Hoffnung, Emotionen und der Sinn des Lebens

(Jürgen Fritz, 19.03.2021) „Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung“, meinte Otto Ludwig in „Zwischen Himmel und Erde“. Was aber genau ist Hoffnung? Hoffnung ist zunächst einmal eine Emotion. Und zwar ist sie wie die Furcht oder Angst eine solche, die auf die Zukunft gerichtet ist, also eine Erwartungsemotion. Doch wie hängt die Hoffnung mit dem Sinn des Lebens zusammen?

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Philosophie der Angst

(Jürgen Fritz, 31.10.2020) Angst ist einer der besten Ratgeber, die es überhaupt gibt und jemals gab, während der Satz, in dem das Gegenteil behauptet wird, einer der dümmsten ist, die die letzten Jahre artikuliert wurden. Inwiefern? Eine Reflexion über diese essentielle Basis-Emotion.

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Worin die methodologische Autonomie der Geisteswissenschaften gründet

(Jürgen Fritz, 17.06.2020) Die Naturwissenschaften erforschen, wie der Name schon sagt, die Natur, also das Reich der Naturgesetze. Sie erklären einzelne Ereignisse anhand der entdeckten Gesetze und diese wiederum aus anderen, noch grundlegenderen Gesetzmäßigkeiten, aus denen sie die spezielleren logisch deduzieren. Was aber machen die Geisteswissenschaften, zum Beispiel die Sprach- und Literaturwissenschaften, die Geschichts- und Religionswissenschaften, die Kunstgeschichte und die Musikwissenschaft? Worin gründet ihre methodologische Autonomie?

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Angst und Vernunft: Die Kunst, sich richtig zu ängstigen

(Jürgen Fritz, 09.05.2020) Angst sei ein schlechter Ratgeber, meinen einige Törichte. In Wahrheit ist sie natürlich einer der besten Ratgeber, die es überhaupt gibt. Unter einer Bedingung: dass sie nicht von der Ratio, der Vernunft abgekoppelt ist. Dann aber gilt: „Angst ist für die Seele ebenso gesund wie ein Bad für den Körper“ (Maxim Gorki).

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Psychologie der Massen (I): Infantilität und Gefühle statt Verstand und Urteilsvermögen

(Annette Heinisch, 22.05.2019) So manchen von uns beschleicht ja ziemlich regelmäßig, meistens von montags bis sonntags, das Gefühl, ohne Gerichtsverfahren zu einer lebenslänglichen Haft in einem Käfig voller Narren verurteilt worden zu sein. Der Westen, dessen Markenzeichen und ursprüngliches Alleinstellungsmerkmal der Einsatz des Verstandes und der Vernunft war, scheint – in einen Wirrwarr unausgegorener Gefühle verwickelt – Selbstmord auf Raten zu begehen. Sinnbild dieser infantilen, vernunftfreien Zeit ist Greta, ein pubertierendes Mädchen, das dazu aufruft, in Panik zu verfallen und dementsprechend zu handeln. Sie wird dafür gefeiert. Doch was steckt hinter dem Ganzen und wie konnte es so weit kommen? Annette Heinisch geht den Dingen auf den Grund und gräbt dabei tief. Sehr tief.

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Der Massenmensch

(Jürgen Fritz, 07.02.2019) Der Massenmensch lebt ganz im Gefühl. Die Welt der Gedanken bleibt ihm weitgehend fremd. Die Rute auf seiner Haut kann er unmittelbar spüren, ebenso eine Umarmung oder wenn ihm jemand über den Kopf streicht. Auch wenn ihm andere Beifall klatschen oder aber ihn ausbuhen, schneiden, ignorieren. All das kann er direkt fühlen.

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Das Herz ist im Kopf

(Jürgen Fritz, 08.08.2018) Verletzliche Schönheit berühre das Herz, schrieb die deutsche Lyrikerin Else Pannek (1932 – 2010). Stilles Vertrauen heile das Herz, meinte der deutsche Lyriker, Dramatiker und Übersetzer Friedrich Wilhelm Gotter (1746 – 1797). Und Victor Marie Hugo (1802 – 1885), der berühmte französische Schriftsteller, war sicher: „Reine Liebe dehnt das Herz“. Irgendwie verstehen wir all dies sofort intuitiv. Doch was ist hier jeweils mit „Herz“ gemeint und sitzt dies Gemeinte wirklich in der Brust?

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