Sag mir, wo die Nazis sind – wo sind sie geblieben?

Ein Gastbeitrag von Archi W. Bechlenberg

Deutschland hat gewählt. Und nun? Archi W. Bechlenberg erläutert mit dem ihm ganz eigenen Blick, was diese Wahl für uns bedeutet.

Fast jeder Fünfte wählte extremistisch

Machen wir uns nichts vor: 18 Prozent der Wähler haben ihre Stimme für Extremisten abgegeben. Mit 9,2 Prozent für die LINKE und 8,9 Prozent für die GRÜNEN können beide Parteien – zudem mit Stimmenzuwachs gegenüber 2013 – solide weiter am Abbau Deutschlands mitarbeiten. Sie lehnen einen Stopp für die ungehinderte Zuwanderung ab und verweigern sich selbst einem Minimum an Realismus, genannt Obergrenze.

Worst case: wieder grüne Spinner am herumregieren

Schlimmer noch: Die Grünen können dank der wie stets windelweichen FDP vermutlich sogar demnächst mitregieren. Leider nicht in Jamaika sondern als Jamaika im Merkel’schen Universum. Mag sein, dass bei vielen Wählern angesichts des deutlichen Erfolgs der AfD ein gewisser Tunnelblick Richtung „Jetzt ändert sich was!“ entstanden ist, aber davon sollte man schleunigst runter kommen. Denn es ist klar, dass aus der Riege grüner Politiker einige in ministerielle Ämter und Würden aufsteigen werden. Göring-Eckardt, Hofreiter, Beck, Özdemir, Roth – alleine die Namen sollten dazu angetan sein, den Blanken Hans in die Augen zu bekommen. Das ganze Panoptikum dann auch noch unter der Regie der ewigen Kanzlerin – da wünscht man sich, die Ozeane nie verlassen zu haben.

Hundert-Prozent-Klatsche für Mister Hundert-Prozent

Isnogud Schulz hat erneut ein 100 Prozent-Ergebnis eingefahren, nur dieses Mal eine 100 Prozent-Klatsche. Niemanden wundert das. Eher muss man darüber staunen, dass die SPD doch so deutlich über 5 Prozent abgeschnitten hat. Tröstlich immerhin, dass Heiko Maas jetzt wieder frei für eine Karriere als Wahlverlierer im Saarland wäre, dass Frau Özoğuz  statt Integrationen fortan islamische Waren im Muslim-Markt ihrer Brüder verkaufen könnte oder Andrea Nahles einen richtigen Beruf erlernen. Tröstlich ja, aber eben nur schwach. Eine Ministerin Göring-Eckardt, ein Drogenbeauftragter Beck, eine Kulturbeauftragte Roth, dazu am Kabinettstisch ein paar Karrierehansel von der FDP und natürlich die altbewährte Entourage Merkels – dagegen ist Dantes Inferno die reinste Wellness-Oase.

Was ist los mit der CDU?

Es hätte so weit nicht kommen müssen. Dass selbst die Mutti aller Parteien, die CDU, so abgestürzt ist, wäre verhinderbar gewesen. Es hätte bloß aus den eigenen Reihen einen ernsthaften Aufstand gegen Merkels Amoklauf der letzten zwei Jahre geben müssen. Stattdessen hat man ihn hingenommen und weitestgehend unterstützt. Elf Minuten Standing Ovations für Merkel auf Parteitagen sind ja wohl deutlich genug. Keiner aus ihrem Umfeld hat sich getraut zu putschen. Jedem war der eigene Posten wichtiger als die Zukunft des Landes. Dass selbst die CSU eine saftige Abreibung bekommen hat, ist ebenfalls hoch verdient.

Vom bayerischen Ministerpräsidenten zum Papiertiger

Niemand nahm den drohend herumfuchtelnden Seehofer noch ernst. Schauen Sie unter dem Stichwort „Papiertiger“ im Lexikon nach, da sehen Sie ein Bild des Mannes. Von so jemandem erwartet man selbst bei größter Geduld irgendwann nicht mehr, dass er noch mal die Kurve kriegt und Merkel tatsächlich in die Schranken zu weisen versteht.  Drum ging es auch für die CSU gegenüber 2013 abwärts. Was die CDU noch toppen konnte mit satten 8 Prozent weniger gegenüber der vorigen Wahl.

Jamaika heißt vor allen Dingen eines: noch mehr Massenimmigration

Verstanden wird  dennoch niemand haben, es wird weiter dilettiert und zerstört und manche können vor Arroganz nicht stehen, so sehr schieben sie alle Verantwortung von sich weg. Jamaika, das heißt nicht „Merkel unter Kuratel“, das heißt, die dringend benötigten Fachkräfte werden noch zahlreicher werden, das ganze multipliziert mit  X durch den Familiennachzug. Das Mittelmeer schwappt an die Grenzen. Ach nein, so was hat Deutschland ja nicht.

Nazis, überall Nazis! – Jetzt aber zum Glück nur noch bei den einen

Der eigentliche Aufreger liegt aber in einer anderen Sache, gegen die der Dieselskandal sich geradezu wie ein Pappbecher in der Ostsee ausmacht. Alle etablierten Parteien wurden bereits seit Jahren von Nazis mitgewählt! Man liegt sicher nicht falsch, wenn man vermutet, dass das bis in die höchsten Ebenen der Parteien bekannt war. Es wurde stillschweigend geduldet, um sich gegenüber den Mitbewerbern durchzusetzen.

Alleine 1.070.000 Nazis haben 2013 die Union gewält und 500.000 für die SPD gestimmt. Und ich wette: die würde man liebend gerne wieder zurück gewinnen. So wie auch die Grünen, Linke und FDP. Auch denen sind dieses Mal 520.000 Nazis verloren gegangen. Woraus nur ein Schluss gezogen werden kann: der Dieselskandal wurde künstlich hochgespielt, um von den eigenen Schandtätern abzulenken. Dumm, dass jetzt die Wahl anstand, ansonsten wäre man damit wohl immer so durchgekommen …

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Bild: Privatfoto von Archi W. Bechlenberg

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8 thoughts on “Sag mir, wo die Nazis sind – wo sind sie geblieben?

  1. Margot Ness

    Schade, du hast ja nicht gewählt, lieber Archi und schade, dass du mich von deiner Freundesliste gelöscht hast, weil ich mein Statement über Wahlen verfasst hatte. Hmmm, und nun schreibst du über die Wahl und über Nazis. Du hättest deine Stimme der einzigen wirklichen Opposition geben können, die, den Asylwahnsinn stoppen will.

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    1. arcimboldo

      Du weißt, dass das nicht stimmt. Du hast vehement verkündet, wer nicht wählt, solle sich aus deiner Kontaktliste entfernen. Das habe ich getan. Ich muss nicht wählen, um eine Wahl zu kommentieren. Ich muss auch kein Koch sein um zu wissen, ob ein Essen ge- oder misslungen ist.

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  2. Jutta M. Brandt

    Nein, nein, das ist Unsinn! Weder Roth noch Beck werden einen Ministerposten bekommen. Diese Gestalten sind selbst den Grünen zu viel. G.-E. und der Türke werden wohl Ministerposten bekommen…..und das reicht ja auch schon. Die FDP wird wohl drei oder vier Pöstchen bekommen, die CSU auch und der Rest geht an die CDU. Und ob und wie dann noch konstruktive Politik gemacht werden kann, wenn diese vier Parteien in vier verschiedene Himmelsrichtungen abdriften, das bleibt sehr fraglich. Sie werden sich zermürben und zerfleischen und am Rande in der Opposition steht die AfD und Gauland bläst das Horn zur Jagd. Schauen wir lieber genüsslich bei der Selbstvernichtung der Regierungsparteien zu, mit dem Wissen, dass erst etwas sterben muss, damit etwas Neues – AfD – wachsen und werden kann.

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  3. Tanzender Berg

    Diese Parteien werden nicht in verschiedene Himmelsrichtungen abdriften. Sie werden genau so weiter machen wie Merkel bisher und sich dabei ein bißchen zanken für das Publikum.

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    1. Tanzender Berg

      Herr von Altenbockum von der FAZ schreibt aus der Sicht des Establishments über die Etablierten:
      „Die längst bekannten Gründe für den anschwellenden AfD-Gesang verlangten nämlich von ihnen Konsequenzen, die sie nicht ziehen können oder wollen: weniger Einwanderung, weniger Islam, weniger Europa. Wenigstens an einer Konsequenz arbeiten jetzt vier Parteien: weniger große Koalition. Dabei wird es aber wahrscheinlich auch bleiben. Denn ihre Politik wird sich von der einer großen Koalition kaum unterscheiden können.“
      http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/kommentar-zur-afd-die-aussaetzigen-15219283.html

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