Biologe: Wer Christen mit Kannibalen mischt, riskiert einen Rückschritt von mehr als tausend Jahren

Von Jürgen Fritz

Die menschliche Intelligenz und die zivilisatorischen Errungenschaften auf unserer Erde seien nun einmal sehr ungleich verteilt. Wir könnten die Welt nicht dadurch besser machen, dass wir die Hürden zwischen verschiedenen Ethnien und Kulturen einfach einebnen, sagt der Biologe Edgar Ludwig Gärtner. Wer dennoch in Form eines gesellschaftlichen Groß-Experiments Christen mit Kannibalen mische, riskiere einen gesellschaftlichen Rückschritt von mehr als tausend Jahren.

Wer hat das gesagt?

Edgar Ludwig Gärtner, Jahrgang 1949, ist ein deutscher Hydrobiologe, Ökologe und Sachbuchautor. Nach einer Elektrolehre studierte er Hydrobiologie und Politikwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Aix-Marseille, Frankreich. In den 1980er Jahren war er für das Wissenschaftsmagazin Science & Vie tätig. Es folgten Forschungs- und Lehraufträge an der Westfälischen Wilhelms-Universität und an der Gesamthochschule Kassel. Von 1989 bis 1993 war er verantwortlicher Redakteur des von Jürgen Räuschel gegründeten ökologischen Wirtschaftsinformationsdienstes Ökologische Briefe, danach bis 1996 Chefredakteur des WWF-Journals. Seither ist er als selbständiger Redakteur und Berater besonders auf den Gebieten Risikobewertung und Nachhaltigkeit für die Chemische Industrie, Verbände und Fachzeitschriften in Deutschland und in der Schweiz tätig. Von 2005 bis Ende 2007 leitete er zudem das Umweltforum des Thinktanks Centre for the New Europe (CNE) in Brüssel. Er veröffentlichte mehrere Bücher, zuletzt Öko-Nihilismus 2012: Selbstmord in Grün.

Gärtner ist, wie auch ich selbst, gelegentlich als Autor bei The European – Das Debattenmagazin tätig. Dort veröffentliche er im April einen Artikel unter dem Titel Warum ich die „Gemeinsame Erklärung 2018“ unterschrieben habe.

Die menschliche Intelligenz und die zivilisatorischen Errungenschaften auf unserer Erde sind sehr ungleich verteilt

Besonders interessant ist in diesem Artikel der fünfte und letzte Abschnitt. Dort schreibt Gärtner (Hervorhebungen von mir):

„Als Biologe muss ich davon ausgehen, dass die menschliche Intelligenz und die zivilisatorischen Errungenschaften auf unserer Erde nun einmal sehr ungleich verteilt sind. Wir können die Welt nicht dadurch besser machen, dass wir die Hürden zwischen verschiedenen Ethnien und Kulturen einfach einebnen. 

Wer im Einklang mit den Erkenntnissen der Anthropologie davon ausgeht, dass die Menschen als Mängelwesen nicht von Natur aus gut sein können, der kann nicht Millionen von wenig qualifizierten Männern im wehrfähigen Alter ohne Prüfung ihrer Identität an den Grenzübergängen durchwinken. Zumal die meisten dieser jungen Männer einem Rechtssystem, der islamischen Sharia anhängen, das Körperstrafen und die Sklaverei als am weitesten verbreitete Formen des Kannibalismus fordert oder zulässt. Wer dennoch in Form eines gesellschaftlichen Groß-Experiments Christen mit Kannibalen mischt, riskiert einen gesellschaftlichen Rückschritt von mehr als 1.000 Jahren.

Kannibalismus

Nun versteht man normalerweise unter Kannibalismus das Verzehren von Artgenossen, sei es ganz oder teilweise. Im Falle dass Menschen Menschenfleisch verzehren, spricht man auch von Anthropophagie. Im Tierreich gibt es das Phänomen des Kannibalismus auch, so zum Beispiel bei den uns genetisch extrem ähnlichen Schimpansen. Je nachdem, ob dem Verspeisen eine Tötung vorausging oder nicht, unterscheiden Biologen oft zwischen aktivem und passivem Kannibalismus.

Die Motive, warum Menschen andere Menschen auffressen, können dabei vielfältig sein. Hier seien nur einige Stichwort genannt: a) mythisch begründeter Kannibalismus; b) religiöser Kannibalismus: Körperteile als direkte Opfergabe an die Götter (beispielsweise das Herz bei den Azteken für den Sonnengott, damit die Sonne jeden Tag neu ihren Lauf über den Himmel ausführen kann; der rohe Leichenrest für die Menschen); c) ritueller Kannibalismus als „Bestattung im Menschen“ – den Geopferten oder den Verstorbenen in sich aufnehmen und so seine Wiederkehr verhindern, d) Pietätskannibalismus: den Verwandten, sei es ein Vorfahre oder ein eigenes Kind, aus Respekt, Liebe oder Trauer würdevoll ehren, aber auch sicher verwahren; e) Angst-Kannibalismus: den getöteten Feind am sichersten denkbaren Ort, in sich selbst, verwahren und so seine Wiederkehr verhindern; f) magischer Kannibalismus: Vorstellung, dass Eigenschaften wie Kraft und Mut vom Opfer durch Verzehren auf den Esser übergehen; g) Gerichts-Kannibalismus: das Verspeisen von Verurteilten oder das Trinken ihres Blutes; h) Kannibalismus aus der Not: zu Ernährungszwecken, um das eigene Überleben in extremen Notlagen zu sichern, zum Beispiel nach einem Schiffbruch; i) Kannibalismus als sexueller Fetischismus sowie j) den medizinischen Kannibalismus: Im alten Rom wurde beispielsweise frisches Gladiatorenblut gegen Epilepsie gereicht.

Rückkehr des Kannibalismus nach Europa?

Der Glaube an eine medizinische Wirksamkeit des Verzehrs von Leichenteilen war auch in Europa bis ins 18. Jahrhundert hinein verbreitet. In fast allen menschlichen Gesellschaften ist Kannibalismus jedoch mit einem Nahrungstabu belegt.

Spezielle mit der afrikanischen Einwanderung scheinen auch Formen des Kannibalismus wieder Einzug zu halten in Europa, wie ich hier auf Jürgen Fritz Blog schon berichtet habe: 18-Jährige zerstückelt – Herz und andere Körperteile spurlos verschwunden. Auch David Berger ist darauf nochmals eingegangen: Barbarisierung Europas – Wer nicht mitfrisst, wird selbst gefressen werden.

Doch all das meint Edgar Ludwig Gärtner nicht, wie er in einem Kommentar zu seinem eigenen Artikel feststellt. Gärtner hat einen weiteren Kannibalismusbegriff zu Grunde gelegt, der über den üblichen hinausgeht. Er meint jede Form des Sich-Einverleibens der Lebensenergie wehrloser Opfer. Ich halte es nicht für ratsam und nicht für geschickt, den klaren Kannibalismusbegriff derart auszuweiten, wie Gärtner das tut. Gleichwohl macht er in seiner Ergänzung auf einen wichtigen Punkt aufmerksam, der es allemal wert ist, eigens aufgegriffen zu werden.

Juden und Christen haben das Sich-Einverleiben der Lebensenergie wehrloser Opfer überwunden

Wörtlich schreibt Gärtner:

„Mir ist zu Ohren gekommen, dass der letzte Satz meines Artikels im Internet zu einigen Irritationen geführt hat. Zwar habe ich über das, was im Internet mit meinen Sätzen geschieht, keine Kontrolle. Hätte ich mein Anliegen anders formuliert, wäre es in der gespannten Situation, die derzeit in Deutschland herrscht, aber höchstwahrscheinlich auch nicht freundlicher aufgenommen worden. Dennoch möchte ich folgendes klar stellen: Ich bin studierter Biologie und Katholik. Als solcher bin ich Anhänger der Anthropologie von René Girard, der vor zweieinhalb Jahren hochbetagt in Stanford verstorben ist. (Auch der bekannte Investor Peter Thiel gehört zu seinen Schülern.)

Kannibalismus bedeutet nicht unbedingt, sich von Menschenfleisch zu ernähren. Auch Rituale wie die Steinigung von Ehebrecherinnen, die Versklavung von Ehefrauen und Hausangestellten usw. sind eindeutig Formen des Kannibalismus. Es geht dabei eben darum, sich die Lebensenergie wehrloser Opfer einzuverleiben. Ich habe das in meinen Text auch angedeutet.

Juden und Christen haben den Kannibalismus, der am Ursprung aller Kulturen steht, im Prinzip überwunden: Die Juden, indem sie Menschenopfer durch Tieropfer ersetzten, die Christen, indem sie den Kannibalismus in Form der Eucharistie sublimierten. Allerdings sind auch die Christen nicht gegen Rückfälle in kannibalistische Verhaltensweisen gefeit, wie die Geschichte der Sklaverei zeigt.“

Wir wollen in unserer geistig-sittlichen Entwicklung nicht um Jahrhunderte oder gar Jahrtausende zurückgeworfen werden!

Dieser letzte Punkt scheint mir enorm wichtig. Aus philosophischer Sicht sind unter dem erkenntnistheoretischen Aspekt, insbesondere der naiven Offenbarungsgläubigkeit alle Monotheismen (Ein-Gott-Religionen) als höchst problematisch anzusehen. Und nicht nur unter diesem Aspekt.

Gleichwohl bestehen jedoch insbesondere zwischen Judentum, Christentum und Islam exorbitante Qualitätsunterschiede, die gar nicht genug betont werden können. Die Juden haben bereits vor vielen Jahrtausenden Menschenopfer überwunden, indem sie sie durch Tieropfer ersetzt und menschliches Leben geheiligt haben. Der Mythos von der Opferung Isaaks besagt klipp und klar: der Judengott will keine Menschenopfer mehr, dergestalt ihm diese zu seiner Lobpreisung dargeboten werden. Und der Christengott hat sich in Form „seines Sohnes“ selbst geopfert, so jedenfalls der christliche Mythos. Auch er will keine Menschenopfer mehr. Das waren, bei aller Fragwürdigkeit der Begründung, enorme zivilisatorische Fortschritte in der Menschheitsgeschichte, hinter die wir nie wieder zurückfallen dürfen.

Moderne, aufgeklärte, zivilisierte Europäer wollen weder von anderen aufgefressen noch gesteinigt oder verstümmelt werden, weil irgendwelche primitive Zeitgenossen das aus religiösen oder sonstigen Gründen wiedereinführen wollen. Wir wollen in unserer geistig-sittlichen Entwicklung nicht um Jahrhunderte oder gar Jahrtausende zurückgeworfen werden. Und wir wollen auch keine Politiker, die solche Primitivlinge massenhaft ins moderne Europa einschleusen wollen respektive keine Luschen, die sich dem nicht entschieden entgegenstellen. Sollte jemand solche Politiker als Verräter am modernen Europa, an der Aufklärung und der Zivilisation bezeichnen, so werde ich dem gewiss nicht widersprechen.

*

Titelbild: YouTube-Screenshot aus Der grausame Gott

**

Aktive Unterstützung: Jürgen Fritz Blog ist vollkommen unabhängig, werbe- und kostenfrei (keine Bezahlschranke). Es kostet allerdings Geld, Zeit und viel Arbeit, Artikel auf diesem Niveau regelmäßig und dauerhaft anbieten zu können. Wenn Sie meine Arbeit entsprechend würdigen wollen, so können Sie dies tun per klassischer Überweisung auf:

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Jürgen Fritz Blog. Oder über PayPal  5 EUR – 10 EUR – 20 EUR – 30 EUR – 50 EUR – 100 EUR

12 Antworten auf „Biologe: Wer Christen mit Kannibalen mischt, riskiert einen Rückschritt von mehr als tausend Jahren

  1. Pingback: Biologe: Wer Christen mit Kannibalen mischt, riskiert einen Rückschritt von mehr als tausend Jahren – BAYERN online

  2. klausschaper

    Zunächst war ich über die doch recht reisserische Überschrift leicht iritiert. Die Argumente im Artikel selber relativierten das dann. Ich zitiere insbesondere die Abschlußbetrachtung:
    „Wir wollen in unserer geistig-sittlichen Entwicklung nicht um Jahrhunderte oder gar Jahrtausende zurückgeworfen werden. Und wir wollen auch keine Politiker, die solche Primitivlinge massenhaft ins moderne Europa einschleusen wollen respektive keine Luschen, die sich dem nicht entschieden entgegenstellen. Sollte jemand solche Politiker als Verräter am modernen Europa, an der Aufklärung und der Zivilisation bezeichnen, so werde ich dem gewiss nicht widersprechen.“
    Dem letzten Satz kann ich (leider) auch nicht widersprechen.

    Gefällt 2 Personen

    1. Karl der Preuße

      Genau so ging es mir im ersten Moment auch……reisserische Überschrift…..
      Nur die letzten drei Absätze haben mich mit Herrn Fritz wieder versöhnt 😉 .
      Die phlosophischen Ergüsse eines Herrn Gärtner hätte sich Herr Fritz auch schenken können.

      Wir werden 1500 Jahre zurückgeworfen, wenn der Genozid vollzogen wird/ist/werden könnte.

      Gefällt mir

  3. Der Beurteiler

    „…sich die Lebensenergie wehrloser Opfer einzuverleiben.“

    Das Drama in Deutschland und der Welt besteht darin, dass viele Menschen trotz relativ hohem „Bildungsniveau“ und vorhandenen Informationen Dank dem Internet, Dinge gutheißen, ja haben wollen, die genau dafür Sorgen werden, in wenigen Jahren Zustände zu erleben, die eher an die MAD MAX Filme erinnern!

    Wenn erst einmal die KONTROLLE über die Moslems verloren wurde, wird sich fast alles zum Negativen ändern.

    Gefällt 2 Personen

  4. Pingback: Biologe: Wer Christen mit Kannibalen mischt, riskiert einen Rückschritt von mehr als tausend Jahren – Leserbriefe

  5. Nix

    Wird Zeit, das „wir lernen, das wir ebenfalls nur als Gemeinschaft stark sind, und „die Fesseln der Zivilisation“ überwinden …

    Mit Sozialpädagogengequatsche wird das nix – leider …

    Und wenn „wie“ – bislang eine Horde vereinzelter Schafe – das nicht SCHNELL lernen, gibts vermutlich eine Menge „Kolateralschäden“ – oh – sorry – „Verwerfungen“ – auf dem Weg zum „Neuen Deutschland“ …
    Also – einem vollkommen neuen …
    Und im übrigen auch Europa – für die, die den Gedanken an Europa so toll finden , oder denken, das das im Nachbarland besser abläuft ….

    Die Borniertheit und der Unantastbarkeitsglaube, das „Pfeifen im Keller“ im Grunde fast aller hier in D ist wirklich unglaublich …

    Ich sehe lustige Zeiten auf uns zukommen ….

    Gefällt mir

  6. udo ohneiser

    Kathrin Göring-Eckardt von den GRÜNEN freut sich drauf, das Deutschlanistan religiöser und bunter wird, und es bleibt kein Stein auf dem Anderen, ich glaube, an den Farbton BLUTROT werden wir uns gewöhnen müssen, obwohl ich das nicht will. Ich will das ALLES nicht mehr, den ganzen Religionsterror, damit meine ich jetzt nicht die Attentate, sondern Ramadan, Kopftücher, Kipas, kein Schweinefleisch, Beschneidungen, Zwangsheiraten, Ehrenmorde, und und und….. Der Islam ist eine menschenverachtende, faschistoide, mördernde, folternde Weltanschauung.

    Gefällt 2 Personen

Comments are closed