Greta bekommt Konkurrenz: Thomas Cook Group für Friedensnobelpreis nominiert

Von Jürgen Fritz, Di. 24. Sep 2019, Titelbild: YouTube-Screenshot

Thomas Cook ist der älteste Pauschalreiseveranstalter der Welt und mit über 21.000 Mitarbeitern sowie einem Jahresumsatz von 10 Milliarden britischen Pfund zugleich der weltweit zweitgrößte (nach TUI). Gestern stellte der Konzern, da er das Klima nicht weiter schädigen wollte, all seine Geschäftsaktivitäten komplett ein. Dies könnte ein Vorbild für tausende von Firmen sein, die nun auch überlegen, ihren Geschäftsbetrieb fürs Klima aufzugeben.

Vorbildlich: Thomas Cook macht nicht mehr weiter

Wer hätte das gedacht, dass solch ein Megakonzern derart moralisch handeln würde? 178 Jahre lang organisierte Thomas Cook den Urlaub von Menschen. Doch damit ist seit gestern nun endgültig Schluss. Die Menschen, die in ferne Länder geflogen sind und damit dem Klima schweren Schaden zufügten, müssen nun schauen, wie sie nach Hause kommen. Die englische Regierung überlegt, gebrauchte Fahrräder in die ganze Welt zu versenden, so dass die Urlauber sicher und zugleich hundertprozentig umweltfreundlich wieder heim kommen können.

Die Einstellung des Geschäftsbetriebes betrifft natürlich auch die deutschen Töchter von Thomas Cook: Condor, Neckermann und Öger Tours. Etliche Mitarbeiter äußerten sich gestern sehr erleichtert. „Ich bin so froh“, sagte die Reiseberaterin Elvira Gutfrau. „Lange hätte ich das ohnehin nicht mehr ausgehalten, immer diese Pauschalreisen zu organisieren für unsere Kunden. Was da an CO2 in die Luft abgegeben wird, nur damit Leute mal im Ausland Urlaub machen und etwas von der Welt sehen können. Als ob man nicht im heimischen Wald sehr schön spazieren gehen könnte.“

Ganz ähnlich erging es der Flugbegleiterin Carine Crazy : „Ich habe mich zum Schluss so geschämt, dass ich mich sogar in den Gepäckablagen über den Köpfen der Passagiere versteckt habe, weil ich einfach keinem mehr in die Augen schauen konnte. Ich bin ja so froh, dass dies jetzt alles vorbei ist.“

Auch die Unternehmensführung in Gestalt des CEO Marc McKaputt stellte unmissverständlich klar: „Nein, wir konnten so einfach nicht weitermachen. Seit Jahren schon hatten wir Bedenken, aber in den letzten Monaten wurde es uns allen dann immer deutlicher, dass wir das nicht mit unserem Gewissen vereinbaren konnten, das Klima derart zu schädigen. Daher hat sich das gesamte Management zu Beginn des Jahres schon einstimmig dafür ausgesprochen, das Unternehmen ganz gezielt in die Insolvenz zu führen, so dass auch kein anderer es übernehmen und weitermachen kann. Und was soll ich sagen? Wir haben es in nicht mal neun Monaten geschafft!“ (Lauter Jubel im Hintergrund, man hört Sektkorken knallen).

Nun sogar Favorit für den Friedensnobelpreis – Wie wird Greta Thunberg darauf reagieren?

Durch diesen spektakulären Fall könnte nun aber die Verleihung des Friedensnobelpreises eine völlig unerwartete Wendung nehmen. Bis vorgestern noch war die 16-jährige schwedische Klimaprophetin Greta Thunberg noch ganz klare Favoritin für diese Auszeichnung, die seit 1901 traditionell am 10. Dezember in Oslo vergeben wird. Weit und breit war niemand in Sicht, der Greta diesen Preis hätte streitig machen können. Das ist nun aber seit gestern völlig anders. Die Buchmacher favorisieren nun ganz klar die Thomas Cook Group. Denn wie sollte ein Selbstmord noch zu toppen sein? „Wie kann Thomas Cook das wagen (How dare you), mich zu überholen?“, soll Thunberg in einer ersten allerdings nicht offiziellen Stellungnahme gesagt haben.

Die Experten sind sich indessen einig: Diesen Vorsprung von Cook wird Thunberg nur aufholen können, wenn sie sich in den nächsten zwei Monaten zum Beispiel so verausgabt, dass sie völlig erschöpft zusammenbricht. Cook hat hier einfach so stark vorgelegt, dass dies schwer auszugleichen sein wird. Aus Insiderkreisen war zu hören, dass Greta ab sofort alle Reisen nur noch mit dem Fahrrad zurücklegen will, sogar über den Ozean. Sollte ihr das gelingen, wäre sie eventuell wieder zurück im Spiel.

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