Liberale Demokratie statt Tyrannei der Mehrheit

(Jürgen Fritz, 27.02.2020) Jede Verfassung hat einen verbindlichen Kernbestand, der nicht in Frage gestellt werden darf und nicht verhandelbar ist. Dieser Kernbestand kann nicht vom Volk per Mehrheitsentscheid abgewählt werden. Und wer diesen Kernbestand durch seine Gesinnung (schon die Einstellung reicht aus) oder Handlungen ablehnt, macht sich selbst automatisch zum Verfassungsfeind. In der liberalen (freiheitlichen) Demokratie gehören dazu insbesondere die universalen Menschenrechte, die Volkssouveränität (Demokratieprinzip), die Gewaltenteilung und die Rechtsstaatlichkeit. Das Demokratieprinzip und die Menschenrechte können in einer liberalen Demokratie also nicht demokratisch abgeschafft werden und nicht jeder, der in freien Wahlen gewählt wurde, ist deswegen schon ein liberaler Demokrat.

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Praktischer Egoismus: Zuerst komme ich, dann ich und zuletzt ich

(Jürgen Fritz, 01.10.2019) Wenn sich jeder um sich selbst kümmert, ist für alle gesorgt, sagt der Volksmund. Doch ganz so einfach sind die Dinge natürlich nicht, was spätestens dann klar wird, wenn es zu Interessenkonflikten kommt. Denn dann würde offensichtlich schlicht das Recht des Stärkeren greifen, der eben mehr Durchsetzungskraft besäße, sich um seine Interessen zu kümmern. Was unterscheidet nun aber den Egoisten vom Egozentriker und was den praktischen vom theoretischen: vom logischen, psychologischen und ethischen Egoismus?

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Warum es keine Einheit in der Opposition geben kann

(Jürgen Fritz, 01.10.2019) Derzeit dominiert in der gesamten westlichen Welt der grüne, sozialistische oder sozialdemokratische Zeitgeist. Gegen diesen kann man aus zwei gänzlich verschiedenen Richtungen opponieren, die diametral so entgegengesetzt sind, dass es hier keine echte innere Verbindung gibt jenseits des einen Punktes, dass man diese autorassistischen Kräfte, welche die gesamte Gesellschaft im Griff haben und zu zerstören drohen, kategorisch ablehnt, das aber eben aus völlig unterschiedlichen Gründen.

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Ist es gut oder schlecht, Haltung zu zeigen?

(Jürgen Fritz, 15.07.2019) Haltung zeigen ist a priori sicherlich nichts Schlechtes, jedoch kommt es offensichtlich auf die jeweilige konkrete Ausformung derselben an. Viele Menschen haben die Haltung: „Zuerst sich möglichst in Übereinstimmung mit der jeweiligen Mehrheit festlegen, dann Fakten und Argumente zusammentragen, welche die eigene Haltung stützen, und alles ausblenden (ignorieren), was die eigene Position widerlegt oder schwächt, notfalls jeden, der so etwas vorträgt, mundtot machen, um nicht hören zu müssen, was der andere sagt, und auch kein anderer es hören oder lesen kann.“ Wie könnte dagegen eine redliche Haltung aussehen, die jenseits des Opportunismus und der Konformität angesiedelt ist?

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Der Weltbürger ist weder rechts noch links

(Stefan Groß) Am 9. Mai jährte sich der Todestag von Friedrich Schiller. Stefan Groß geht der Frage nach: Wofür würde der große Klassiker der deutschen Literatur, der Visionär, Idealist und Realist, der ästhethische Erzieher, der Kritiker des oberflächlichen Zeitgeistes, der Humanist und Staatsbürger Schiller heute eintreten?

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