Potsdam: 23-Jährige überfallen und vergewaltigt (drei Täter), keine zwei Stunden später nächster sexueller Übergriff

Von Jürgen Fritz, Di. 04. Aug 2020, Titelbild: Symbolbild, Pixabay, CC0 Creative Commons

Gleich zwei sexuelle Gewaltakte ereigneten sich in der Nacht auf letzten Samstag in Potsdam. Zunächst wurde eine junge Frau (23) von drei Männern überfallen und vergewaltigt. Keine zwei Stunden später kam es zum nächsten sexuellen Übergriff, dieses Mal durch einen Einzeltäter gegenüber einer 22-Jährigen.

Von drei Männern überfallen, in ein Waldstück gezerrt und dort vergewaltigt

Die junge Frau (23) sei in der Nacht zum Samstag zum Einkauf in einer Tankstelle gewesen und war zu Fuß auf dem Heimweg, berichtete sie der Polizei. Dann wurde sie von drei Männern in einer ihr unbekannten Sprache von hinten angesprochen. Nachdem sie hierauf nicht reagiert habe, sei sie von hinten gepackt und in ein nahes Waldstück gezerrt worden. Was sich dort ereignete, wünscht man wohl keinem Menschen, nicht einmal seinem ärgsten Feind.

In dem Waldstück haben die drei Täter die 23-Jährige zunächst mit Gewalt komplett entkleidet. Dann habe sich einer der drei Unbekannten an ihr vergangenen. Dabei habe sie der zweite Täter festgehalten und der dritte hat das Schwerverbrechen und diese Demütigung mutmaßlich mit einem Handy auch noch fotografiert oder gefilmt.

Die völlig geschockte und verletzte 23-Jährige vertraute sich anschließend zunächst nur einer Freundin an. Am Samstag wurde sie im Krankenhaus behandelt. Ihre Mutter zeigte die Vergewaltigung dann am Samstagvormittag an. Die Polizei sucht nun nach Zeugen und natürlich vor allem nach den Tätern.

Trio-Täterbeschreibung

Die Verdächtigen werden wie folgt beschrieben

  1. Person: männlich, zwischen 25-35 Jahre, ca. 185 cm, dunkle Bekleidung, dunkler Mundschutz, dunkle kurze Haare (Seiten kürzer als oben)
  2. Person: männlich, zwischen 25-35 Jahre, ca. 170 cm, dunkle Bekleidung, kurze Hose, dunkler Mundschutz
  3. Person: männlich, zwischen 25-35 Jahre, ca. 170 cm, dunkle Bekleidung, kurze Hose, dunkler Mundschutz.

Die Polizei ermittelt in dem Fall. Der Tatort wurde untersucht, Spuren gesichert. Die Maßnahmen blieben aber zunächst erfolglos. Die Täter sind noch nicht gefasst, ihre Identität ist unklar.

Die 23-Jährige sagte aus, dass die Täter ihrem Aussehen nach mutmaßlich „südländischer“ Herkunft sein könnten. Diese Angabe muss laut Polizeiangaben in den anstehenden Befragungen noch konkretisiert werden. Die junge Frau gab zu Protokoll, dass das Trio in einer Sprache sprach, die sie nicht verstand.

Kurz danach versuchte Vergewaltigung an einer 22-Jährigen

Noch in der gleichen Nacht, keine zwei Stunden später, kam es bereits zum nächsten sexuellen Übergriff in Potsdam und zwar gegen 03.38 Uhr am S-Bahnhof Griebnitzsee.

Eine junge Frau (22) kam von einer Party aus Berlin zurück und wollte über die Professor-Helmert-Straße zum Campus der Universität Potsdam zum Studentendorf zurück, hatte einiges an Alkohol konsumiert (1,2 Promille). Dann wurde sie von einem unbekannten Mann plötzlich von hinten zu Boden gerissen und auf die Erde gedrückt.

Der Angreifer presste sich auf sie und griff ihr in den Schambereich, versuchte, sie zu vergewaltigen. Die Studentin aus Baden-Württemberg wehrte sich aber aus Leibeskräften und irgendwie gelang es ihr zum Glück, den Täter in die Flucht zu schlagen. Die 22-Jährige ging zur Polizei, wurde gynäkologisch untersucht, ihre Kleidung wurde sichergestellt.

Täterbeschreibung des Einzeltäters

Bei der Täterbeschreibung gab die 22-Jährige an:

  • „Er war etwa 25 Jahre alt,
  • 1,80 Meter groß,
  • muskulös, braunes Haar,
  • südländisches Aussehen,
  • weißes T-Shirt, blaue Jeans.“

Die Polizei setzte auch einen Fährtenhund ein. Doch keine Spur vom Täter. Es wurden auch Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras – der S-Bahn – durch die Polizei gesichert. Ob der Täter darauf zu sehen ist, ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt auch in diesem Fall.

Mitte Juli wurde erst der serbische Serienvergewaltiger Sinisa K. endlich geschnappt

Nach Angaben der Polizei sind nach den ersten Ermittlungen keine direkten Zusammenhänge zwischen den beiden Taten, der vollendeten und der versuchten Vergewaltigung, bekannt geworden.

Mitte Juli hatte die Polizei erst den 29 Jahre alten mutmaßlichen Serientäter Sinisa K. gefasst, der in Berlin und Brandenburg etliche Frauen vergewaltigt haben soll. Zuvor soll er laut seiner Mutter bereits in seiner serbischen Heimat betrunken eine Minderjährige „missbraucht“ haben, die er mit einem Messer mit dem Tode bedrohte. Dafür habe er fünf Jahre und drei Monate hinter Gittern verbracht.

2019 kam Sinisa K. in Deutschland an und hier ging das muntere Vergewaltigen dann wohl auch bald schon weiter. Mitte Juli wurde der Serbe endlich geschnappt.

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Der mutmaßliche serbische Serienvergewaltiger Sinisa K., Facebook-Foto, B.Z.

Anmerkung

JFB berichtet immer wieder über solche Fälle, weil es sich hier ganz klar nicht um schreckliche Einzelfälle handelt, die es nun mal in jeder Gesellschaft leider gibt, sondern weil hier ein strukturelles Problem zu Grunde liegt, welches nicht nur ignoriert, sondern aus ideologischen Gründen vorsätzlich und systematisch unsichtbar gemacht werden soll.

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