Flugzeugentführung durch Terroristen: Was tun, abschießen oder nicht?

(Jürgen Fritz, 18.03.2020) Ein Terrorist entführt ein Flugzeug und zwingt die Piloten auf ein vollbesetztes Fußballstadion zuzufliegen. In dem Flugzeug befinden sich 164 Menschen, in dem Stadion 70.000. Die Einsatzleitung lässt zwei Kampfjets aufsteigen. Sie versuchen Funk- und Sichtkontakt herzustellen, sehen einen Terroristen im Cockpit, wie er die Piloten mit einer Waffe bedroht. Funkkontakt kann keiner hergestellt werden. Dann versuchen sie, das Flugzeug abzudrängen, geben schließlich einen Warnschuss ab. Beides erfolglos. Die Passagiermaschine reagiert nicht. Minutenlang fliegen die beiden Kampfjets neben dem Airbus her. Das Passagierflugzeug leitet nun den Sinkflug ein und alles deutet darauf hin, dass es tatsächlich auf das vollbesetzte Stadion zusteuert.

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Immanuel Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

(Jürgen Fritz, 21.10.2019) „Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“ Mit diesem Satz beginnt, nach der Vorrede, der erste Abschnitt der 1785 erschienenen „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, Kants erster wichtigen Schrift rein zur Ethik, zur praktischen, zur Moralphilosophie. Was für ein guter Wille ist das aber, von dem Kant hier spricht? Was genau meint er damit?

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Warum Doppelmoral etwas Verwerfliches ist, Claudia Roth

(Jürgen Fritz, 21.10.2019) Eine Handlung ist dann moralisch vertretbar, wenn ich als Handelnder wollen kann, dass meine Maxime verallgemeinerbar ist, wenn ich wollen kann, dass alle handlungsfähigen Subjekte genau diese Maxime haben und sich an sie halten (z.B. „Ich versuche nicht, andere Menschen zu ächten, weil sie bestimmte Worte benutzen, die ich selbst auch gebrauche“ oder: „Ich sage nicht wissentlich die Unwahrheit, um anderen zu schaden“). So lautet das Schlüsselkriterium deontologischer Ethikansätze (griechisch: δέον = deon = das Erforderliche, das Gesollte, die Pflicht) und dies entspricht recht genau unserer ethischen Intuition. Wer dagegen eine Doppelmoral pflegt, an manche Menschen andere Kriterien anlegt als an andere, insbesondere sich selbst, der, Frau Roth, verliert seine Integrität.

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Grüne und „Klimaretter“ sind keine „Gesinnungsethiker“, sondern inverse Rassisten

(Jürgen Fritz, 22.09.2019) Immer wieder ist zu lesen, Gutmenschen, Grüne und „Klimaretter“ seien „Gesinnungsethiker“. Ich halte diese Rubrizierung für nicht richtig. Sie alle sind primär, übrigens genau wie Sozialisten und Nazis, Teleologen (aus griech.: télos = Ziel), natürlich mit sehr unterschiedlicher Zielsetzung. Sobald das verstanden ist, wird auch klar, warum all diese Ideologen oft bis zum Äußersten bereit sind, wenn es sein muss, nur um das jeweilige Ziel, das als höherwertig angesehen wird, zu erreichen. Für sie alle gilt nämlich der Grundsatz: Der Zweck heiligt die Mittel.

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Was macht ein gutes Leben, was einen guten Menschen aus?

(Jürgen Fritz, 27.06.2018) Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben, meinte der römische Kaiser, Philosoph und Stoiker Marcus Aurelius (121-180). Bisweilen befällt uns die Furcht, unser Leben nicht richtig zu führen. Ein jeder sehnt sich nach dem guten Leben, doch was genau bedeutet „ein gutes Leben“?

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