Warum es keine Einheit in der Opposition geben kann

Von Jürgen Fritz, Di. 01. Okt 2019, Titelbild: Pixabay, CC0 Public Domain

Derzeit dominiert in der gesamten westlichen Welt der grüne, sozialistische oder sozialdemokratische Zeitgeist. Gegen diesen kann man aus zwei gänzlich verschiedenen Richtungen opponieren, die diametral so entgegengesetzt sind, dass es hier keine echte innere Verbindung gibt jenseits des einen Punktes, dass man diese autorassistischen Kräfte, welche die gesamte Gesellschaft im Griff haben und zu zerstören drohen, kategorisch ablehnt, das aber eben aus völlig unterschiedlichen Gründen.

Die Herrschaft der „Sozialdemokraten“ mit ihrem inversen Rassismus

Im Grunde haben wir bei uns in Deutschland mindestens fünf sozialdemokratische bis sozialistische Parteien: SPD, Linke, Grüne, CDU und CSU – plus eine, die sich selbst zunehmend überflüssig macht, weil sie fast nie klare Stellung bezieht und wenn doch, dann oft sogar ebenfalls antiliberal. Diese fünf sozialistischen oder sozialdemokratische Parteien sind zudem alle mehr oder weniger einem Auto- respektive einem inversen Rassismus anheim gefallen. Sie alle haben ein Ressentiment gegen die eigene Kultur, besonders gegen Weiße, Heterosexuelle, Männer, Christen, Reiche, US-Amerikaner, Juden etc. 

Dabei treten diese hegemonialen Kräfte mit einem moralischen Anspruch auf, der sich gegen all diese Mehrheits- oder überlegenen Gruppen richtet. Dagegen kann man nun also aus zwei gänzlich verschiedenen Richtungen opponieren, die diametral so entgegengesetzt sind, dass es hier keine echte innere Verbindung gibt jenseits des einen Punktes, dass man diese selbstzerstörerische dominanten Kräfte ablehnt.

Die Kritik an den hegemonialen Kräften erfolgt aus zwei gänzlich unterschiedlichen Richtungen

Denn die einen kritisieren diesen grünen Sozialismus quasi von unten. Sie lehnen die moralischen Forderungen der grünen Sozialisten ab nicht aus einer moralischen, sondern einer rein egoistischen Position, wollen quasi noch weniger Moral. Die anderen aber greifen die Position der hegemonialen Kräfte von oben an. Sie lehnen nicht moralische Ansprüche per se ab, im Gegenteil, sie kritisieren, dass diese invers rassistische Moral der grünen Sozialisten eine zu niedrige ist, die dem universalen Menschenrechtsdenken und dem (kulturellen, politischen und ökonomischen) Liberalismus widerspricht, ihm nicht gerecht wird, da diese Forderungen an alle gleichermaßen gehen müssen und zum Beispiel keine Menschen in Massen aufgenommen werden dürfen, die diese universale Moral der Menschenrechte ablehnen.

Auch dass niemand das Menschenrecht auf freie Rede genommen werden darf, nur weil einem nicht passt, was er sagt und wie er denkt, sei es noch so blöd. Die Verfolgung von Menschen, einfach nur weil sie die „falsche“ Auffassung haben, ist ein klarer Menschenrechtsverstoß. Ebenso die sozialistischen Enteignungsphanatasien, die es in der SPD (Kühnert) gibt, in der Linkspartei ohnehin und bei den Grünen inzwischen auch. All das lehnt die Opposition von oben ab, nicht weil es sich gegen einen selbst richtet, sondern weil es dem universalen Menschenrechtsdenken und dem Liberalismus (Freiheit für alle) widerspricht und weil es die freie, demokratische Gesellschaft zerstört.

Freiheits-, Bürger- und Menschenrechte versus Patriotismus (nationaler Egoismus) und Biologismus

Die Opposition von unten fordert aber keine universalen Menschenrechte für alle, dieses Konzept lehnt sie meist sogar ab, sie will meist nur Redefreiheit für sich (Egoismus) und bekämpft oft sogar abweichende Auffassungen im „eigenen Lager“ nicht mit Argumenten, sondern mit latenter Gewalt. Ihr geht es nicht selten oder gar primär um die eigene Nation (Patrioten), nicht um eine insgesamt freie, faire, gerechte Welt. Der geistige Horizont endet hier oft an der deutschen Staatsgrenze. Die nicht haltbare Moral der grünen Sozialisten soll durch mehr Egoismus bezogen aufs eigene Volk ersetzt werden, oft gepaart mit sozialistischen Gedanken, natürlich national-sozialistischen, nicht international-sozialistischen. Das heißt, wir sehen hier genauso antiliberale, menschenrechtsfeindliche Bestrebungen wie bei den grünen Sozialisten – nur die Stoßrichtung ist eine andere.

Die Opposition von oben dagegen fordert, dass die Freiheits-, Bürger- und Menschenrechte auch wirklich eingehalten werden und zwar allen gegenüber und von allen! – ohne Kulturrabatt. Vor allem aber, dass dieser Ansatz nicht instrumentalisiert und gegen die eigenen Staatsbürger in Anschlag gebracht wird (infames Agieren der grünen Sozialisten). Dass die eigene Kultur geschützt wird, aber nicht das Germanentum, nicht das Volk als Ethnie, nicht das Völkische, nicht das deutsche Blut (Biologismus), sondern die deutsche Verfassung, die freiheitlich-demokratische Grundordnung (Geistiges) und die Menschen, die das verinnerlicht haben und mit ihren Mitbürgern friedlich und in Freiheit (!) zusammen leben wollen. Dazu gehört auch Religionsfreiheit, mithin die Freiheit von Religion sowie das Recht auf abweichende Auffassungen.

Das Eigene schützen

Diese zwei Ansätze sind völlig verschieden und es mag sein, dass die Opposition von unten (die Biologisten und Patrioten) gerne die Opposition von oben (den Geist) bei sich hätten, der Geist möchte aber nicht die zu niedrige Moral der grünen Sozialisten durch eine noch niedrigere ersetzen. Er möchte vielmehr eine Verbesserung, eine Anhebung des Geistig-Moralischen. Er möchte, dass die universalen Freiheits-, Bürger- und Menschenrechte zunächst mal in Deutschland, wo wir unmittelbar zuständig sind, dann in Europa auch wirklich eingehalten und geschützt werden, geschützt im Innern und auch nach außen. Das aber bedeutet: Schutz vor einem Überrantwerden von solchen, die die liberale Gesellschaft gar nicht bejahen, sondern nur deren Früchte für sich einstreichen wollen.

Im dritten Schritt kann man dann daran arbeiten, die Freiheits-, Bürger- und Menschenrechte in der ganzen Welt zur Geltung zu bringen. Das aber wird, so realistisch muss man sein, ein langer, sehr langer Weg sein, einer nicht von Jahrzehnten, sondern von Jahrhunderten. Etwas anderes zu erwarten oder in Aussicht zu stellen, kann kaum anders als schwere Hybris bezeichnet werden. Zunächst aber will der Opponent von oben daher das Eigene schützen. Mit dem Eigenen meint er aber nicht das Blut, sondern den Geist und die Moral auf dem Stand, den Europa erreicht hat und der in unserer insgesamt vielleicht nicht perfekte, aber doch recht guten Verfassung niedergelegt ist, die von den grünen Sozialisten leider immer mehr ausgehöhlt und verzerrt wird. Dagegen gilt es zu opponieren, aber nicht von unten, sondern von oben.

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