Feminismus und fanatischer Ultrafeminismus (Geschlechter-Rassismus)

Von Jürgen Fritz, So. 28. Jul 2019, Titelbild: Pixabay, CC0 Public Domain

„Feminismus ist für mich schnell Fanatismus. Geprägt durch das Leben in einer Diktatur ist es für mich wichtig, dass die Frau in einer freiheitlichen Gesellschaft nach Individualität strebt…“ Sie „sollte Herrin ihrer selbst sein… frei von allen dogmatischen Debatten…“ (Cornelia Schleime) „Der fanatische Feminismus ist eine psychische Epidemie…, die aufgrund ihrer massenweisen Verbreitung in gewissen Medien und Bildungsanstalten als neue Form von Intelligenz gefeiert wird.“ (Norbert Bolz) „Der Feminismus sieht überall nur Opfer. Das Opfer ist der große Held unserer Gesellschaft geworden.“ (Élisabeth Badinter) „Die Herausforderung besteht darin, über den Feminismus hinauszugehen, ohne seine Errungenschaften herabzusetzen.“ (Warren Farrell)

Gleichberechtigung oder Sühne

Der/die Feminist/in denkt so: Frauen wurden in der Vergangenheit oft benachteiligt (diskriminiert). Das ist nicht richtig, dass jemand wegen seines Geschlechtes besser oder schlechter gestellt wird. Solche systematischen Benachteiligungen und sachfremden Erwägungen sollten überall abgeschafft und alle gleich, alle fair behandelt werden. Alle sollten, völlig unabhängig vom Geschlecht, die gleichen Rechte haben (Gleichberechtigung).

Der/die Ultrafeminist/in denkt so: Frauen wurden in der Vergangenheit oft benachteiligt (diskriminiert). Das war eine Schweinerei. Um das frühere Unrecht wieder auszugleichen sollen Frauen jetzt bevorzugt, sprich Männer benachteiligt werden. So wird das frühere Unrecht am weiblichen Geschlecht gesühnt (Sühnegedanke).

Ultrafeminist(inn)en wollen also ein früheres Unrecht durch ein neues Unrecht ausgleichen, wobei dies natürlich Personen trifft, die mit dem früheren Unrecht gar nichts zu tun haben. Dieses neue Unrecht soll ihnen deswegen zugefügt werden, weil sie quasi dem „falschen Geschlecht“ angehören und für Taten anderer in Haftung genommen werden, nur weil diese dem gleichen Geschlecht angehörten wie sie selbst.

Dies ist natürlich ebenfalls eine Form des Rassismus (weiter Rassismusbegriff, der sich allgemein auf äußere Merkmale bezieht), weil Menschen hier auf Grund ihres Geschlechtes benachteiligt werden sollen, was einen Verstoß gegen Art. 3, Abs. 3 Grundgesetz darstellt:

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

Ultrafeminist/innen wollen also nicht die Ungleichbehandlung, die Unfairness abschaffen, sondern sie nur umdrehen (Rache- statt Gerechtigkeitsgedanke).

Haltung zeigen gegen jeden freiheits- und gleichberechtigungs-feindlichen Sexismus

Frauen sollten sich nicht von anderen Frauen oder Männern (fanatischen Ultrafeminist/innen) instrumentalisieren lassen. Sie sollten sich nicht – weder von männlichen noch von weiblichen Sexisten – auf ihr Geschlecht reduzieren lassen. Entweder eine Frau taugt etwas als Mensch oder nicht. Entweder sie kann etwas auf einem bestimmten Gebiet oder nicht. Entweder sie ist für etwas geeignet oder nicht. Das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen und das sollten die drei entscheidenden Fragen sein.

Konkret heißt das: Es geht nicht um Gleichheit im Sein (Gleichheitsfeminismus, der natürliche Differenzen im Sein leugnet). Das zu behaupten, erscheint mir einigermaßen albern und realitätsfremd, sondern um Gleichbehandlung der Geschlechter, um Fairness, um Gerechtigkeit, sprich dass das Geschlecht bei Beurteilungen und Entscheidungen, zum Beispiel Stellenbesetzungen oder bei Wahlen, keine Rolle spielen sollte, sondern nur die Eignung, nur sachrelevante Gesichtspunkte.

Wenn ein Geschlecht de facto völlig ungeeignet wäre für bestimmte Aufgaben, dann wäre das Geschlechterverhältnis dann eben 100:0 oder 0:100, je nachdem, dies aber nicht auf Grund des Geschlechtes, sondern wegen der Eignung. Wenn es dagegen keine Unterschiede gibt in der Eignung, dann müsste das Verhältnis von sich aus ca. 50:50 sein, sofern sich gleich viele bewerben. Dazu braucht es keine illiberalen sexistischen Vorgaben und Zwänge.

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