Vor einem Jahr schmiss Sigmar Gabriel als SPD-Vorsitzender hin – Was steckte dahinter?

Von Jürgen Fritz

Als wären die Genossen der damals 21 Prozent-Partei nicht genug gebeutelt, kam es im Januar 2017 noch härter. Heute vor einem Jahr gab Sigmar Gabriel bekannt, sowohl von seiner potentiellen SPD-Kanzlerkandidatur zurückzutreten als auch vom Parteivorsitz. Außerdem gab er zu erkennen, dass er sein Amt als Bundeswirtschaftsminister abgeben wolle. Hatte Gabriel die vollkommene Aussichtslosigkeit einer SPD-Kanzlerkandidatur erkannt und überließ es Martin Schulz, das sich abzeichnende schlechteste SPD-Ergebnis aller Zeiten einzufahren, oder was steckte dahinter?

Der Schulabbrecher und „Menschenrechtsspezialist“ musste ran

Für viele kam Gabriels Rücktritt vom SPD-Vorsitz und von der potentiellen Kanzlerkandidatur durchaus überraschend heute vor einem Jahr. Was hatte er sich dabei gedacht? Klar war schon damals, dass er das Amt des Außenministers von Steinmeier übernehmen wollte, der von Merkel (CDU-Vorsitzende), Seehofer (CSU-Vorsitzender) und ihm selbst (SPD-Vorsitzender) zum neuen Bundespräsidenten auserkoren worden war. Dieses Amt des Außenministers, so war schon vor einem Jahr zu vermuten, würde Gabriel im Falle einer weiteren GroKo dann wohl gerne behalten.

Nun musste also der Buchhändler ohne Abi ran – er wurde auf Grund seiner Leistungen nicht mal zur Abiturprüfung zugelassen. Solch hochwertigen schulischen und beruflichen Qualifikationen bei ihrem Spitzenpersonal kennt man sonst eher von den Grünen. Schulz war ehemals Bürgermeister von Würselen und seit 1994 EU-Politiker.

Die Sozialdemokraten hatten damit beschlossen, voll auf ihren EU-Mann zu setzen, lässt dieser doch was die (illegale) Massenimmigration nach Deutschland anbelangt, Angela  Merkel ganz locker um Längen hinter sich. Noch im Juni 2016 versuchte er, den Menschen einzureden:

„Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.“

Wir gehen davon aus, dass dem neuen SPD-Chef damals wie heute folgende Zahlen und Fakten nicht bekannt sein dürften. Auch von all diesen goldigen Verbrechen und Anschlägen dürfte er wohl nichts wissen respektive über die für Politiker durchaus nützliche Fähigkeit verfügen, gezielt vergessen zu können.

Schulz gilt auch als einer der weltweit größten „Menschenrechtsspezialisten“. Als EU-Parlamentspräsident war er der erste europäische Spitzenpolitiker, der nach dem gescheiterten Putsch in die Türkei reiste und „den türkischen Bürgern die Ehre erwies“, die den Putschversuch gegen Erdogan niederwarfen. Dass die Putschisten Erdogans Umbau der Türkei in eine Präsidialrepublik respektive in ein neues Kalifat verhindern wollten, dass sie die Islamisierung des Landes stoppen und das Erbe des Staatsgründers Atatürk retten wollten, all das schien Martin Schulz nicht zu interessieren.

Ob dem „Menschenrechtsspezialisten“ entgangen war oder einfach nicht ins politische Kalkül passte, dass die Putschisten von dem durch Schulz „geehrten Volk“ teilweise auf offener Straße schwer misshandelt, (halb) totgeschlagen und enthauptet wurden, sei dahingestellt.

Bald hat unser Bier mehr Prozente als die SPD

Böse Zungen spotten bereits vor einem Jahr, Ziel der SPD sei es nunmehr offensichtlich, wenn nach oben gar nichts geht, dann wenigstens erstmals die 18 Prozent-Marke nach unten zu durchbrechen. Das habe noch kein Sozi geschafft. Die SPD lag im Januar 2017 in sämtlichen Umfragen (Emnid, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen, GMS, Infratest dimap, INSA, Ipsos und Civey) bei 20 bis 21, maximal 22 Prozent. Das deutsche Volk, das politisch gemeinhin als extrem träge und wenig mutig gilt, schien nun immer mehr zurückzuschlagen und sich die Politik gegen die eigenen Staatsbürger nicht länger gefallen lassen zu wollen.

Martin Schulz, dem man nachsagt, dass er es mit Zahlen und Rechnen nicht so hat und der von Rot-Rot-Grün und der eigenen Kanzlerschaft zu träumen schien, hatte wahrscheinlich niemand gesagt, dass SPD + Linke + Grüne zusammen bei allen Instituten auf maximal 38 bis 41 Prozent kamen und das von 50 Prozent weit entfernt ist. Vermutlich wollten die Genossen den armen Mann erst nach der Wahl über solche Details aufklären. Bei dieser landete die SPD dann bei 20,5 Prozent – das schlechteste Ergebnis, das die SPD in der Nachkriegsgeschichte je erzielte – und Rot-Rot-Grün kamen zusammen auf 38,6 Prozent.

Inzwischen listen Forsa und INSA in ihren aktuellen Umfragen die SPD bei 17 bis 18 Prozent. Den Niedergang der SPD hat Schulz also nicht gestoppt – ganz im Gegenteil, wohl eher noch forciert. Insofern dürfte der Schachzug von Sigmar Gabriel, Schulz ran zu lassen, für ihn selbst ein taktisch durchaus raffinierter gewesen sein, denn nun kann man dieses Desaster nicht ihm anlasten.

Unter Willy Brandt und Helmut Schmidt erzielte die SPD, mit der die heutige wohl kaum noch etwas zu tun hat, einst Wahlergebnisse von bis zu 43 bzw. bis zu 46 Prozent. Einige witzelten schon vor einem Jahr: Bald hat unser Bier mehr Prozente als die SPD. Ein Jahr später lässt sich konstatieren: Sie könnten durchaus Recht behalten. Vieles deutet darauf hin, dass es aber jetzt Richtung 10 Prozent geht, denn immer mehr Menschen empfinden die ehemalige Arbeiterpartei als die Volksverräter Nr. 1.

*

Titelbild: Youtube-Screenshot

**

Spendenbitte: Wenn Sie diesen Blog – vollkommen unabhängig und völlig werbefrei – und meine Arbeit wichtig finden und finanziell unterstützen möchten, dann können Sie entweder einmalig oder regelmäßig einen Betrag Ihrer Wahl auf das folgende Konto überweisen.

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Spende für Blog. Oder über PayPal  5 EUR – 10 EUR – 20 EUR – 30 EUR – 50 EUR

9 thoughts on “Vor einem Jahr schmiss Sigmar Gabriel als SPD-Vorsitzender hin – Was steckte dahinter?

  1. R. Wehpunkt

    Vielen Dank, der Artikel beschreibt sehr gut zwei der erbärmlichsten Figuren, welche die SPD anführen.

    Von den SPD-affinen Menschen, die ich kenne -einer davon ist Mitglied- kann es keiner fassen, dass die Führung mit allen Mitteln wieder eine GroKo betreibt. Hinter den Kulissen rumort es zwar, doch steht die Basis nicht auf und kämpft offen gegen den Wahnsinn.

    Irgendwie erinnert mich das an den Zustand in Deutschland: zwar wählen 85% der Bürger eine der Parteien des Merkel-Regimes, doch ganz sicher stehen sie nicht wirklich hinter dieser Politik, geschweige denn, dass sie aufstehen und wie 1989 auf die Strasse gehen und die Rechtsbrecher aus den feisten Sesseln fegen.

    Die Schweigespirale und der Gesinnungsdruck des Merkel-Regimes funktionieren hervorragend. Man spricht es nicht aus, traut sich nicht, denn natürlich will der Deutsche keine Millionen von Moslems hier haben und schon gar nicht sie ernähren müssen, von den Gewalttaten ganz abgesehen; er will auch nicht hunderte von Milliarden € Steuergelder nach Griechenland bzw. in Euro-Bonds pumpen, niemand kauft E-Autos, der lächerliche Gender-Wahn über den jeder den Kopf schüttelt etc. – Alles, was diese ideologischen Rattenfänger der Political Correctness so fanatisch anpreisen, findet keine wirkliche Zustimmung, nur unterwirft sich der obrigkeitshörige Deutsche dem kollektiven Druck, schweigt und wählt diese Verbrecher sogar immer wieder aus Angst vor Veränderung.

    Gefällt 1 Person

  2. bibinka

    Eigentlich ist es doch logisch! Da will jemand etwas durchsetzen, was „nicht wirklich gut ist“, also, wen hole ich mir da?
    Den dümmsten Dackel den ich finden kann.
    Daß diese graue(widerliche) Eminenz so handelt, ist nachvollziehbar. Denn die sind (leider) etwas klüger.
    Wer sind diese Drahtzieher? Wer sind sind diese widerlichen Gestalten, die zum Beispiel den Irak bei der UN für Menschenrechte einsetzt? Wie beknackt muß man sein, oder wie abgrundtief böse und verrottet muß man sein.
    Auch unsere Politmarionetten sind nur Figuren die auf diesem Schachbrett hin und her geschoben werden.
    Der einzige Vorteil ist , dass die sich keinen „Kopp“ machen müssen, wenn mal wieder Winterstiefel nötig sind, oder am 25 .ten das Geld alle ist und man nicht weiß wie man was zu Essen bekommt.
    100000ende haben keinen Strom, weil sie die explodierenden Kosten nicht mehr bezahlen können, und die Konzerne stopfen sich die Taschen voll.
    Gerade was den Strom angeht, ist es wirklich nicht mehr zu fassen.
    Der Kunde zahlt für etwas, damit es nicht benutzt wird.
    Alle machen sich darüber lustig, bei extra3 , heuteshow und so weiter, aber ALLE wählen weiterhin diese Verbrecher!
    Da frage ich mich doch tatsächlich: Wieviele der Deutschen sind „auch nicht zum Abitur zugelassen“, oder haben ihr Gehirn an der Garderobe abgegeben, und vergessen!
    Am Sonntag ist eine Demo gegen Gewalt in Kandel(leider zu weit weg), und es sind Gegendemos angemeldet!
    Wenn jemand gegen jemanden demonstriert der gegen Gewalt ist, dann ist er automatisch FÜR Gewalt!
    Übrigens wäre es gut, wenn die Demos FÜR etwas sind. Für den Frieden, für die Freiheit, für die Unversetheit usw. Es ist immer besser für das zu „kämpfen“ was man will, als gegen das was man nicht will.
    Also versuchen wir weiterhin FÜR den Erhalt unserer friedlichen Welt zu „kämpfen“,dafür, dass unsere Kinder und Frauen sicher sind, und auch unsere Männer. Beten wir dafür, dass wir eine Regierung bekommen, die nur das Beste für das deutsche Volk im Sinn hat!
    Beten wir für unser Glück!
    Mit diesem Gedanken fühlt man sich doch gleich viel besser!
    Möge die Macht mit uns sein!
    Amen!

    Gefällt 2 Personen

  3. truckeropa66

    Wer steckt dahinter???

    Nun ich würde sagen, das sind Menschen die nur ihrenbReichtumnsegen, die die von dem schnöden Mamon nie genug bekommen. Leute die als jugendliche, nur Sohn oder Tochter waren. Die die nie erlebt haben was es heißt, wenn jemand den letzten Euro zig mal rumdrehen muss.
    Man hört viel, und wenn von dem vielen nur ein Teil der Wahrheit entspricht ergibt das ein Bild. Ein erschreckendes Bild!

    Gefällt 2 Personen

  4. Margo Wolf

    „Wertvoller als Gold!“. In meinem Alltag erlebe ich nichts Gutes. Tut mir leid, das sagen zu müssen. Es sind meine alltäglichen Erfahrungen. Martin Schulz scheint sich in einer anderen Welt zu bewegen. Gestern im Bus: „Fuck you off“, sagte ein Flüchtling zu einem jungen deutschen Mann. Dieser meinte in annehmbaren Akzentenglisch: „Oh, I didn’t mean anything bad. Please keep calm!“ Die Antwort: „I will kill you!“. Dies mit der entsprechenden Gestik. Alle Fahrgäste schienen erschrocken und geschockt.
    Wer sich in dieser gewöhnlichen Welt bewegt, sammelt viele solcher Beispiele.

    Gefällt 1 Person

  5. Pingback: KOPP-Report – website-marketing24dotcom

  6. Pingback: kilometerlange Zeltreihen der Obdachlosen | inge09

  7. Pingback: Vor einem Jahr schmiss Sigmar Gabriel als SPD-Vorsitzender hin – Was steckte dahinter? – Leserbriefe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s