Es hat sich ausgeschulzt – Das Schmierentheater von Schulz ist zu Ende

Ein Gastbeitrag von Jörg Meuthen

Martin Schulz hat beste Chancen, in die Geschichtsbücher einzugehen – aber nicht so wie er sich das wohl vorstellt, nämlich als größter Europapolitiker und zugleich hellstes Licht am sozialdemokratischen Firmament. Nein, die Bewertung seiner „Leistungen“ wird eine andere sein. Er wird dereinst bekannt sein als schlimmster und zugleich skrupellosester Wortbrecher der deutschen Nachkriegspolitik, als fanatischster Deutschlandabschaffer und zugleich als Totengräber der SPD. Das muss diesem Mann erst mal einer nachmachen.

Schulzens drei Wortbrüche

Unsere Bürgerpartei hat aufgrund des üblen Verhaltens dieser Figur auf EU-Ebene, insbesondere als Präsident des Europaparlaments, schon frühzeitig darauf hingewiesen, was mit der Nominierung dieses 100-Prozent-Mannes („Kim Jong Schulz“) auf unser Land zukommt – und alles hat sich bewahrheitet. Neu hingegen ist die Erkenntnis, dass dieser Mann nun auch seine eigene Partei zugrunde richtet. Er tut dies aus persönlichem Machtstreben und – so viel darf vermutet werden bei einem Menschen, der die Dreistigkeit besaß, sich für JEDEN der 365 Tage im Jahr eine steuerfreie Sitzungspauschale auszahlen zu lassen – auch aus finanzieller Unersättlichkeit.

Und dass er seine Partei ins Chaos stürzt, daran kann nun wirklich niemand mehr zweifeln. Es sind seine drei Wortbrüche, die sehr viele Genossen daran zweifeln lassen, ob das eigentlich noch ihre Partei ist.

Wortbruch Nummer eins bestand darin, dass entgegen all seiner Beteuerungen nach der Wahl, nun definitiv und ohne jede Hintertür in die Opposition zu gehen, auf einmal alles anders war – er bettelte seine Sozis auf dem Parteitag sogar förmlich an, eine Koalition mit der Union vorbereiten zu dürfen. Unwürdig war das und peinlich, geradezu zum Fremdschämen.

Wortbruch Nummer zwei, das war seine Kehrtwende in Richtung eines Ministeramtes: Stets hatte er dies ausgeschlossen, und dann beanspruchte er auf einmal den Posten als Außenminister für sich.

Womit wir auch schon bei Wortbruch Nummer drei sind: Er hatte seinem (damaligen!) Freund Sigmar Gabriel für dessen Verzicht auf die Kanzlerkandidatur fest versprochen, dass selbiger Außenminister bleiben dürfe. Und nun schauen Sie sich das aktuelle Statement von Martin Schulz zu dieser Frage an: „Ich finde, dass Sigmar Gabriel sehr gute Arbeit als Außenminister geleistet hat. Ich habe mich entschieden, in die Bundesregierung einzutreten – und zwar als Außenminister.“ Wen wundert es da, dass Sigmar Gabriel ob dieser perfiden Ausbootung nun tobt und der SPD-Führung in einer öffentlichen Abrechnung respektlosen Umgang vorwirft.

So also sehen verlässliche Politik und sozialdemokratische Solidarität à la Schulz aus: Für seine persönliche Karriere opfert er alles, was ihm im Weg steht. Zudem hält sich dieser ehemalige Buchhändler in seiner Hybris offenbar für geradezu auserwählt, die Vereinigten Staaten von Europa bis 2025 zu gründen – und Deutschlands Existenz damit für immer zu beenden.

Rückzug in die politische Bedeutungslosigkeit

Nun ist der Wortbrecher aus Würselen am Ende, und in seiner Partei herrscht das Chaos: Martin Schulz hat heute eine schriftliche Erklärung verbreiten lassen, wonach er entgegen seiner Ankündigung nun doch auf das Amt des Außenministers verzichtet.  Aber selbstverständlich nicht freiwillig – vielmehr war es dieser letzte Wortbruch, der das Fass zum Überlaufen brachte: Bei den Sozis kam es heute zur Revolte. Unter massivem Druck hat Schulz schließlich seinen Rückzug erklärt.

Und auch wenn das in seiner Erklärung nicht wörtlich zu lesen ist, so ist es dennoch ein Rückzug in die politische Bedeutungslosigkeit: Seinen Verzicht auf das Amt des Parteivorsitzenden zugunsten der rücksichtslosen Parteilinken Andrea Nahles hatte er ja schon bekannt gegeben, dahinter wird er nicht zurückkommen – das würde diese Dame niemals zulassen, und auch bei seinen eigenen Mitgliedern dürfte Schulz mittlerweile komplett „unten durch“ sein.

Kein Ministeramt, kein Parteivorsitz – es hat sich ausgeschulzt, Herr Schulz, Ihr unwürdiges Schmierentheater der letzen Monate ist nun zu Ende. Genau so kommt das, wenn skrupellose Wortbrecher ihre eigene Karriere über ihre Partei und letztlich über ihr ganzes Land stellen.

Vorhin auf n-tv brachten zwei Bürger aus Gelsenkirchen die Wahrnehmung vieler Menschen auf den Punkt: „Für mich ist das ein Lügner“, sagte eine Passantin, und ein anderer Bürger meinte: „Wenn er noch Charakter hat und Selbstehre, tritt er aus der Politik zurück.“ Zeit für abgehalfterte Politiker, endlich zurückzutreten. Zeit für unverbrauchte Kräfte. Zeit für die AfD.

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Dieser Text erschien zuerst auf der Facebookseite von Jörg Meuthen.

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Zum Autor: Prof. Dr. Jörg Meuthen ist studierter, promovierter und habilitierter Wirtschaftsswissenschaftler und Politiker. Seit Juli 2015 ist er einer von zwei Bundessprechern der AfD. Von Juli 2015 bis Oktober 2016 war er einer von drei Landessprechern der Partei in Baden-Württemberg. Er war Spitzenkandidat der AfD Baden-Württemberg für die Landtagswahl 2016 und ist seit Mai 2016 Landtagsabgeordneter, seit 2017 zusätzlich als Nachrücker Mitglied im Europaparlament. Bis zum November 2017 war Jörg Meuthen AfD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg.

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Titelbild: Youtube-Screenshot

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15 Antworten auf „Es hat sich ausgeschulzt – Das Schmierentheater von Schulz ist zu Ende

  1. spöke

    Moshee Schulz war das BESTE was die SPD je aufgestellt hatte. Besser konnte man sich nicht selber ans Bein pissen… Scharmant, Gutaussehend und obendrein noch Redegewand und Intellektuell ein Überflieger eben …..lach….

    Gefällt 2 Personen

  2. Hansa

    Ausgeschulzt – aber nur um die nötigen Punkte zu sammeln um den Koalitionsvertrag durch zu bringen.

    Nachtigall, ik hör´ sie trapsen.

    Groko ist gesetzt – ansonsten stehen alle unter der Juristriktion der folgenden Regierung —> im Knast.

    „Wie die ’neue offene Demokratie‘ System-Unrecht schafft

    Seit die genehmigte, ordentlich verfasste Partei ‚Alternative für Deutschland‘ aktiv ist, Mitgliederzuwächse zu verzeichnen hat, sogar als drittstärkste Partei im Bundestag präsent ist und vom Verfassungsschutz NICHT beobachtet wird, weil sie weder rechtsradikal, noch extremistisch und schon gar nicht NATSI oder faschistisch ist, hat sich der gesamte Regierungs-Apparat mitsamt seiner anhängenden Bürokratie und Ämter-Vielfalt gegen diese Partei formiert. […]“

    Bitte hier weiterlesen: what-and-why.info

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  3. anvo1059

    Oh ich vermute eher das Schmierentheater geht erst richtig los ! Stimmt die SPD Basis FÜR die KroKo dann wirtd Schulz ganz schenll wieder Minister Abitionen anmelden ! Stimmt sie dagegen, dann wird er eins auf Opositionsführer machen. Den wenn es zu Neuwahlen kommt, dürfte die SPD nicht mehr Koalitionsfähig sein, und es wird bunter als Jamaika, darauf könnte ich wetten………..

    Oder kommt es so wie ich in einem Beitrag angedeutet habe ?
    Was wird nun auf uns zu kommen ? Diese Notregierung wird keinen Bestand haben und die Leute werden auf die Straßen gehen !
    Kommt es wie vor 50 Jahren ? Notstandsgesetze ?

    Es wird anders kommen . Aber anders als wir es uns ausmalen ! Diese unseelige KroKo wird scheitern, und dann ????
    Neuwahlen ? Oder wie 68 Notstandsgesetze ?
    »»>Mit den Stimmen der großen Koalition verabschiedete der Deutsche Bundestag am 30. Mai 1968 die sogenannten Notstandsgesetze. Sowohl im Parlament als auch in der Öffentlichkeit führte diese Verfassungsänderung zu heftigen Auseinandersetzungen.«««

    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Notstandsgesetze

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  4. trumpelman

    Zitat:

    Ein „On dit“, also ein Gerücht.
    Im SPD-Präsidium soll es fürchterlich gekracht haben.

    Als „jemand“ zu einer langen nichtssagenden Erklärung
    ausholte, wurde er mittendrin von „jemand“ unterbrochen:
    „Nun halt‘ doch endlich mal deine Klappe!
    Jedesmal, wenn du deinen Rand aufreisst, kommt Mist heraus.
    Du hast unsere Partei in die Scheisse geritten und jedesmal
    tiefer, wenn du wieder das Maul aufgemacht hast…
    Einmal muss endlich damit Schluss sein! – Du hast
    in Brüssel geschummelt und nur an Deinen Vorteil gedacht,
    und jetzt wird die ganze Partei draufgehen, wenn sie
    deinem Schlingerkurs folgt…“
    Wie gesagt, ein „On dit“ aus dem Café Ernst.

    Letztendlich war es doch KEIN Gerücht.
         Schulz bekam es richtig »in die Fresse«…!
    Und verliess zunächst erst einmal wutentbrannt den Raum.

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