Wahrheit oder Gefühl – Wie die Herrschaftsverhältnisse sich immer weiter verschieben

(Jürgen Fritz, 13.07.2021) Die meisten Menschen interessiert nicht so sehr, was der Fall ist, sondern sie interessiert vor allem und zuallererst, welche Vorstellungen ihnen angenehm sind, welche ihnen in irgendeiner Weise wohltun und Vorteile verschaffen. Wahrheiten, die dieses Kriterium erfüllen, sind willkommen, die anderen nicht, genauso wie Unwahrheiten einmal willkommen sind, das andere mal nicht, gemessen an dem gleichen Kriterium.

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Die Schlüsselfrage in der Migrationsproblematik, die keiner stellt

(Jürgen Fritz, 28.06.2021) Die in der Migrationsproblematik entscheidende Frage wird quasi von keinem gestellt: Ist derjenige, der Einlass begehrt und in die Gemeinschaft aufgenommen werden will, die ihm seine Menschenrechte zugesteht und achtet, die ihm ein Maß an Sicherheit bietet, wie er das noch nie erleben durfte und wie er das natürlich auch gerne hätte, die ihm auch ungeahnte ökonomische Aussichten bietet, welche zum Großteil überhaupt nur …

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Ethik: ein Überblick

(Jürgen Fritz, 21.06.2021) Ethik oder Moralphilosophie könnte man umschreiben als die rationale, kritische Überprüfung der Legitimität von moralischen Geltungsansprüchen. Sie ist mithin die Wissenschaft, welche als Untersuchungsgegenstand die Moral hat, ähnlich wie die Rechtsphilosophie das Recht oder die Religionsphilosophie die Religion. Hier ein erster Überblick über die Bereiche der Ethik.

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Zum Evidenzbegriff

(Jürgen Fritz, 08.06.2021) Was versteht man eigentlich unter Evidenz? In jüngerer Zeit hat sich in bestimmten Wissenschaftszweigen eine andere, teils gegensätzliche Wortbedeutung als traditionell in der Philosophie etabliert: In Medizin, Pharmazie und Wissenschaftstheorie wird unter Evidenz der empirische Nachweis für einen Sachverhalt oder eine Behauptung verstanden. In der Philosophie bezeichnet Evidenz dagegen klassischerweise etwas anderes.

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Gleichberechtigung – Gleichwertigkeit – Gleichstellung

(Jürgen Fritz, 29.05.2021) Gleichberechtigung, gleich wertvoll (Gleichwertigkeit) und Gleichstellung sind drei verschiedene Dinge, drei verschiedene Begriffe. Altlinke, denen wir die Errungenschaften der Aufklärung, die universalen Menschenrechte, die freiheitliche Demokratie, die Abschaffung der Ständegesellschaft mit ihren privilegierten Ständen (Klerus und Adel), das weltweite Verbot der Sklaverei und vieles mehr zu verdanken haben, kämpften für Gleichberechtigung.

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Der erzwungene Kuss

(Jürgen Fritz, 25.05.2021) … der nicht einfach so flüchtig dahingeküsst wird, sondern der, in dem etwas aufblitzt, in dem etwas zum Ausdruck kommt, in dem etwas sich Gestalt verschafft, in dem etwas berührt wird, was seinen Grund in der Tiefe hat. Dies hat übrigens durchaus mit Philosophie zu tun, denn ein Kuss wie dieser hier zieht uns ganz tief in eine andere ontologische Dimension, die unserer Gefühle, unserer Innenwelt.

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Genderismus ist eine Form des grundgesetzwidrigen Sexismus

(Jürgen Fritz, 25.05.2021) Wer sich des Gendersprech bedient, sieht die einzelne Person nicht primär als Mensch, als Teil einer Gattung, als Teil der Menschheit, sondern als Teil einer Geschlechtergruppe. Er verdreht mithin das Essentielle (Mensch-sein) und das Akzidentelle (Geschlecht). Das tun die Genderisten natürlich nicht einfach so, sondern sie verfolgen damit ein ganz bestimmtes Ziel und zwar ein grundgesetzwidriges. Sie führen nichts geringeres als einen Kulturkrieg.

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Der Judenhass der Neuen Linken

(Jürgen Fritz, 15.05.2021) Mit den Juden sind die Neuen Linken, Linksradikale und Linksextremisten solange solidarisch, solange die sich von anderen malträtieren, unterdrücken, vertreiben oder gar umbringen lassen, solange sie arme Opfer sind. Sobald sie aber ihr Schicksal und ihre Verteidigung gegen solche, die ihnen nichts Gutes wollen, um es mehr als vorsichtig zu formulieren, selbst in die Hand nehmen und sich dabei auch noch als überlegen erweisen, sieht die Sache gleich anders aus.

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Inverser Rassismus und Menschenrechtsfeindlichkeit der Neuen Linken

(Jürgen Fritz, 08.05.2021) „Noch immer verstehen wir Menschenrechte nicht universell – unabhängig von Einkommen, Hautfarbe, Bildungsgrad, Geschlecht, Wohnort, Religion und politischer Haltung“, meint die Autorin Katharina Döbler. Was stattdessen geschehe – und zwar mit nahezu religiöser Inbrunst – sei eher eine Art Ent-Universalisierung über verschiedene Identitätspolitiken. Und damit trifft Döbler den Nagel auf den Kopf. Eine Analyse, was genau hier geschieht.

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Differenzen bestehen weniger im Wünschen bzgl. des Sein-sollens als vielmehr im Meinen über das Sein der Welt

(Jürgen Fritz, 07.05.2021) Wie bereits dargelegt, können Menschen zwei ganz unterschiedliche geistige Beziehungen zur Welt einnehmen und tun dies auch permanent: Zum einen glauben oder meinen sie, dass etwas der Fall ist, zum andern wünschen sie, dass etwas der Fall sein sollte. Damit stellt sich die Frage, in welchem dieser zwei Bereiche primär die großen Unterschiede zu finden sind, die wir in all den differierenden Weltanschauungen gegenwärtigen.

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Philosophische Bemerkung zur Gleichheit

(Jürgen Fritz, 05.05.2021) Fürs Erste wäre schon einmal viel gewonnen, wenn in der Breite verstanden würde, dass „sind gleich“ kein zwei-, sondern ein dreistelliger Prädikator ist, der drei Nominatoren erfordert, und Sätze wie „A und B sind gleich“ oder „Alle Menschen sind gleich“ daher ohne Sinn, sprich nicht wahrheitsfähig sind, ebenso wie ein Satz der Gestalt „42 ist größer“ ohne Sinngehalt ist.

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Die zwei geistigen Beziehungen zur Welt: Meinen und Wünschen

(Jürgen Fritz, 01.05.2021) Philosophie wird traditionell unterteilt in zwei große Bereiche: theoretische und praktische Philosophie. Diese sehr sinnvolle Unterteilung hat eine tiefere Bewandtnis. Sie ist darin begründet und fundiert, dass wir zwei ganz unterschiedliche geistige Beziehungen zur Welt einnehmen können und dies auch permanent tun: dem Glauben oder Meinen, dass etwas der Fall ist, und dem Wünschen, dass etwas der Fall sein sollte.

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Ludwig Wittgenstein, das Jahrhundertgenie, oder: Manchmal reicht ein einziger Satz

(Jürgen Fritz, 30.04.2021) Vor 70 Jahren, am 29. April 1951, verstarb er im Alter von 62 Jahren an Krebs. Da er es ablehnte, ins Krankenhaus zu gehen, verlebte er die letzten Wochen im Hause seines Arztes, der ihn bei sich aufgenommen hatte. Als dessen Frau ihm am Tag vor seinem Tod mitteilte, seine englischen Freunde würden ihn am nächsten Tag besuchen, soll er geantwortet haben: „Sagen Sie ihnen, dass ich ein wundervolles Leben gehabt habe.“ Wie alles begann: Mit einem einzigen Satz.

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Warum Minus mal Minus Plus ergibt – Ein Ausflug in die Philosophie der Mathematik

(Jürgen Fritz, 29.03.2021) Eine Vorzeichenregel besagt, dass nicht nur Plus mal Plus, sondern auch Minus mal Minus Plus ergibt. Warum aber ist dem so? Dazu gibt es mehrere Erklärungen, insbesondere eine rein formal-logische, aber auch anschauliche. An diesem Beispiel soll das Wesen der Mathematik, ihr Verhältnis zur Wirklichkeit (Realität) und damit auch der mathematische Wahrheitsbegriff philosophisch beleuchtet werden.

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Philosophie der Mathematik als Teil der theoretischen Philosophie

(Jürgen Fritz, 29.03.2021) Existieren die mathematischen Gegenstände wirklich, unabhängig von uns, werden mithin entdeckt, oder werden sie von uns konstruiert und existieren ausschließlich in unserem Geist? Oder muss man die Mathematik gar rein als ein formales System ansehen, in dem einfach Zeichen nach syntaktischen Regeln bearbeitet werden, ohne jede Bedeutung (Semantik)? Wie kommt es dann, dass Mathematik „auf die Gegenstände der Wirklichkeit so vortrefflich passt“ (Albert Einstein)?

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