Handelskrieg USA-Türkei: Erdoğan hat noch ein Ass im Ärmel

Von Jürgen Fritz, Do. 16. Aug 2018

„Mit diesem Trump-Trottel werde ich schon fertig“, soll er hinter verschlossenen Türen gesagt haben. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan ist offenbar nicht gewillt, klein beizugeben. Auf die US-amerikanischen Strafzölle auf türkische Produkte will er mit einem Boykott auf elektronische US-Produkte zurückschlagen. Dabei hat Erdoğan einen Joker in der Hinterhand, den alle übersehen hatten.

Erdoğan geht voll auf Konfrontationskurs

Irgendwie läuft es nicht gut für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Vor zwei Jahren versuchten eigene Landsleute, ihn zu stürzen. Nun droht die türkische Wirtschaft völlig einzubrechen. Am Montag fiel die Türkische Lira auf ein Rekordtief. Das heißt, der Wert der gesamten türkischen Wirtschaft ist auf einem Tiefpunkt angekommen. Dabei war doch der wirtschaftliche Erfolg neben dem Zurücktreiben der Säkularisierung und der Stärkung seiner religiös-politisch-totalitären Weltanschauung genau das, was Erdoğan bei seinem Volk so beliebt machte.

Die türkische Wirtschaft droht schon länger völlig einzubrechen, da Erdoğan vieles auf Pump finanzierte und dann – vor allem nach dem gescheiterten Putsch gegen ihn – auch noch massenweise kompetente Leute aus ihren Positionen entfernen ließ. Und jetzt verhängte der böse Donald auch noch Strafzölle gegen die Türkei. Das wollte Erdoğan sich aber nicht gefallen lassen und ging voll auf Konfrontationskurs mit den USA. „Mit diesem Trump-Trottel werde ich schon fertig“, soll Erdoğan unbestätigten Berichten zufolge hinter verschlossenen Türen gesagt haben.

Türkeiweites iPhone-Verbot geplant

Offiziell ließ er am Dienstag dann verlautbaren: Es sei wichtig, an „unserer entschiedenen politischen Haltung“ festzuhalten. Als Reaktion auf US-Handelseinschränkungen kündigte er an, dass elektronische Produkte aus den USA boykottiert werden sollen. Sein Land sei nicht länger bereit, US-amerikanische iPhones anzuschaffen. Nach dem Motto: „Dann werden die blöden Amis mal sehen, was die ohne uns machen“.

Viele türkische Staatsbürger und auch solche, die offiziell gar keine Türken sind, im Herzen aber schon – auch der Name Özil ist mehrfach gefallen -, haben sogar, um die US-Wirtschaft zu strafen, ihre bereits angeschafften iPhones demonstrativ weggeworfen oder öffentlich demoliert, einige sollen sie gar geköpft haben. Aber diese Dinger brauchen sie ohnehin bald nicht mehr, denn Erdoğan plant in seiner unendlichen Weisheit nicht nur ein türkeiweites I-Phone-Verbot. Er habe bereits einen viel besseren Ersatz für dieses teuflische Ami-Zeug gefunden.

Das türkische Ü-Phün könnte den gesamten Weltmarkt stürmen

Die Menschen in der Türkei sollen nämlich bald schon mit dem neuesten Ü-Phün, siehe Bild oben, ausgestattet werden, welches nach alten russischen Plänen aus den 1940ern, die Putin der Türkei kostenlos zukommen ließ, in Istanbul und Ankara preisgünstig produziert werden soll. Das türkische Ü-Phün werde in jeder Beziehung um vieles besser sein als das US-amerikanische rückständige iPhone. Sobald der türkische Markt damit versorgt sei, solle der gesamte Weltmarkt mit dem Ü-Phün erobert werden, war aus Ankara zu hören.

Doch damit nicht genug. Die Pläne Erdoğan I. gehen noch viel weiter. Denn schon nächstes Jahr soll dann das erste türkische Automobil auf den Markt kommen.

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