führen zu einem Achselzucken oder gar zu Vorwürfen, man würde Verschwörungs­ideologien verbreiten. Wie kann das sein, dass selbst intelligente Menschen so reagieren? Weshalb sehen wir immer und immer wieder die psychische Abwehrtrias aus Verleugnung, Projektion und Verdrängung? Wie lässt es sich erklären, dass Menschen sich rigoros weigern, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen? Hier die Erklärung.

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Der Spiegel muss weg!

(Jürgen Fritz, 18.08.2018) Blickst du nicht auf, sondern in den Spiegel, siehst du nicht den Spiegel, sondern dich selbst. Was aber, wenn dir nicht gefällt, was du siehst? Und was, wenn der andere dir ein Spiegel ist?

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Dreitausend Jahre Europa erzählt in fünf Minuten oder: Es ist fünf vor zwölf

(Jürgen Fritz, 16.07.2018) „Wer nicht von dreitausend Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleib im Dunkeln unerfahren, mag von Tag zu Tage leben“ notierte Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) in seiner umfangreichsten Gedichtsammlung „West-östlicher Divan“, erschienen 1819. Aber betrachtet sich der moderne westliche Mensch überhaupt noch als Zwischenglied einer Kette? Hat er noch eine Verbindung zum Gestern, zum Morgen und zum Übermorgen? Oder lebt er nur noch im Jetzt und das ohne jede räumliche Begrenzung?

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Worum geht es in Wahrheit bei diesem Krieg, der längst begonnen hat?

(Jürgen Fritz) Ein Text, welchen man gleich beim ersten Lesen vollständig versteht, kann niemals ein in höchstem Maße wertvoller sein. Weshalb nicht? Weil er keine Fragen aufwirft, die weiter in einem arbeiten, die Unruhe stiften, die das eigene Weltbild ankratzen und in Frage stellen. Warum aber ist das besonders wertvoll und wie reagieren Menschen auf solch kognitive Dissonanzen? Was unterscheidet eine geistig offene von einer dogmengläubigen Gesellschaft und worum geht es in Wahrheit bei der Jahrhundertschlacht, die bereits begonnen hat?

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Die blaue oder die rote Kapsel?

(Jürgen Fritz) Möchtest du wissen, was die Matrix ist? Sie ist allgegenwärtig. Sie umgibt uns. Es ist eine Scheinwelt, die man dir vorgaukelt, um dich von der Wahrheit abzulenken. Du lebst in einem Gefängnis, das du weder anfassen noch riechen kannst, ein Gefängnis für deinen Verstand. Dies ist deine letzte Chance. Danach gibt es kein Zurück. Schluckst du die blaue Kapsel, wachst du in deinem Bett auf und glaubst an das, was du glauben willst. Schluckst du die rote Kapsel, führe ich dich in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus. Bedenke, alles, was ich dir anbiete, ist die Wahrheit. Nicht mehr.

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Eva Herman: Es ist gefährlich geworden, selbst zu denken

(Eva Herman) Selbst denken und seine Analysen offen auszusprechen, ist gefährlich geworden in der vorgeblich freien Welt. Bloß nicht mehr auffallen, nichts Falsches sagen, haben immer mehr Zeitgenossen längst tief internalisiert. Ja, eigenständiges Denken und die Ergebnisse dessen offen kundzutun, kann inzwischen regelrecht bedrohlich werden. Das ist ein klares Zeichen für den Absturz respektive die Regression einer Gesellschaft, konstatiert Eva Herman, und fragt: Wo sind unsere couragierten Denker geblieben, die nicht hinterher- oder mit-, sondern mutig vorausdenken oder einfach nur ihren eigenen Weg gehen und sich von diesem auch bei noch so heftigem Gegen- oder Seitenwind – natürlich immer nur von einer Seite – nicht abbringen lassen?

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Individuelle und politische Freiheit und deren Feinde

(Jürgen Fritz) Wo die politische Freiheit (Volkssouveränität) fällt, da meist auch schnell die individuelle. Was aber wird aus einer Demokratie ohne mündige, sittlich gebildete, freiheitsliebende und wehrhafte Bürger? Droht einer solchen zuerst die Ochlokratie, sodann die totalitäre Herrschaft einer Minorität über eine Majorität? Vor allem aber: Wer sind die Feinde der Freiheit und was kann gegen sie getan werden?

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