Nicht „Putinversteher“, sondern Putin-/Russland- resp. Faschisten-Sympathisanten

Von Jürgen Fritz, Fr. 25. Mrz 2022, Titelbild: YouTube-Screenshot

Zur Semantik: „Putinversteher“ ist ein ganz schlechter Ausdruck. Deutlich besser ist: „Putin-/Russland-„ respektive Faschistensympathisant“. Hier die Explikation, Begründung und eine der beliebtesten Maschen der Faschistensympathisanten.

Etwas oder jemanden verstehen ist immer gut, Sympathie hegen aber ist etwas völlig anderes

Verstehen bedeutet: den Sinn von etwas erfassen; etwas begreifen, so etwa „einen Gedankengang oder einen Zusammenhang verstehen“.

Sympathie bedeutet: aufgrund einer gewissen Übereinstimmung, einer gewissen Affinität eine positive gefühlsmäßige Einstellung zu jemandem oder zu einer Sache haben, also beispielseweise: „Sympathie für jemanden empfinden“.

Den Freund zu verstehen, ist immer schön, vor allem für den Freund, wenn er sich verstanden fühlt, aber auch für einen selbst, weil das einen Zugang zu dem, den man mag oder liebt, verschafft. Das vertieft die innere Verbundenheit zwischen beiden, baut mithin Einsamkeit ab oder hilft, diese zu transzendieren.

Auch den Feind zu verstehen ist wichtig und gut, nicht um eine innere Verbundenheit aufzubauen, sondern um ihn besser ausrechnen und ihn damit leichter besiegen zu können, wenn man seine nächsten Schritte eher vorausahnen und ihnen entsprechend besser vorbereitet begegnen kann. Das Ziel des Feindverstehens ist also nicht eine innere Verbundenheit zu erzeugen, sondern die Siegchancen zu erhöhen, besser auf seine Angriffe gewappnet zu sein.

Sympathie für jemanden hegen ist aber etwas völlig anderes. Insbesondere Faschisten sollte man unbedingt so gut als möglich verstehen, um von ihnen nicht überrascht und überwältigt zu werden, um sie zu besiegen. Wer dagegen Sympathie für Faschisten hegt, bei dem stellt sich die Frage, was mit ihm grundsätzlich nicht stimmt.

Sehr beliebte Masche der Faschistensympathisanten

Eine der beliebtesten Strategien von Faschistensympathisanten ist die, zu versuchen, deren Bösartigkeit dadurch zu relativieren, abzuschwächen, einzuschränken oder gar vollkommen aufzuheben, indem das Negative von anderen – welches man natürlich immer findet, wenn man gezielt danach sucht, nobody is perfect – permanent hervorgehoben wird (Whataboutism), bei Aussparung der wesentlichen Unterschiede, bei Aussparung insbesondere des essentiellen Positiven, um so den Eindruck entstehen zu lassen, die anderen wären auch nicht besser als die Faschisten, alles stünde mithin auf einer Stufe und sei gleichwertig.

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