Tödliche Schüsse in Abensberg (Niederbayern)

Von Jürgen Fritz, Do. 03. Okt 2019, Titelbild: WETL-YouTube-Screenshot

Gestern Abend kam es in Niederbayern innerhalb einer halben Stunde zu zwei schweren Gewaltverbrechen. „Gegen 18.10 Uhr wurde die Polizei über den Notruf alarmiert. Zwei Männer sollen in Abensberg einen Mann vor einem Edeka-Markt angegriffen haben. Dabei fielen auch mehrere Schüsse. Das Opfer starb noch auf dem Parkplatz. Die Verdächtigen flüchteten in einem Auto“, so Kriminalhauptkommissar Günther Tomaschko vom Polizeipräsidium Niederbayern. Doch bei dieser einer Tat sollte es nicht bleiben.

Gegen 18:10 Uhr werden Schüsse auf einen 39-Jährigen abgefeuert

Karte

Abensberg ist eine niederbayerische Kleinstadt mit ca. 14.000 Einwohnern im Landkreis Kelkheim, etwa 30 Kilometer südwestlich von Regensburg gelegen, 100 Kilometer nördlich von München. Hier passierten gestern Abend gleich mehrere Gewaltverbrechen mit Schusswaffeneinsatz, wie die Polizei und verschiedene Medien berichten.

Zunächst fielen etwa gegen 18:10 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Edeka-Markt in der Straubinger Straße Schüsse. Diese trafen einen 39-jährigen Mann. Der Angeschossene erlag noch auf dem Parkplatz seinen tödlichen Verletzungen.

Eine Zeugin, die sich während der Tat in einem Supermarkt-Markt in der Straubinger Straße aufhielt, berichtet, sie habe um etwa 18.10 Uhr einen „Schuss oder ein ähnliches Geräusch“ gehört. Nachdem sie das Parkhaus verlassen habe, habe sie eine Person, sie meine einen Mann, auf dem Parkplatz liegen sehen. Er sei bereits von Sanitätern behandelt worden, auch eine Polizeistreife wäre bereits vor Ort gewesen. „Ich dachte, er wäre angefahren worden. Im Kreisel beim Einkaufszentrum kamen dann aber drei weitere Polizeiautos, da dachte ich mir schon, dass da mehr passiert sein muss. Erst als ich zu Hause war, habe ich über Freunde mitbekommen, dass die Person wohl erschossen wurde“, so die Zeugin.

Gegen 18:30 Uhr fallen erneut Schüsse, jetzt auf einen 46-Jährigen

Nach den ersten Schüssen vor dem Edeka-Markt waren zwei Männer an der Straubinger Straße mit einem Fahrzeug in unbekannte Richtung geflüchtet. Gegen 18.30 Uhr fielen dann laut den Polizeiangaben an einem anderen Ort in Abensberg erneut Schüsse. Dabei wurde eine weitere Person schwer verletzt. Es handelt sich um einen 46-jährigen Mann. Dieser wurde in eine Klinik eingeliefert.

Kriminalhauptkommissar Tomaschko gegenüber der BILD: „Etwa 30 Minuten später gab es einen weiteren Notruf aus Abensberg. Vor einem Haus wurde ein weiterer Mann angeschossen. Er schwebt in Lebensgefahr. Wir vermuten, dass es sich um dieselben Täter handelt. Beide flüchteten ebenfalls in einem Auto. Zum Motiv der Taten können wir noch nichts sagen.“

Augenzeugen berichten der Mittelbayerischen gegen 21 Uhr, dass es in der Siedlung Am Weinberg „vor Polizeibeamten und Militär wimmelt“. Dort hatte sich laut Augenzeugenberichten in der Einmündung Traubenstraße/Rebenstraße der Vorfall ereignet.

„Ich wollte nach Hause, da sah ich zwei Autos an der Kreuzung nebeneinander anhalten. Es war kein Unfall, wie in sozialen Netzwerken spekuliert wird. Die Fahrer stritten kurz bei geöffnetem Fenster, dann schoss der eine dreimal auf den anderen“, so ein Augenzeuge. „Dann ist er weitergefahren.“

Gegen 20 Uhr werden zwei Tatverdächtige festgenommen

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Gegen 20 Uhr fand sie das gesuchte Fahrzeug, einen Kastenwagen, in Abensberg vor einem Grundstück geparkt. Die zwei Tatverdächtigen konnten festgenommen werden. Sie leisteten keinen Widerstand. Auch die mögliche Tatwaffe wurde sichergestellt.

Bei den beiden Tatverdächtigen handelt es sich um einen 30-Jährigen und einen 41-Jährigen. Beide sollen aus dem Kosovo stammen. Bei den beide Opfern handele es sich um serbische Staatsangehörige. Die Polizei geht davon aus, dass zwischen den beiden Taten ein Zusammenhang besteht und sich Tatverdächtige und Opfer kannten respektive kennen.

Zeugen, die Hinweise zum Tathergang vor dem Verbrauchermarkt in Abensberg geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizeiinspektion Landshut unter Telefon (0871) 9252-0 in Verbindung zu setzen.

Kosovo: fast 96 Prozent Muslime

Der Kosovo ist eine Republik in Südosteuropa auf dem westlichen Teil der Balkanhalbinsel mit ca. 1,9 Millionen Einwohnern. Er war ehemals Bestandteil der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, seit 2003 ist der Kosovo eine Teilregion der Republik Serbien. Hauptstadt und größte Stadt ist Pristina.

Die Bevölkerung ist die durchschnittlich jüngste innerhalb Europas. Der Anteil der Kosovo-Albaner wuchs im Laufe des letzten Jahrhunderts infolge überdurchschnittlich hoher Geburtenzahlen und der Abwanderung von Serben beständig an. Der Kosovo wird heute in großer Mehrheit von Albanern bewohnt, man schätzt ca. 88 Prozent (plus 7 Prozent Serben und 5 Prozent weiterer ethnischen Gruppen: Türken, Bosniaken, Torbeschen, Goranen, Janjevci (Kroaten), Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter).

Nach dem Krieg 1999 wurde ein Teil der serbischen Minderheit vertrieben. Laut der Volkszählung 2011 waren schon damals fast 96 Prozent der Bevölkerung des Kosovo Muslime.

Bericht des Donaukurier

*

Aktive Unterstützung: Jürgen Fritz Blog (JFB) ist vollkommen unabhängig und kostenfrei (keine Bezahlschranke). Es kostet allerdings Geld, Zeit und viel Arbeit, Artikel auf diesem Niveau regelmäßig und dauerhaft anbieten zu können. Wenn Sie meine Arbeit entsprechend würdigen wollen, so können Sie dies tun per klassischer Überweisung auf:

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: JFB. Oder über PayPal  5 EUR – 10 EUR – 20 EUR – 30 EUR – 50 EUR – 100 EUR

Werbeanzeigen