Dies ist der Mörder und Vergewaltiger der 14-jährigen Viktorija Sokolova: Ayman Aziz

Von Jürgen Fritz, Di. 20. Aug 2019, Titelbild: West Midlands Police

Der Fall schockierte ob seiner Brutalität ganz England. Nachdem die 14-jährige Tori im April 2018 in Wolverhampton nachts in einem Park ermordet und vergewaltigt worden war, stand ab Dezember ein junger Mann vor Gericht, dessen Identität auf Grund seiner Minderjährigkeit nicht angegeben werden durfte. Im Februar 2019 wurde er dann wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilt und Ende July gab das Berufungsgericht nun seine Identität preis. Es handelt sich um den inzwischen 17-jährigen Ayman Aziz.

Den Kopf eingeschlagen, weil sie kein Analsex mit ihm wollte

JFB hatte bereits Anfang Dezember 2018 ausführlich über den Fall berichtet. Ein vierzehnjähriges Mädchen wurde in Wolverhampton nachts in einen Park gelockt. Dort hatte sich Viktorija mit einem 16-jährigen Jungen verabredet. Offenbar waren die beiden eine Woche zuvor über Facebook miteinander in Kontakt gekommen. Gegen Mitternacht wollten sie sich in einem Stadtpark treffen, so hatten sie es über Social Media-Nachrichten ausgemacht. Offensichtlich wollte der 16-Jährige Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen haben und zwar insbesondere Analverkehr.

West-Midlands-Police

Die 14-jährige Viktorija Sokolova

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Viktorija auf dem Weg in den Park

Mörder auf dem Weg zur Tat

Der Mörder auf dem Weg zum Park

Am nächsten Morgen wurde Toris Leicham von einem Mann gefunden, der seinen Hund Gassi führte. Viktorijas Leiche kniete vor der Bank, die Knie waren auf dem Boden und die obere Hälfte ihres Körpers war über den Arm der Bank gehängt. Von der Taille ab nach unten war Toris Körper vollkommen nackt. In der Nähe der Fundstelle wurden dann später ein Ohrring, ein weiterer Ohrring und eine blutbefleckte Baseballmütze in der Nähe einer großen Blutmenge gefunden. Außerdem waren deutliche Schleppspuren zu erkennen, die zu einem Pavillon im Park führten. Toris rosa Stiefeletten wurden in der Nähe des Sees geborgen, ebenso zwei ihrer Zähne. Eine forensische Untersuchung ergab dann einen schrecklichen Befund, der erahnen lässt, was in dieser Nacht geschehen war.

Auf den Kopf des Mädchens war mindestens 21 mal mit einer hammerartigen Waffe mit großer Wucht eingeschlagen worden. Die Gewalt der Attacke war dabei so groß, dass Viktorijas Schädeldecke gleich mehrere Frakturen aufwies. Sogar das Gesichts-Skelett wies Frakturen auf. Der Staatsanwalt sagte in der Gerichtsverhandlung wörtlich: „Kurz gesagt, ihr Kopf war eingeschlagen.“

Die 14-jährige wurde außerdem anal vergewaltigt, auch noch als sie wohl schon tot war

Neben diesen schrecklichen Kopfverletzungen, die Viktorija erlitt, war zusätzlich auch noch ihr Rückgrat durch einen enorm heftigen Schlag in den Rücken gebrochen. Ferner gab es an der Brustvorderseite und am oberen Teil des Zwerchfells Verletzungen, die wohl nach dem Tod verursacht worden waren. Diese könnten durch Ziehen oder Schleifen über den Boden verursacht worden sein. Die halb oder schon fast ganz tote Viktorija wurde von dem Pavillon 150 Meter zu der Bank geschleift, wo sie später gefunden wurde. Dabei scheint aber nicht ganz sicher zu sein, wann Tori ihren Verletzungen erlag, ob sie sofort tot war. Eine genaue Untersuchung des Hirngewebes deutete darauf hin, dass sie wahrscheinlich innerhalb einer Stunde nach den Kopfverletzungen gestorben war.

Sicher ist, dass Tori an dem stumpfen Gewalttrauma am Kopf starb, dass also die massiven Schläge – über 20 an der Zahl – zum Tode führten. Ferner wurde festgestellt, dass Tori penetriert wurde, höchstwahrscheinlich (auch) als sie bereits tot war. Auf jeden Fall wurde Geschlechtsverkehr an ihr ausgeführt und es scheint relativ klare Indizien zu geben, dass dies auch stattgefunden hat, nachdem sie bereits verstorben war.

Das Mädchen sei insgesamt einem zweistündigen Angriff mit schrecklichen Gewaltausbrüchen ausgesetzt gewesen. Die Ermittler glauben, dass der Täter mit einem Hammer, der nie gefunden wurde, den Angriff auf das Mädchen gestartet hat und ihm mit diesem den Schädelbruch, die Hirnverletzungen und die Wirbelbrüche zufügte.

Außerdem wurde vor Gericht festgestellt, dass der Täter vor dem „wirklich schockierenden“ Angriff Pornografie angesehen und Internetrecherchen durchgeführt habe. Nach der Tat wurde er auf Videoüberwachung erwischt, als er versuchte, die Straftat durch Verstecken von Kleidung zu vertuschen. Zuvor hatte er bereits direkt nach der Tat Facebook-Nachrichten gelöscht und Viktorijas Telefon in Richtung See geschleudert.

Mörder nach der Tat

Der Mörder verlässt nach der Tat den Park

Toris Mörder heißt Ayman Aziz

Im Februar wurde dann der inzwischen 17-Jährige, der vor Gericht stand und während der gesamten Dauer des Prozesses jegliches Fehlverhalten leugnete, keinerlei Reue zeigte, einstimmig von einer Jury am Wolverhampton Crown Court für schuldig befunden und zwar wegen Mordes und Vergewaltigung an der 14-jährigen Viktorija Sokolova. Das Urteil lautete „lebenslange Haft“, wobei in Großbritannien ähnlich wie bei uns das juristische „lebenslänglich“ eben meist nicht lebenslang bedeutet. Was es mit diesem juristischen Kauderwelsch auf sich hat, dass A gesagt, aber nicht A gemeint wird, wäre Thema für einen eigenen Artikel, doch bleiben wir bei diesem schrecklichen Verbrechen.

Der Angeklagte wurde also verurteilt und der Richter stellte ausdrücklich fest, dass frühestens nach 19 Jahren ein Antrag auf Bewährung gestellt werden könne. Dann ist Viktorija Mörder und Vergewaltiger gerade einmal Mitte 30. So viel zum Thema „lebenslänglich“.

Außerdem wurde dem jungen Mann im Prozess paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Sein Verteidiger beantragte daher, dass die öffentliche Nennung seines Namens negative Auswirkungen auf die Rehabilitation des Teenagers haben könnte. Außerdem sei sein Mandant in der Haft „gemobbt und bedroht“ worden habe deshalb den Besuch von Bildungskursen eingestellt. Obwohl der Prozessrichter damit einverstanden gewesen war, diese Beschränkungen nach einem Antrag von Medienorganisationen aufzuheben und die Identität des Täters zu veröffentlichen, haben die Anwälte des Teenagers diese Entscheidung angefochten, und die Beschränkungen blieben bis zum Abschluss der Berufung bestehen.

Das Berufungsgericht wies die Klage auf Anonymität sowie eine weitere Klage gegen seine Mindeststrafe von 19 Jahren aber Ende Juli ab. Die Beschränkungen, dass seine Identität nicht preisgeben werden dürfe, wurden von den Richtern des Berufungsgerichts nach einem Presseantrag entsprechend aufgehoben. Ab jetzt darf also öffentlich gesagt werden, wer Tori vergewaltigt und ermordet hat. Es war Ayman Aziz, siehe auch das Titelbild.

Ayman Aziz

Es bedeutet der Familie sehr viel, dass der Name des Mörders veröffentlicht wurde

In einer Erklärung sagte Viktorijas Mutter Karolina Valantiniene, dass ihre Tochter „viele schöne Pläne für die Zukunft“ gehabt hatte. Sie wollte fahren lernen, die Schule abschließen und sie habe davon gesprochen, „ihr ein schönes Ballkleid zu kaufen“. Wie sehr die Mutter noch immer erschüttert ist über diesen schrecklichen Verlust ihres einzigen Kindes wird in den folgenden Worten deutlich: „Oft habe ich mich gefragt, warum es so schreckliche Menschen auf der Erde gibt. Um zu erkennen, dass du dein Kind nicht mehr hast und nie wieder haben wirst. Weil sie meine einzige Tochter war. Jemand wagte es, seine Hand gegen sie zu erheben und sie von mir wegzunehmen. Warum?“

Detective Inspector Caroline Corfield von der West Midlands Police erklärte: „Ich bin mit dem Ergebnis der heutigen Anhörung zufrieden. Es bedeutet Viktorija’s Familie sehr viel, dass der Name ihres Mörders veröffentlicht wurde.“

Was die West Midlands Police berichtete

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