Mordaufruf durch einen KiKA-Moderator?

Ein Gastbeitrag von David Berger

Die Skandale um den „Kinderkanal“ wollen nicht abreißen. Nun ist der Tweet eines KiKA-Moderators bekannt geworden, in welchem dieser indirekt zur Tötung von Rechten („Nazis“) auffordert.

„David, das Schlitzohr“ – der Neue vom Kinderkanal

David Friedrich heißt der junge Mann und auf seiner Web-Präsenz, die sich auf ein Bild von ihm beschränkt, nennt er sich Slam Poet und Moderator. Als solcher arbeitet er beim Kinderkanal. Passt auch irgendwie: Wowereit-nah, prenzelberg-nett, bisschen genderfluid ungefährlich wirkt der Poet auf mich – sozusagen das Gegenstück zu Diaa, dem anderen KiKA-Star. Perfekt für die jugendlichen ZuschauerInnen, die es noch nicht ganz so rau mögen.

Mit der Nettigkeit ist aber ganz schnell Schluss, wenn es um den in ganz Deutschland ausgebrochenen Bürgerkrieg gegen die „Nazis“ geht. „Nazis“ das ist inzwischen ja längst zu dem den Nationalsozialismus und Holocaust verharmlosenden Begriff für alle Nicht-Linken geworden. In diesem Kampf gegen „Nazis“ wird der weichspülende, kinderfreundliche Poet auf einmal zum erbarmungslosen Kämpfer. Nachdem er auf Twitter – im Kontext als ironisch zu kennzeichnenden Ton – zunächst bemerkt:

„Hass und Gewalt helfen nie.“

Legt er – weiterhin im Kindergartensprachduktus bleibend – nach:

„Nazis zum Beispiel. Die muss man einfach nur ganz fest umarmen. Ganz lang. Und ganz fest. Bis sie nicht mehr atmen.“

Versehen ist der vom Autor vermutlich für cool gehaltene Spruch mit dem Hashtag #quoteoftheday. Wenn der KiKA- und Slam-Star spricht, wird das natürlich gleich zum Twitter-Zitat des Monats.

Nazis drücken

Hier geht es direkt zu diesem Twittereintrag von David Friedrich.

Mordaufruf, der weder strafrechtlich geahndet noch von Twitter gelöscht wird?

Der KiKA-Stil, in dem die Sätze gehalten sind, kann letztlich nicht verdecken, worum es hier geht: Der Tweet kommt in der gegenwärtigen Linksstaat-Stimmung einem Mordaufruf nahe – und zwar an allen, die nicht links ticken.

Wobei der hier ins Auge gefasste Mord nicht – wie bei den speziellen Freunden Diaas – mit gezücktem Messer stattfindet, sondern eher an den Judaskuss oder das Linkische der Mordaktionen von Kaisergattinen im alten Rom erinnert.

„Was meint da zu die @PolizeiHamburg – Ist so was für Sie okay?“ wurde dazu auf Twitter gefragt. Die antwortete umgehend: „Wir haben Ihren Hinweis an die Kriminalpolizei zur Prüfung weitergeleitet. Bitte nutzen Sie in Zukunft für Hinweise & Strafanzeigen die Online-Wache (statt Twitter).“

Es ist davon auszugehen, dass solche Aussagen für unsere Staatsanwaltschaften unter die Kunstfreiheit fallen, so wie anscheinend auch andere Aufrufe zu kriminellen Handlungen.

Von der GEZ-Zwangsgebühr alimentiert

Ein andererer Kommentator auf Twitter dazu:

„Ich möchte nicht, daß @ARDde und @ZDF einen #KiKA Moderator mit Mordphantasien mit meiner #GEZ Gebühr bezahlt … Dazu will ich eine Stellungnahme des @ZDF und der @ARDde haben. Wenn die nicht erfolgt, gibt’s ne Beschwerde und ich informiere meinen Abgeordneten des Bundestages zu dem Fall.“

Und ein anderer stellt kurz, aber lapidar fest:

„KiKA scheint eine ideologische Jauchegrube zu sein…“

Dem wird man – nach den Erfahrungen der letzten Wochen – kaum sinnvoll widersprechen können. Außer dass es auf diese Weise weite Teile unserer Gesellschaft in freilich etwas extremer Form widerspiegelt.

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Dieser Artikel erschien heute auf Philosophia perennis und erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des sehr geschätzten Autors und Blogbetreibers David Berger.

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Zum Autor: David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch Der heilige Schein über seine Arbeit im Vatikan als homosexueller Mann. Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Homomagazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritk. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die ZeitJunge Freiheit, The European). Seine Bibliographie wissenschaftlicher Schriften umfasst ca. 1.000 Titel.

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Titelbild: Youtube-Screenshot

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19 Antworten auf „Mordaufruf durch einen KiKA-Moderator?

  1. unprogrammierter

    Ja so lange es die Nazis sind ist das in Merkelstan big ok. … und wie schnell einer als Nazi etiketiert ist und ohne weitere Prüfung als Original durchgeht, ist auch interessant.
    „Die Faschisten der Gegenwart nennen sich Antifaschisten!“

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  2. Margo Wolf

    Na, das ist ja ein schöner Poet! Poesie ist etwas Schönes und Friedliches. Dieser Mensch muss ganz schnell weg von seiner Medienpräsenz!

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  4. Pedro Geistig Sittliches Wesen

    …das kommt davon, wenn man OHNE Frontalllappen geboren wird und es keinerlei Hirnwindungen gibt, wo nix haften kann! Solch Individuen beschäftigt nicht nur KIKA – die gibt’s zuhauf, aller Feindmächtezugehörigen Medienh*ren! Wer denen auch noch ihre Renten/Pensionen be-zahlt (GEZ) ist schön blöd bis ultimativ blöd!

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  5. Surgeon100

    Warum sieht er nur selbst aus wie ein Nazi mit seiner Frisur ?? Ich glaube eher, Adolf hätte Freude an solchen gehabt !
    Zudem ist er selbst der ! Nazi, denn genau das haben die Nazis getan:
    Hass und Mord wie Mordaufruf an Andersdenkenden, und besonders an denen, die noch Werte haben und hatten !
    Damit ist er ! der Nazi, und genau das drückt ja auch sein Tweet aus !

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  7. lotzejong

    Wie gut, dass wir ebenso wie unsere Vorfahren alle keine Nazis waren oder sind. Warum brauchen dann Gutmenschen dieses showhafte Getue?
    Das ‚leidige‘ daran ist unser unreflektierter Umgang, der das Selbstbild und Aussenbild dabei mehr im Auge hat, anstatt das Hauptthema selbst. #Metoo und keiner will’s merken.

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  8. Gela-X

    Besonders übel ist es, daß er mit der Freundlichkeit und der Liebe zur Welt und den Menschen, die Kinder in der Zeit vor der Pubertät in sich tragen, derartig spielt und ins Gegenteil verkehrt:

    Umarmen bis der Tod eintritt!

    Perverser geht es kaum.
    Wenn ja, dann habe ich vollstes Vertrauen in KiKA, daß sie das auch noch toppen.

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