Achtung, satirische Eilmeldung! Merkel gewährt Gareth Bale Asyl

Von Jürgen Fritz, Do. 7. Jul 2016

Gareth Bale ist in der Nacht nach dem Ausscheiden von Wales gegen Portugal bei der Fußball-EM geflüchtet und will nicht in sein Heimatland zurückkehren, welches sich kürzlich erst für einen EU-Austritt (Brexit) entschieden hat. Wird Deutschland ihm Asyl gewähren?

Bale entscheidet sich für Deutschland als Fluchtziel

Deutschland hat seinen Flüchtlingsstatus bereits in einem Ad-hoc-Verfahren anerkannt und Angela Merkel hat angeordnet, dass er nicht wie sonst üblich erst in ein Aufnahmelager muss, sondern in einem Blitzverfahren innerhalb von 12 Stunden eingebürgert wird, so dass er ab sofort für Deutschland stürmen kann.

Bale schoss im laufenden Turnier bereits drei Tore für Wales und könnte so doch noch EM-Torschützenkönig werden. Es soll kurz überlegt haben, mit welcher Mannschaft er bessere Aussichten hätte, ins Finale einzuziehen, wo er dann noch ein Tor schießen könnte, und habe sich dann nach Sichtung der Wettquoten für Deutschland als Fluchtziel entschieden.

Ein Geschöpf Gottes, nur das zählt für einen Christenmenschen

Die Kanzlerin betonte, dass ihre Entscheidung rein aus humanitären Gründen erfolgte. Dies habe nichts mit egoistischen Motiven zu tun oder gar mit Berechnung. Erste Vorwürfe, nachdem es mit dem Friedensnobelpreis doch nicht geklappt hätte, würde sie jetzt alles versuchen, um über den Gewinn des EM-Titels Pluspunkte für ihre Wiederwahl nächstes Jahr zu sammeln, weist die Kanzlerin streng zurück. Das sei völliger Unfug, sie folge bei dieser Entscheidung einem humanitären Imperativ.

Bei der Aufnahme Bales hätten ausschließlich (!) humanitäre Aspekte eine Rolle gespielt. Man hätte doch den armen Mann, der sich gestern noch so angestrengt habe, jetzt nicht im Stich lassen können. Außerdem brauche Deutschland Zuwanderung und die Staaten werden sowieso bald aufgelöst. Nationales Denken sei völlig überholt. Bale sei ein Europäer, ja, er sei ein Mensch, ein Geschöpf Gottes. Nur das zähle für einen Christenmenschen.

Löws humanitäres Lächeln

Somit könne er auch heute Abend in dem schweren Spiel gegen den Gastgeber Frankreich für uns spielen. Abschottung wäre auch hier keine Lösung. Ihre Entscheidung war und ist, das hat Merkel explizit betont, alternativlos.

Joachim Löw wollte sich zu der Blitzeinbürgerung, die ihm nach dem Ausfall von Gomez wohl nicht ungelegen kommt, vorerst nicht äußern. Einige Reporter wollten aber gesehen haben, dass ein kurzes, verschmitztes – natürlich sehr humanitäres! – Lächeln über seine Lippen huschte.

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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