Bekennerschreiben zum Dirk Spaniel-Leak

Von Jürgen Fritz, Mo. 12. Aug 2019, Titelbild: MONITOR-Screenshot von Björn Höcke, dem Kopf des Flügels, Update: Der Text wurde dergestalt verändert, dass eine weitere Option in Betracht gezogen wird

Wer hat das vertrauliche Achtaugengespräch zwischen Dirk Spaniel, dem baden-württembergischen AfD-Landessprecher, und drei Parteifreunden heimlich und illegal aufgenommen und anschließend die Aufnahme der FAZ zugespielt, um Spaniel gezielt zu schaden respektive um ihn abzuschießen? Waren es Leute vom Flügel oder eine andere Gruppe innerhalb der AfD, die wiederum dem Flügel schaden will? Im Internet gibt es ein Bekennerschreiben, dessen Authentizität jedoch nicht sicher ist. Doch lesen Sie selbst und bilden sich Ihr eigenes Urteil.

Vorbemerkung

„Die Intrige weckt weniger gegensätzliche Leidenschaften als das Talent, ihre stummen Machenschaften wecken niemandes Aufmerksamkeit.“ – Honoré de Balzac

Da an dem heimlich und illegal mitgeschnittenen Gespräch, über das JFB gestern ausführlich berichtete, nur vier Personen teilnahmen, alle vier AfD-Mitglieder, kommen eigentlich nur diese und wenn wir Dirk Spaniel herausnehmen, dann nur die verbleibenden drei für den heimlichen Mitschnitt in Frage. Dirk Spaniel soll sich gegenüber der FAZ wie folgt geäußert haben: Das mitgeschnittene Gespräch habe in privaten Räumen in Brandenburg stattgefunden. Von den drei damals anwesenden Parteifreunden seien zwei bereit, eidesstaatlich zu erklären, mit der Tonaufnahme nichts zu tun zu haben. Der dritte habe nach dem Treffen sein Handy als verloren gemeldet.

Es kristallisiert sich also recht deutlich heraus, von wem diese illegalen Aktion durchgeführt wurde. Doch wer steckt wiederum hinter dieser Person? Der Veracht liegt natürlich nahe, dass hier entweder der Flügel der AfD um Björn Höcke aktiv wurde, um einen unliebsamen Mann aus dem Spiel zu nehmen, oder aber eine andere Gruppe, die Spaniel und zugleich dem Flügel schaden möchte. Die gewählte Methode: die Intrige. Hier sogar mit illegalen Mitteln.

Das bleibt natürlich alles im Bereich der Vermutungen und kann schwerlich bewiesen werden. Es gibt aber seit einigen Tagen schon eine Art Bekennerschreiben, wer hinter der ganzen Aktion steckt und warum dieser sehr fragwürdige Weg gewählt wurde. Inwieweit dieses Schreiben wiederum authentisch ist oder eine weitere Intrige darstellt, kann hier nicht beurteilt werden. JFB veröffentlicht das komplette Schreiben ohne jede Korrektur, Ergänzung oder Weglassung, so dass Sie sich selbst ein Bild machen können.

Das Bekennerschreiben im Original

»AfD: Spaniel will Pazderski mit Flügel-Hilfe zum Parteichef machen

Werte Patrioten und Freunde des Flügels,

derzeit inszeniert sich Dr. Dirk Spaniel, AfD-Bundestagsabgeordneter und Sprecher des Landesverbandes Baden-Württemberg, als Vertreter der Interessen des Flügels. In zahllosen Hintergrundgesprächen zunächst in Baden-Württemberg und zunehmend auch quer durch die gesamte BRD dient er sich uns an und wirbt um Unterstützung seiner Ambitionen. Wir alle kennen dieses Spiel bereits von Prof. Dr. Jörg Meuthen, der es uns, wie wir dieser Tage im ZDF-Sommerinterview erfahren mußten, mit Verrat dankte, sobald er seine Schäfchen in Form eines erneuerten Mandats im EU-Parlament ins Trockene gebracht hatte.

Wir sehen uns am heutigen Tage gezwungen, eine Wiederholung dieses Verrats durch eine andere Person präventiv auszuschließen, indem wir deren wahres Gesicht zeigen. Einen Verrat durch eine Person, die sich nicht mit dem gerade erst errungenen Amt des baden-württembergischen Landessprechers zufriedengibt, sondern die sowohl in den Bundesvorstand der AfD strebt als auch Karriere im Vorstand der Bundestagsfraktion machen will. Die Rede ist von Dr. Dirk Spaniel.

Doch warum sehen wir in dieser Personalie eine Gefahr für den Flügel? Wer den von uns hiermit veröffentlichten Audiomitschnitt, Auszug eines noch viel längeren Hintergrundgesprächs, vollständig angehört hat, der wird verstehen: Dr. Dirk Spaniel will ausgerechnet eine der schlimmsten treibenden Kräfte hinter der laufenden PAV-Welle gegen Vertreter des Flügels, Georg Pazderski, zum Bundessprecher machen! Höchstwahrscheinlich, um ihn dann beizeiten selbst zu beerben – nachdem die Partei bis dahin von den letzten aufrechten Patrioten vollständig gesäubert wurde.

Dieses von langer Hand geplante Vorhaben lehnen wir klar und unmißverständlich ab. Für uns kann es nur einen geben, dem der Flügel seine volle Unterstützung für eine Kandidatur zum Sprecher zukommen lassen darf: Björn Höcke!

Außerdem warnen wir nach den Erfahrungen mit Prof. Dr. Jörg Meuthen, Martin Sichert und anderen Wankelmütigen, uns als Flügel wieder einmal von Charakteren wie einem Dr. Dirk Spaniel und deren Personalvorschlägen abhängig zu machen. Wir müssen endlich unsere eigenen Köpfe an die Schalthebel der Partei bringen, anstatt uns immer wieder auf Dritte zu verlassen. In Gefahr und höchster Not bringt der Mittelweg den Tod. Oder um es mit Björn Höcke zu sagen: „Ich will die AfD als letzte evolutionäre Chance für unser Vaterland erhalten. Ich will, daß wir diesen Halben einen Strich durch die Rechnung machen. Wir wollen das, denn wir wissen: Es gibt keine Alternative im Etablierten.“ Lassen wir diesen Worten Taten folgen. Auf jeder einzelnen Position, in jedem einzelnen Vorstand!

Geht aufrecht! Eure Bewahrer des Flügels«

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Quelle: https://write.as/n2sazfnpa15ox.md

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