Anleitung zum Ausmisten des Facebook-Freundeskreises

Ein Gastbeitrag von Ifis

Ihr Facebook-Freundeskreis soll kleiner werden? Sie sind es leid, jeden Tag Meinungen zu lesen, die Sie nicht mögen? Es ist Ihnen peinlich, mit Personen verlinkt zu sein, die Claudia Roth zitieren? Ifis hat die Lösung für Sie: das progressiv-passive Deamifikationsverfahren. Lesen Sie hier, wie dieses funktioniert, denn so viel können wir ihnen versprechen: es wirkt. Und wie!

Das progressiv-passive Deamifikationsverfahren

Progressive Kräfte haben eine alte deutsche Tradition wiederbelebt: Das Ausgrenzen. Wo man früher Gesetze schrieb, um Volksschädlinge von den wertvollen Volksgenossen zu trennen, da filtert man heute einfach per App. Das ist natürlich relativ plump und für einen Blog mit intellektuellem Anspruch ungeeignet. Deswegen haben wir ein neues Verfahren entwickelt: Das progressiv-passive Deamifikationsverfahren, garantiert CO2– und genderneutral.

  • Der Facebook Freundeskreis soll kleiner werden?
  • Sie sind es leid, jeden Tag Meinungen zu lesen, die Sie nicht mögen?
  • Es ist Ihnen peinlich mit Personen verlinkt zu sein, die Claudia Roth zitieren?

Wenden Sie unser neues Verfahren an, bevor wir es patentieren lassen.

Stufe 1: Breitbandanwendung bei niedriger Intensität

  • Posten Sie nationale Symbole nach Artikel 22 GG (schwarz-rot-Gold).
  • Zitieren Sie Art. 116 des Grundgesetzes (Wer ist Deutscher?) und je nach Laune noch einige Artikel der Grundrechte zu aktuellen Ereignissen. Also z.B. bei Demos ausländischer Islamisten, den Art. 8: „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“
  • Liken Sie die AfD oder zumindest Bosbach.
  • Loben Sie Israel. Mögliche Gründe sind so vielfältig, wie es Themen gibt. Die einzige Demokratie im Nahen Osten, Achtung der Menschenrechte, das einzige Land im Nahen Osten in dem LGBTs sicher leben. Wenn das thematisch nicht passt, dann bleibt immer noch eine lobende Erwähnung des wunderbaren Wetters, bei dem die Sonne auf den noch wunderbareren Strand von Tel Aviv scheint und vergessen Sie nicht, die selbstverständlich Bikini-tragenden Frauen an diesem Strand zu erwähnen. Was sich problemlos überleiten lässt, zur …

Stufe 2: Zielgruppenspezifische Abschreckung mit mittlerer Intensität

  • … indem Sie der Schilderung der ungezwungenen Frauen am Strand von Tel Aviv, noch eine Bemerkung über die vorzügliche Wirkung, in Sachen Hautschutz bei der in islamischen Ländern üblichen Badekleidung fallen lassen.
  • Sie können das Thema noch beliebig erweitern, z.B. durch den Hinweis, dass man in Tel Aviv selbstverständlich mit dem für manche verstörenden Anblick schwuler Pärchen rechnen müsse, was ja in anderen Ländern der Region durch den Anblick Schwuler, die von Baukränen herunterhängen ersetzt wird.
  • Liken Sie Akif Pirincci oder David Berger.
  • Zitieren Sie ein bisschen aus dem letzten Bericht des Bundeskriminalamts. Besonders die Belastung pro Einwohnerzahl bei Gewalt- oder Sexualdelikten zeigen eine gute, entfreundende Wirkung.
  • Auch der Verfassungsschutzbericht, Abteilung Islamischer Extremismus hat sich bewährt. Zur Wirkungsverstärkung nimmt man immer die betont niedrige offizielle Zahl von Anhängern des Islam im Land und rechnet die Anzahl der im Verfassungsschutzberichten erwähnten Radikalen in Prozent hierzu um. Wenn das noch wirkungslos bleibt: machen Sie das Gleiche bei deutschen Rechtsradikalen, stellen sie beide Proezntssätze nebeneinander und genießen Sie das Ergebnis.

Stufe 3: Enge Streuung, maximale Intensität

Hier gilt es zunächst zu planen, wer entfreundet werden soll.

  • Grüne sprechen fast auf alle bisher erwähnten Mittel an. Deswegen fordern Sie für ganz hartnäckige Fälle Volksabstimmungen, z.B. beim Bau von Flüchtlingsheimen.
  • Sozialdemokraten sind liebenswerte Zeitgenossen und stehen während der Zeit, in der Martin Schulz den Vorsitz hat, unter Artenschutz. Sie haben unser Mitgefühl bitter nötig.
  • Mit Mitgliedern der LINKEN sind Sie ja hoffentlich gar nicht erst befreundet – oder etwa doch?
  • Bei CDU Mitglieder empfehlen wir beliebige Auszüge oder Reden ihrer Vorsitzenden zum Thema Multikulti, Asyl, illegale Einwanderung. Würden wir alle Zitate hier anführen, unser Blog würde den Festplattenplatz sprengen. Das Risiko hierbei ist natürlich, dass Sie merken, dass diese Zitate dem CDU-Fan peinlich sind und Sie merken, dass er gleicher Meinung ist wie Sie. Unser Tipp: Behalten Sie ihn doch als Freund.

Conclusio

Unser progressiv-passives Deamifikationsverfahren funktioniert. Und niemand kann Ihnen vorwerfen, Sie würden keine anderen Meinungen tolerieren. 😉

*

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem sehr zu empfehlenden Blog von David Berger Philosophia perennis. Er erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des Autors und des Blogbetreibers.

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Zum Autor: Der unter dem Pseudonym Ifis schreibende Autor ist mir, Jürgen Fritz, persönlich bekannt.

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Titelbild: Pixabay, CC0 Creative Commons

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18 thoughts on “Anleitung zum Ausmisten des Facebook-Freundeskreises

  1. maja1112

    Das sind sicher alles gute Ratschläge, doch ich habe da noch einen viel besseren.
    Facebook Account löschen und auf VK, ganz ohne Zensur, wechseln. Am Anfang ist es etwas gewöhnungsbedürftig, weil nur in englisch, aber mit der Zeit ist es eine Wohltat etwas zu posten ohne befürchten zu müssen, daß es am nächsten Tag nicht mehr präsent ist. Deshalb, wenn viele Leute das machen, vielleicht überdenkt Fb dann nochmal seine Geschäftspolitik.

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      1. Paul

        Auf FB zu bleiben und sich ständig zu beklagen, dass man für eine gewisse Zeit gesperrt ist ?
        Oder doch lieber für Werbemassnahmen weiterhin missbraucht und gebraucht zu werden?

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  2. Pingback: Anleitung zum Ausmisten des Facebook-Freundeskreises – Leserbriefe

  3. bibinka

    VK mag für den einen oder anderen eine Alternative sein. Ist von Maas und Konsorten auch gewollt. Denn wir „spielen“ hier gerade „des Kaiser’s neue Kleider“. Es sollen die ganzen „Kinder, denen auffällt, daß er ja nackt ist“ aussortiert werden.
    Wenn wir bei FB nicht mehr posten, und vor allem bei den Konzernen, den Parteien und den Medien, dann gibt es keinen Gegenwind mehr. Natürlich ist es problematisch, und damit meine ich nicht, wie man „Freunde“ los wird, daß geht schneller als man denkt, ich meine echte Fakten zu posten. Ich wurde gesperrt, als ich den Link von Wikipedia posten wollte“ Nazis im Bundestag seit 1945″. Übrigens sehr interessant. In allen Parteien sind Nazis, außer in der AfD. Tja, das wollte man nicht wirklich.
    Mittlerweile ist mein Account gelöscht, da ich mich weigere eine Kopie von meinem Ausweis zu schicken. Erstens ist es sowieso verboten, und zweitens , wir wollen es den neuen Nazis, der Antifa nicht so einfach machen. Was Facebook auch nicht mag, ist über VPN zu agieren. Dieser Staat ist eine Schande für jede Demokratie. Wir sind genauso schlimm wie China, Rußland oder Kuba. Auf Kuba ist das Wetter besser und der Rum lecker. Man sollte sich mal Gedanken machen, außerdem ist die Musik toll. Wäre eine Alternative für den Lebensabend, aber bis dahin, auf auf, wir kämpfen für den Frieden, für das Glück und die Freiheit , denn es ist einfacher für etwas zu kämpfen als gegen etwas.
    In diesem Sinne, ein frohes, glückliches, friedliches neues Jahr!

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    1. Heidi Preiss

      Ich stimme Ihnen in vielem zu. Nur Rußland als „schlimm“ zu bezeichnen, da muss ich vehement widersprechen. Ich war erst im vergangenen Jahr dort, meine Enkelin befindet sich z.Zt. für 1/2 Jahr in Rußland. Dass Präsident Putin gegen die von Soros gesteuerten Pinkbemützten und einem Betrüger namens Nawalny vorgeht, ist mehr als richtig. Ich kann nur sagen, das russische Volk liebt seinen Präsidenten – das kommt nicht von ungefähr. Ich würde mir für unser Land einen Präsidenten Putin wünschen, da wären wir zumindest nicht verraten und verkauft.

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      1. bibinka

        Hallo Heidi, schlimm meinte ich auch nur die beschränkte Meinungsfreiheit. Ich war als Seefrau in Leningrad und Odessa, wir wurden durch den Seiteneingang in den Sommerpalast geführt, umsonst natürlich und in Odessa wurden wir ins Ballett“Giselle“ eingeladen. Der Punkt ist, wenn ich mich in dem Land befinde, habe ich mich anzupassen.
        Ich denke auch, dass Putin sein Volk liebt und vor allem beschützt. Auch die ganze Sache mit der Krim hatte ganz andere Hintergründe, das Versprechen die Nato nicht noch weiter östlich auszubauen. Außerdem habe ich gehört, daß viele Ukrainer lieber wieder zu Rußland gehören wollen. Man kann es nie so genau sagen, ob das alles stimmt, aber vielleicht weiß ihre Tochter mehr.
        Außerdem hat Putin Assad beigestanden, Gott sei dank! Da bekommen wir auch nur Halbwahrheiten zu hören.
        Jedenfalls leben wir in einer Diktatur, was mich ank….t
        Dann lieber mit einem Präsidenten, der sein Volk und sein Land liebt, als diese rchterliche Blutraute, die die Deutschen abgrundtief zu hassen scheint und uns ausradieren will.
        Trotzdem würde ich mich für Cuba entscheiden, ich trink lieber Rum, höre die Musik gern und mag die Sonne, grins!

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  4. bibinka

    Liebe Grüße auch an Deine Tochter, ist bestimmt aufregend. Ich für meinen Teil bin froh, daß ich die halbe Welt gesehen habe.
    Ich war Ende der 80er Jahre auch ein paar Mal in der Türkei, dort habe ich nur Frauen in schicken Kostümen gesehen, richtige Buisnessfrauen, und die Menschen waren sehr freundlich, kein Vergleich zu heute. Es scheint alles wieder rückwärts zu gehen. Zurück in die Steinzeit und drei Steine weiter.

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      1. bibinka

        Entschuldige bitte, ich hatte Tochter und Enkelin verwechselt, was mich noch froher macht, dass es „Kinder“ gibt, die nicht dem Irrsinn verfallen sind. Seien Sie bitte stolz auf Ihre Enkelin.
        Wo ist sie denn, direkt in Moskau?
        Wie gesagt, ich fand es sehr schön dort.
        Ganz liebe Grüße
        Bibinka

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  5. Robert Vukic

    Lieber Herr Fritz,
    Ihre Anleitung praktiziere ich bereits seit Monaten, leider nur mit mäßigen Erfolg…. In dieser Zeit sind vielleicht 5 oder 6 von ca. 800 Facebook „Freunden“ sang und klanglos verschwunden, aber selbst da bin ich mir nicht sicher ob es denn an meinen posts lag…. In der gleichen Zeit habe ich aber über 100 neue Freundschaftsanfragen erhalten und musste dadurch proaktiv unliebsame follower entfernen, da mich doch der neuste Schminktrend nicht wirklich interessiert….

    Neben einem Frohen Neuen Jahr und Guten Mutes für 2018 wünsche ich Ihnen weiterhin nur das Beste!

    Mit freundlichen Grüßen
    Robert Vukic

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  6. Heidi Preiss

    @ Bibianka

    Liebe bibianka, nein, sie ist nicht in Moskau sondern in St. Petersburg. Freunde haben sich im vergangenen Jahr von unserer Dämonkratie hier verabschiedet und sind nach St. Petersburg ausgewandert. Bereut haben sie es keinen Tag. Als Mediziner hat er dort die besten Chancen bekommen. Würde es sofort nachmachen, bin aber mittlerweile zu alt (lach).

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    1. bibinka

      Hallo Heidi, man ist nie zu alt, grins!
      Der Inder der mit 89 noch anfing Marathon zu laufen, oder die Frau die mit über 80 in Amerika ihr Studium endlich weitermachte. Super oder?
      Ich habe gerade überlegt, wie es war, als wir in Petersburg waren, die Erimitage , der Sommerpalast usw. Es war herrlich. Mann war ich da noch rank und schlank, na egal.
      Allerdings hätte ich wahrscheinlich Probleme mit der Sprache. Ich bin eher so der Englisch Mensch, dass spreche ich fließend, und etwas Spanisch und Französisch. Ich konnte auch mal etwas Ungarisch und Tagalog, aber lang ist es her!
      Aber ich bin froh es gemacht zu haben, vom Nordcap zu den Cliffdivern in Acapulco und Nächte auf Hawaii und in der Karibik, man sollte alle junge Menschen dazu anhalten sich die Welt anzusehen. Ich denke da bekommt man den Weitblick.
      Ich denke so über meine Schulzeit nach, und bin froh, daß ich nicht solche linksgrünen Lehrer hatte, wer weiß was aus mir geworden wäre.
      Also, aufi, laßt uns die Welt und unsere Kinder retten.
      Liebe Grüße
      Bibinka

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