Banküberfall mit Schusswechsel in Berlin-Wilmersdorf

Von Jürgen Fritz, Di. 04. Aug 2020, Titelbild: RT Deutsch-Screenshot

In Berlin-Wilmersdorf kam es heute Vormittag erneut zu einem versuchten Banküberfall. Als die Täter von Sicherheitsmännern der Berliner Volksbank gestört werden, eröffnen sie das Feuer. Es fallen mehrere Schüsse und ein Security-Mitarbeiter wird in die Schulter getroffen. Die drei Täter, die auch ein Fahrzeug in Brand setzen, sind flüchtig.

Täter versuchen mit Pritschenwagen mit Stahlträger von hinten in die Bank zu rammen, werden entdeckt und eröffnen das Feuer

Drei Täter sollen heute gegen 09:30 Uhr versucht haben, die Volksbank-Filiale am Bundesplatz, Ecke Detmolder Straße, an der Mitte Juni bereits ein Geldtransporter überfallen und eine halbe Million Euro erbeutet wurde, zu überfallen. Die drei Personen haben laut Polizei versucht, mit einen in Berlin zugelassenen Pritschenwagen über den Hinterhof in die Bankfiliale einzudringen. Auf der Ladefläche des Pritschenwagens sei ein langer Stahlträger befestigt gewesen. Mit diesem wollten die Täter offenbar wie mit einem Rammbock rückwärts in die Bank hineinstoßen. Sicherheitsmitarbeiter der Bank hatten dies jedoch bemerkt und konnten den Überfall offenbar vereiteln.

Daraufhin haben die Täter dann das Feuer eröffnet und mehrfach auf die Sicherheitsmänner mit einer Schusswaffe geschossen. Einer der Security-Mitarbeiter wurde dabei angeschossen. Die Kugel habe ihn in der Schulter getroffen. Er sei in ein Krankenhaus gebracht, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden, hieß es.

Pritschenwagen in Brand gesetzt, um die Spuren zu verwischen

Bevor die Täter die Flucht antraten, haben sie nach vorläufigen Erkenntnissen den Pritschenwagen in Brand gesetzt, vermutlich um Spuren zu verwischen. Einer oder auch alle drei Täter seien zunächst zu Fuß geflüchtet. Aus Polizeikreisen wurde zur besonderen Vorsicht gemahnt, da der oder die Flüchtigen angesichts der Schüsse besonders gefährlich sein könnte(n).

Es gibt verschiedene Augenzeugenberichte. Einige meinen, gesehen zu haben, dass alle drei Täter über den Hof und eine Mauer in Richtung Süden geflüchtet sein sollen. Dort befinden sich Kleingärten entlang der A100. Von dort können sie entweder nur über die Autobahn oder entlang der Strecke nach Westen zur Weimarischen Straße flüchten. Andere Augenzeugen berichteten dagegen, die Täter seien hinter einer Mauer in einen Pkw gestiegen und davongerast. Auf jeden Fall sind sie auf der Flucht. Wahrscheinlich ohne jede Beute.

Diese Berliner Volksbank wurde bereits am 16. Juni überfallen

Als Anwohner den brennenden Wagen mit einem Pulverlöscher gelöscht haben, trafen Einsatzkräfte der Polizei mit gezogener Waffe ein. Die Beamten hätten laut dem Tagesspiegel gerufen, dass drei Schwarze einen Raubüberfall verübt hätten und auf der Flucht seien. Mit Maschinenpistolen ausgerüstete Einsatzkräfte der Polizei haben den Bereich abgesperrt. Die Spurensicherung rückte an.

Polizisten fanden auch bereits die mutmaßliche Tatwaffe. Ein Großeinsatz wurde ausgelöst. Weil die Täter flüchtig sind und der Bereich abgesperrt wurde, bat die Polizei darum, die Gegend weiträumig zu umfahren.

Bei der Bank handelt sich um eine Filiale der Berliner Volksbank. Dort fand am 16. Juni bereits ein Überfall statt. Auch da erfolgte die Tat am frühen Vormittag. Die Räuber hatten sich hinter einem Smart versteckt und als ein Geldbote mit dem Geldkoffer aus der Bankfiliale zurückkam, bedrohten sie ihn sie ihn mit einer Schusswaffe und forderten ihn auf, den Geldkoffer rauszurücken. Als er sich weigerte, sprühten sie ihm Reizgas ins Gesicht und erbeuteten eine halbe Million Euro. Nun kam es also bereits zum nächsten Überall, noch bevor der vom Juni aufgeklärt ist.

Versuchter Banküberfall auch am letzten Freitag in Berlin-Kreuzberg bzw. -Neukölln

Und letzten Freitagnachmittag kam es im Karstadt-Warenhaus am Hermannplatz an der Grenze von Berlin-Kreuzberg und Neukölln ebenfalls zu einem versuchten Überfall auf eine Filiale der Postbank. Vier Unbekannte hatten in der Postbank-Filiale versucht, einen Geldtransport zu überfallen. Sie hatten darauf gewartet, bis ein Bote mit Geld in die Bankfiliale eingetreten sei.

Daraufhin hatten sie den Geldboten angegriffen und ein Sprühgerät mit Reizgas komplett entleert. Dabei versuchten sie, dem Mann die Geldkassette aus der Hand zu reißen. Dieser lies und lies die Geldkassette aber nicht los. Daraufhin gaben die vier Täter irgendwann entnervt auf und flüchteten – ohne Beute. Bei ihrem Angriff mit dem Reizgas wurden etliche Menschen verletzt.

Schüsse bei Banküberfall in Berlin

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