Größte politische Massenpetition: Wie geht es weiter mit der Erklärung 2018?

Ein Gastbeitrag von Vera Lengsfeld

Inzwischen haben schon fast 150.000 Unterstützer unsere Erklärung 2018 unterschrieben (über 146.000 zum Stand: 23.04.2018). Jeden Tag kommen noch etwa weitere tausend dazu. Wir haben bereits Geschichte gemacht. Seit ein paar Tagen hat die Erklärung einen eigenen Wikipedia-Eintrag, der erstaunlich sachlich ist. Wie geht es jetzt weiter?

Die bislang größte politische Massenpetition

Ich habe bereits mit dem Verantwortlichen im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gesprochen. Sobald wir einen Termin haben, werden wir die Petition persönlich dem Ausschussvorsitzenden übergeben. Nach unseren Wünschen soll auch ein Vizepräsident des Deutschen Bundestages dabei sein, um den Petenten der bislang größten politischen Massenpetition Anerkennung zu zollen.

Das Quorum von 50. 000 Unterschriften innerhalb eines Monats für eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss haben wir doppelt erfüllt. Eine solche Anhörung, bei der wir vortragen dürfen, wird dann vom Parlamentskanal übertragen und kann im gesamten Bundesgebiet verfolgt werden.

Dranbleiben, dann werden wir Erfolge haben

Die Frage, ob der Bundestag darauf besteht, zusätzlich zu den bestätigten Online-Unterschriften auch noch die Original-Unterschriften zu wollen, muss noch geklärt werden. Wenn das der Fall sein sollte, müßten die Unterschriften per Fax, Brief oder dem Online-Portal des Deutschen Bundestages nachgeliefert werden. Die Unterzeichner werden rechtzeitig benachrichtigt, sollte das der Fall sein. Bis zum nächsten Freitag erhalte ich einen Termin für die Übergabe.

Wenn die Petition dem Bundestag vorliegt, müssen wir weiter Druck machen, damit sie zügig behandelt wird. Danach müssen wir dafür sorgen, dass unser Anliegen nicht in den Ausschüssen auf die lange Bank geschoben wird, wie es gern mit ungeliebten Anträgen geschieht.

Ich bedanke mich auf diesem Weg noch einmal bei allen Unterstützern! Bleiben Sie mit uns dran, dann werden wir Erfolg haben!

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Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog von Vera Lengsfeld. Er erscheint hier mit der freundlichen Genehmigung der Autorin und Blogbetreiberin.

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Zur Autorin: Vera Lengsfeld, abgeschlossenes Studium der Philosophie, war eine engagierte Bürgerrechtlerin und Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR. Ab 1990 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages, bis 1996 für Bündnis 90/Die Grünen, von 1996 bis 2005 für die CDU. Seither ist sie als freie Autorin tätig, unter anderem als Kolumnistin für die Achse des Guten, The European, die Huffington Post, das ef-Magazin und die Preußische Allgemeine Zeitung. Im Juli 2012 wurde sie zur Landesvorsitzenden der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) Berlin-Brandenburg gewählt. 1990 wurde ihr der Aachener Friedenspreis verliehen, 2008 das Bundesverdienstkreuz.

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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11 Antworten auf „Größte politische Massenpetition: Wie geht es weiter mit der Erklärung 2018?

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  2. Bloggich

    Man kann wirklich verfolgen, dass die Pedition täglich 1000 Stimmen mehr bekommt. Demnach scheinen die Deutschen endlich wach zu werden.

    Es bleibt wirklich zu hoffen, dass nicht auch die Pedition einfach ausgesessen wird, wie sovieles seit 2015.

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  3. Petra

    Na ja, bei 80 Millionen (bzw. xx Millionen Deutscher die nicht nur den Pass geschenkt bekommen haben) finde ich 150.000 erschreckend wenig.
    Da stellt sich doch wieder das Gefühl ein alleine und ohnmächtig zu sein.
    Ich hätte schon eher eine Million erwartet.

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    1. oldman_2

      Dachte ich auch schon, aber : Viele haben trotz allem Angst, sich zu outen, vor allem die Berufstätigen. Die werden sich aber zum Teil doch noch aufrappeln, wenn der Trend anhält. Leider sind die meisten noch zu sehr eingelullt und desinteressiert oder schlicht desinformiert durch MSM.

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  4. trumpelman

    Am 14. Oktober 2018 findet in Bayern gleichzeitig mit den Wahlen zu den sieben bayerischen Bezirkstagen die Landtagswahl statt.

                          DARAUF SOLLTEN SICH JETZT ALLE WACHEN BÜRGER KONZENTRIEREN.

    Man mag sich überlegen, inwieweit sich propagandistisch die Bayernwahl in einen
                                                              DENKZETTEL FÜR BERLIN
    umdeuten lässt. (Begründungen dafür muss ich hier wohl nicht aufzählen…)

    Die jungen Menschen in Bayern sind sauer. Es gehen sogar Meinungsrisse durch krachlederne Familien.

    Die Lengsfeld-Petition und die Ergebnisse der Bayernwahl müssen zu wahren politischen Leuchtfeuern werden.
    – mlskbh –

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  5. Jürg Rückert

    Unsere Regierung aus kleinen Blechtrommlern hat Angst, das Kinderzimmer zu verlassen! Deshalb richte ich als Vertreter des deutschen Volkes eine dringende Petition Trump:

    Dear Mr. President!
    Tear this „Wall of Shame“ down! Diese Siegerrechte, die geradezu schamlos obsolet sind!
    Heute schreibt jedermann Briefe an vielerlei Promis. Manche möchten auch promi werden – ist nicht meine Absicht. Nein, mir geht es nur darum, einer „Eunuchenwirtschaft“ jegliches Feigenblatt zu nehmen, um eine Schande zu beenden. Sie, Mr. President, eine gestandene Old Swamp Hickory, werden das sicher unterstützen. Erinnern Sie sich nicht nur an Reagan, denken Sie auch an Gorbatschow: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wir Deutsche beginnen uns nach Putin zu sehnen! Die Russen machen keinerlei Besatzerrechte geltend oder zwingen uns Sanktionen auf. Auch ist schleierhaft, wieso nach dem russischen Abzug die DDR, völkerrechtlich auf dem Stand der SBZ, einfach so zur Groß-ABZ geschlagen wurde. Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage.
    Rufen Sie öffentlich das Ende der Besatzungszeit aus!
    Unterstützen Sie uns, damit die UNO uns als besetzter Feindstaat aus ihrem Register streicht!
    Ihre man-voice ist gefordert! Excuse my Lübke-English.
    Best regards and happy Erfolg

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