Worum geht es in Wahrheit bei diesem Krieg, der längst begonnen hat?

Von Jürgen Fritz

Ein Text, welchen man gleich beim ersten Lesen vollständig versteht, kann niemals ein in höchstem Maße wertvoller sein. Weshalb nicht? Weil er keine Fragen aufwirft, die weiter in einem arbeiten, die Unruhe stiften, die das eigene Weltbild ankratzen und in Frage stellen. Warum aber ist das besonders wertvoll und wie reagieren Menschen auf solch kognitive Dissonanzen? Was unterscheidet eine geistig offene von einer dogmengläubigen Gesellschaft und worum geht es in Wahrheit bei der Jahrhundertschlacht, die bereits begonnen hat?

Das Sperrige erzeugt kognitive Dissonanz

Geistige Entwicklung kommt immer dann in besonderem Maß zustande, wenn das eigene Weltbild gezwungen wird, sich weiter an die Wirklichkeit zu akkommodieren, das heißt, wenn eine innere Umstrukturierung des Weltbildes zustande kommt. Das geschieht nur, wenn man mit Dingen konfrontiert wird, die nicht ohne weiteres ins schon vorhandene Weltbild hineinpassen. Zum Beispiel Geschehnisse, eigene Verhaltensweisen oder eben Texte, die nicht einfach assimiliert, die nicht einfach ins schon vorhandene Selbstbild und in das Bild von der Welt einverleibt werden können, die sich dem widersetzen, die sperrig sind. Die Begriffe Akkomodation und Assimilitation stammen von dem Vater der Enwicklungspsychologie Jean Piaget (1896 – 1980).

Wenn das geschieht, wenn etwas nicht direkt ins schon Bestehende assimiliert werden kann, zum Beispiel ein Text, bei dem man aber doch merkt, dass er interessant ist, dass er klug ist, dass er eine (tiefe) Wahrheit enthalten könnte, dann entstehen kognitive Dissonanzen, die eine innere Spannung, einen Schmerz erzeugen, weil innerlich etwas aus dem Gleichgewicht gerät, weil etwas nicht eingeordnet werden kann, was man aber gerne verstehen will und einordnen möchte. Manche wollen das natürlich genau nicht, was dann entsprechende Abwehrreaktionen hervorruft. Dazu später mehr.

Durch solche Texte, welche sich nicht direkt einfügen, kommt – eine gewisse geistige Offenheit und der Wunsch nach geistiger Entwicklung vorausgesetzt – innere Bewegung und geistige Entwicklung zustande, während Texte, die nur die bereits bestehenden inneren Muster bedienen und weiter füllen, keine Entwicklung evozieren. Die fühlen sich zwar gut, genauer: angenehm an, noch genauer: sie lösen angenehme Gefühle aus, weil sie das schon Bestehende bestätigen, bringen einen aber nicht großartig weiter und können daher nicht in höchstem Maße wertvoll sein, was natürlich nicht heißt, dass wie wertlos wären.

Mögliche Reaktionen auf kognitive Dissonanzen

Wie können nun Menschen auf kognitive Dissonanzen – ein Schlüsselbegriff in der Lern-, Entwicklungspsychologie und Didaktik -, auf diese innere Störung des Selbst- bzw. Weltbildes reagieren? Eine mögliche Reaktion ist Neugier, Interesse, weil man spürt, da ist etwas Wertvolles, was mich weiterbringen könnte. Weil man merkt, dass das eigene Weltbild offensichtlich irgendwo nicht rund, nicht stimmig, nicht richtig ist und weil man es wieder rund haben möchte und den Text (oder das, was ein anderer gesagt hat) als Chance sieht, dabei zu helfen. Also liest man den Text vielleicht nochmal und nochmal. Oder man versucht von woanders weitere Informationen zu just diesem Punkt oder diesen Punkten zu finden, die so ein Durcheinander im Innern verursachen. Genau so kommen essenzielle Lerneffekte und tiefgreifende geistige Entwicklungen zustande. Dies passiert vor allem auch durch einschneidende, essenzielle Erlebnisse, die einen innerlich völlig durcheinander wirbeln.

Doch es gibt noch eine andere mögliche Reaktion. Das, was für innere Unruhe sorgt, kann als Bedrohung, als Gefahr empfunden werden, weil es das Bestehende, das Lieb-gewonnene, das einem Halt und Sicherheit gibt, in Frage stellt. Dann setzen oftmals Abwehrmechanismen unterschiedlicher Art ein. Bei einem Text kann man den wegschmeißen (oder wegklicken), diesen Autor fortan meiden. Das heißt, man weicht aus.

Wenn der Text aber schon etwas angestoßen hat in einem, wenn er schon für Unruhe gesorgt hat, dann reicht das oft nicht. Eine weitere typische Reaktion ist, dass man nach Argumenten sucht, die das, was einem nicht gefällt, entkräften. Findet man sehr gute solche Informationen und Argumente, dann stellt sich allmählich wieder eine innere Beruhigung ein. Jetzt kann man sich sagen: „Das stimmt ja gar nicht, was da behauptet wurde.“ So bringt man seine Welt, genauer: sein Weltbild wieder in Ordnung. So kann man es quasi retten.

Angriff auf die Person statt auf das Argument

Wenn einem das nicht gelingt oder zu mühsam ist, dann gibt es noch einen anderen Weg. Man geht gar nicht auf den Text, auf das Gesagte, auf das Argument selbst ein, sondern man versucht vor sich und vor anderen, denjenigen, der das geschrieben oder vorgetragen hat, also die Person, zu diskreditieren: „Der hat doch gar keine Ahnung“, „Der will sich nur profilieren“, „Der wird von jemand bezahlt“, „Der steckt mit denen da unter einer Decke (den Juden, den bösen Amis, den Bilderbergern, den ‚Rechten‘, den Kommunisten usw.)“. 

Dem Argument des Unruhestifters wird also nicht ein Sachargument entgegengesetzt, sondern ein Scheinargument, ein argumentum ad hominem (Angriff auf die Person, bei dem aber noch irgendwo zumindest halbwegs ein Sachbezug zu erkennen ist) oder gar ein argumentum ad personam (ohne jeden Sachbezug, nur auf die Person abzielend: „Sein Vater war schon Alkoholiker und seine Mutter eine Hure und er hat auch Alkoholprobleme“). Das Ziel ist hier immer: den anderen in der öffentlichen Meinung in Misskredit zu bringen.

Das Muster oder die (Schein-)Logik, welche dahinter steckt, ist folgende:

  1. Das ist ein Blödmann oder Heuchler, der etwas im Schilde führt, der keine ehrenwerten Absichten hat.
  2. Blödmänner und Heuchler geben immer nur blödes oder falsches, gefährliches Zeug von sich.
  3. Ergo: Das muss man gar nicht ernst nehmen, was der sagt.

Damit soll nicht nur die Person (die Quelle der neuen sperrigen Information) entwertet  werden, sondern auch das, was sie sagte oder schrieb und was die Unruhe evozierte. Rein logisch ist das natürlich Unsinn, auch ein „Blödmann“ oder „Heuchler“ kann mal was Richtiges sagen.

Im Extremfall kann dies so weit gehen, dass Personen regelrecht eingeschüchtert, bedroht, in Angst und Schrecken versetzt, wenn nicht sogar körperlich attackiert und früher beziehungsweise in anderen Kulturkreisen heute noch gefoltert und umgebracht werden, um sie ein für alle mal zum Schweigen zu bringen. Dieses Verhalten finden wir insbesondere bei Anhängern von Ideologien und religiösen Weltanschauungen (bei einer solchen ganz besonders). Doch warum diese heftigen Reaktionen? Was steckt da dahinter?

Bei dogmenbasierten Ideologien und religiösen Weltanschauungen erzeugt Kritik zunächst Angst, dann Aggression

Dahinter steckt, dass die betreffenden Personen spüren, dass ihr Weltbild nicht stimmt. Jedes Weltbild enthält Fehlvorstellungen. Der Prozess der Akkomodation, der Anpassung des eigenen Weltbildes an die Welt selbst, ist immer ein lebenslanger. Genau das macht geistige Entwicklung und innere Reife aus, denn keiner hat ausschließlich richtige Vorstellungen, die einer Kritik standhalten können. Besonders Ideologien und religiöse Weltanschauungen haben aber einen Kern, welcher recht groß sein kann und welcher nicht angetastet werden darf. Dies könnte man nennen die jeweiligen Dogmen des Weltbildes. Diese sollen gegen Kritik immunisiert, sollen geschützt werden. Und hierbei gibt es immer heikle, sensible Stellen.

Man stelle sich das Ganze vor wie ein Kartenhaus. Ein recht stabiles solches, keines, welches sofort in sich zusammenkracht. Ideologien und religiöse Weltanschauungen zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie eine gewisse Stabilität erzeugt haben. Die Karten, am besten stellen wir sie uns aus dünnem Holz vor, liegen also schon einigermaßen stabil aufeinander. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie gehen hin und ziehen an diesem Gebäude aus Karten, die ein oder andere weg. Bei denen am Rande, mag das noch vonstatten gehen, ohne dass alles einbricht. Gehen Sie aber an besondere tragende Stellen, könnte es passieren, dass mit einer Karte das ganze schöne Haus zusammenbricht.

Das spüren Ideologen und Religiöse instinktiv. Und das erzeugt etwas, was dann für beide gefährlich werden kann: Angst. Wenn Sie daherkommen und anfangen an dem – aus Sicht des jeweiligen Anhängers – schönen Häuschen herumzumachen, wenn Sie Hand anlegen an einzelne Karten, werden Sie nämlich für ihn zur Bedrohung. Das erzeugt Aggression. Und je weiter weg das Weltbild von der Wirklichkeit, von der Realität, je mehr Fehlvorstellungen es enthält, je schlechter es ist und je mehr derjenige aber an seinen Vorstellungen hängt, desto größer die Angst und desto größer meist auch die Aggression bei Kritik.

Warum die christlichen Offiziere und Generäle so sehr Gefallen finden an den Schäflein der anderen

Kritik wiederum ist genau das, was eine offene Gesellschaft ausmacht – nicht offene Grenzen wie die grünen und neulinken Banausen, die Gutmenschen (Heuchler) meinen, sondern geistige Offenheit, die Offenheit für Kritik. Das heißt, dass jeder offen reden und schreiben darf. Genau das wird in nicht offenen Gesellschaften bekämpft. Die jeweiligen Dogmen dürfen nicht angetastet werden.

Wenn Sie das im Deutschland des Jahres 2018 in Bezug auf eine besonders krasse totalitäre religiös-politische Weltanschauung tun, kann es Ihnen passieren, dass Sie bald Personenschutz brauchen oder auch dass Sie vom eigenen Staat wegen „Verletzung religiöser Gefühle“ und dergleichen verfolgt werden. Was man den Christen über Jahrhunderte mühsamst beigebracht hat – die letzten Hexenverbrennungen fanden in Mitteleuropa Ende des 18. Jahrhunderts statt (!), in Polen sogar erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts -, dass sie lernen mussten, Kritik auch an ihren Dogmen auszuhalten, will man nun einer anderen religiösen Weltanschauung zum Großteil ersparen. Wo das hinführen wird, können Sie sich leicht ausmalen.

Und jetzt verstehen Sie vielleicht auch, warum die Offiziere und Generäle der christlichen Armeen, wie auch immer sie sich selbst im Einzelfall nennen mögen, die Immigration von Anhängern einer anderen großen Ein-Gott-Weltanschauung durchaus mit einem gewissen Wohlgefallen sehen, begrüßen und sogar noch antreiben. Die könnten langfristig die teilweise gemeinsamen Dogmen wieder sakrosankt machen und diese neuen Krieger sind enorm durchsetzungsstark, viel mehr als die schlappen Europäer.

Was alle Feinde der Aufklärung verbindet: das Ressentiment gegen die Ratio, die Freiheit und die Wahrheitsliebe

Und Sie verstehen vielleicht auch, warum linke Ideologen mit jenen viele Gemeinsamkeiten haben. Auch hier hat man seine Dogmen, die man unangetastet haben möchte, und in diesen Immigranten beschafft man sich quasi ein geeigneteres Proletariat als das europäische, welches sich als ungeeignet herausstellte, um seine Ziele durchzusetzen, die Gesellschaft völlig umzukrempeln und die Nationalstaaten, insbesondere das mächtige, überragende Deutschland zu zerstören.

Auf die großen Differenzen zwischen diesen beiden Weltanschauungen, die den Neulinken später noch zum Verhängnis werden könnten, siehe beispielsweise die tiefe Verachtung für Atheisten bei dem neuen Verbündeten, achtet man hierbei vorerst gar nicht, was langfristig eine verheerende Fehleinschätzung sein dürfte, so dass der Schuss für die grünen und neulinken Banausen langfristig kräftig nach hinten losgehen könnte.

Was aber alle diese neuen Bündnispartner – a) Neulinke, b) christliche Offiziere und Generäle und auch viele ihrer Schäflein, c) westliches und muslimisches Großkapital, d) die Anhänger der besonders rückständigen religiös-politischen Weltanschauung – eint, ist das Ressentiment gegen die Vernunft, das Ressentiments gegen die Ratio, das Ressentiment die menschliche Erkenntnisfähigkeit, das Ressentiment gegen die Freiheit, das Ressentiment gegen die Realität, das Ressentiment gegen die Wahrheitsliebe. All diese neuen Bündnispartner sind vor allem eines: machtversessen respektive herrschuchtversessen. Und die Schlacht des Jahrhunderts ist in erster Linie eine solche gegen den Geist.

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Anhang: Exzellente Erläuterung des Begriffs der kognitiven Dissonanz

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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28 Antworten auf „Worum geht es in Wahrheit bei diesem Krieg, der längst begonnen hat?

  1. Martin Weismann

    „diese neuen Krieger sind enorm durchsetzungsstark, viel mehr als die schlappen Europäer.“

    Genau!
    auch sonst, sehr zutreffende Thesen!

    Allerdings sollten bei der ganzen Betrachtung doch nicht die Drahtzieher vergessen werden, die sich der nützlichen Idioten (Neulinke, b) christliche Offiziere und Generäle und auch viele ihrer Schäflein, c) westliches und muslimisches Großkapital, d) die Anhänger der besonders rückständigen religiös-politischen Weltanschauung) bedienen.

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    1. Hei-Ke

      …und leider sind diese „Drahtzieher“ einer kognitiven Dissonanz gar nicht fähig und auch nicht via Sachargumenten oder anderen „Beweisen“ zu erreichen. Sie sind in höchstem Maße ignorant und trachten danach, ihr Weltbild ohne Rücksicht auf Verluste mittels ihrer Macht mit allen Mitteln durchzusetzen.
      Was zeigt, dass man dieser Klientel nur mittels erdrückender und permanenter (geistiger) Gewalt und stetigem Widerstand beikommen kann….aber meistens noch nicht mal mit dieser/diesem. Ich habe noch nie gehört, dass ein solcher Machthaber seine Vorgehensweise aufgrund seines Einsehens und Überdenkens geändert hätte. Selbst dann nicht, wenn er schon gar keine Macht mehr hat.

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      1. Martin Weismann

        Völlig richtig.
        z.B. Herr Soros spielt den Lieben Gott. Diesen Herren ereicht niemand, Aber Soros ist nur ein Player. Macht sein eigenes Ding, gehört nicht direkt zur Spitze der Pyramide

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      2. 300sel

        George Soros ist wie die meisten dieser urplötzlich super reich gewordenen „Selfmade“-Milliardäre (wer´s glaubt) von der Forbes-Liste nur ein kleiner Lakai derer, die so reich sind, dass sie sich lieber nicht (mehr) auf derartigen Listen zeigen wollen.

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  2. Der Beurteiler

    „…in diesen Immigranten beschafft man sich quasi ein geeigneteres Proletariat als das europäische“
    Es sieht so aus, aber dieses Gutmenschentum steckt voller Widersprüche, die einem normal gebildeten Bürger auffallen sollten!
    Zum einen wird so ein großer Wert auf die Rechte der Frauen gelegt, und zum anderen wollen ausgerechnet die „Frauenbeschützer“ gerade die „Flüchtlinge“ hier reinlassen, die noch nicht einmal das Wort kennen, geschweige denn Frauen ernst nehmen.

    Viele von den Gutmenschen sind Atheisten, wollen aber unglaublich verpappte, gläubige Fanatiker in unser Land lassen.

    Oder Gutmenschen sind häufig auch Lehrer, die offenbar noch keine Bekanntschaft wie so manche Kollegen mit siebenjährigen Messerstechern, etc. gemacht haben, aber nur her damit.

    Natürlich ist der Superbösewicht nicht der „Flüchtling“, sondern die rechtsextremen „Nazis“ (also wir!), die alles pauschalieren, übertreiben und nur an das Schlechte im Menschen denken – diese Bösen!

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    1. Catwoman

      @Der Beurteiler: Zu deinem Post fällt mir der Kommentar eines Flüchtlingshelfers ein: „Ich bin selbst jetzt (als Rentner) ehrenamtlich und direkt in der Flüchtlingshilfe aktiv. Da ich aus der Sozialarbeit komme (Studium), kenne ich die Probleme in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, leide auch jetzt bei den Mithilfswilligen unter deren Unprofessionalität, von irrationalen Gefühlen dominierten Verhaltensweisen, fehlender Kooperationsbereitschaft, Eitelkeit und Geltungsdrang. Strategisches, gemeinsames Handeln ist im Grunde nicht möglich und so erzieht man die Flüchtlinge/Asylanten dazu, Vorteile zu suchen und Eigeninitiative zu unterdrücken.“

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      1. 300sel

        „… Unprofessionalität, von irrationalen Gefühlen dominierten Verhaltensweisen …“

        Der Gutmenschenvirus eben. Hat nicht nur ehrenamtliche Helfer, sondern auch aufmerksamkeitssüchtige Politiker qur durch alle Altparteien befallen.

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      2. Der Beurteiler

        Für mich haben die meisten „Flüchtlinge“ keine Berechtigung, sich in Deutschland aufzuhalten, die sollen wieder verschwinden. Darum ist es müßig für mich, Gedanken um deren Integration zu machen, weil die keine verdient haben.

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      3. 300sel

        Fairerweise muss dem alternativlos regierenden Hosenanzug sowie dem in Budapest geborenen Gottdarsteller schon auch eine Mitverantwortung an dem ganzen Exodus-Desaster gegeben werden. Jedenfalls was die unzähligen Glücksritter und Wirtschaftsflüchtlinge mit irrationalen Erwartungen angeht.

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    2. Benjamin Goldstein

      Es gibt auch so einen moralischen Penisneid bei vielen Atheisten. Man muss sich eben beweisen gegen die (heute eigentlich kaum noch existente) Anschuldigung von Religiösen ein besseres Moralsystem zu haben. Weil die Wenigsten eine philosophische Schulung haben, beweist man sich mit Aktionismus. Der Faktor scheint mir größer zu sein als die viel beschworene Holocaust-Wiedergutmachungsneurose.

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      1. Udo der Schreckliche

        Ihr moralischer Penisneid ist wirklich gut. Dass Atheisten das Fehlen eines moralischen Kompasses vorgeworfen wird, habe ich auch schon erlebt. Die Schulung durch alternative Philosophen wird – wenn überhaupt- äußerst oberflächlich betrieben. Philosophie erfordert nachdenken und Gedankenfreiheit von der Gesellschaft und von sich selbst. Von beidem sind die allermeisten Menschen die ich kenne Lichtjahre entfernt.

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      2. 300sel

        Im Zeitalter der totalen Reizüberflutung bleibt den Menschlein einfach keine Zeit zum Philosophieren!
        Sie vegetieren vor passiv konsumierten Medien vor sich hin oder suhlen sich in irgendeiner Facebook-Blase. So einfach ist das.

        Nicht ohne Grund konstatierte bereits 1985 der 2003 verstorbene Neil Postman in seinem Hauptwerk „Wir amüsieren uns zu Tode“: „Fernsehen wurde nicht für Idioten erschaffen – es erzeugt sie.“
        Das gilt noch viel mehr für die so genannten „Sozialen Medien“, mit denen der Verblödung fast aller gesellschaftlichen Schichten auf dem gesamten Globus Tür und Tor geöffnet wurde.

        Hochkultur war vorgestern.

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  4. 300sel

    „Was man den Christen über Jahrhunderte mühsamst beigebracht hat – die letzten Hexenverbrennungen fanden in Mitteleuropa Ende des 18. Jahrhunderts statt (!), in Polen sogar noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts -, dass sie lernen mussten, Kritik auch an ihren Dogmen auszuhalten, will man nun einer anderen religiösen Weltanschauung zum Großteil ersparen.“

    Nun, mich erstaunt das nicht. Denn ganz so weit vom Mittelalter entfernt, wie wir immer glauben, sind wir Deutschen trotz aller technischer Errungenschaften auch nicht. Im dem seinerzeit oberfränkischen (inzwischen mittelfränkischen) Örtchen Mailach, zwischen Höchstadt an der Aisch und Neustadt an der Aisch im für seine Karpfen berühmten Aischgrund an der Bundesstraße B470 gelegen, fand 1960 die letzte offiziell wahrgenommene Hexenverbrennung statt. Drei Jahre später (1963) berichtete das Kölner Bistumsblatt, dass in Westdeutschland mehr als 70 Prozesse wegen übler Nachrede liefen, angestrent von Frauen, die von Nachbarn der Hexerei bezichtigt wurden.

    Quelle (u.a.):
    „Die Wahrheit über die Lüge: Warum wir den Irrtum brauchen und die Lüge lieben“
    von Wolf Schneider, erschienen/herausgegeben von Rowohlt Verlag GmbH, auch als Digitalbuch

    Abgesehen davon findet man aber auch über Google genügend Nachweise und mir selbst ist dieses schaurige Ereignis sogar aus persönlichen Überlieferungen durch echte Zeitzeugen bekannt geworden.

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    1. Hei-Ke

      Ich erinnere mich auch an eine Teufelsaustreibung mit Todesfolge, die ca. Mitte der 70er Jahre in Bayern stattfand.
      Heute wie damals ist sowas für mich unfassbar.
      Die junge Frau ist in genau dem jungen Alter gestorben in dem ich war, als ich davon erfuhr.
      Sie litt an Epilepsie…aber daran wäre sie mit Sicherheit nicht mit 23 Jahren gestorben.

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  6. Benjamin Goldstein

    Ich war früher auch mal Atheist und muss zugeben, dass mich der Rückschritt, Religion nicht mehr kritisieren zu dürfen, auch ge-red-pill-t hat. Aber seien wir ehrlich, die Situation änderte sich mit Charlie Hebdo. Was an Cartoon-Rushdie-Kopftuch Problemen vorher existierte, nie war Religionskritik ernsthaft in Gefahr. Mit Charlie Hebdo änderte sich das von einem Tag auf den anderen. Unsere Politiker schworen plötzlich auf den Blasphemieparagraphen. Ich verstehe die Gefühlslage der Atheisten, aber die These ist schwach.

    Katrin Göring-Eckhard und Kardinal Marx haben nichts dagegen, wenn man Gott anzweifelt oder auf ein Kruzifix uriniert. Diese Menschen suchen keine Bestätigung ihres vermeintlichen Glaubenskerns. Ihre Glaubenskerne sind längst polit-religiös und haben mit Waldsterben mehr zu tun als mit Jesus.

    Der Hass auf Atheisten hält sich auch in Maßen.

    Ich persönlich sehe als Hauptproblem unserer Tage die mangelnde Selbstreflexion. Egal ob Christen, Linke, Konservative, Liberale, Marxisten, Feministen, Maskulisten…keine Gruppe betrachtet sich empirisch entsprechend dessen, was die sich bekennenden tatsächlich im Großen und Ganzen sagen und tun. Die meisten richten sich in komfortablen Selbstdefinitionen ein.

    Übrigens wurden Hexen nicht als Andersdenkende verfolgt.

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  7. Jürg Rückert

    Die Geschwindigkeit des Prozesses bzw. in diesem Fall dessen Langsamkeit ist für mich von geringerer Bedeutung als die „Offenbarung“. Die Überraschung einer Einsicht, die neue Perspektive fesselt mich an einem Film oder Buch am meisten. Aber das ist kein Ausschluss für andere Einsichten:
    Graf Dürkheim (Der Alltag als Übung) erzählte von seiner Erfahrung, mit einem Bogen auf einen Buschel Stroh Pfeile zu schießen. Immer wieder. Und es sei immer spannender geworden.

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  8. maru

    Die genannten Gruppen – Neulinke, Klerus, Globalisten und Islamisten – haben noch etwas gemeinsam:
    Sie alle wenden TAQIYYA an und verstecken ihre wahren Motiven hinter Multikulti, Weltoffenheit und Menschenrechten.
    Tatsächlich geht es all diesen Gruppen um Macht, Herrschaft, Versklavung von Menschen, die Abschaffung der Vernunft und des gesunden Menschenverstands und um die Liquidierung von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat.

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