Zerstört Masseneinwanderung den Gemeinschaftssinn?

Von Jürgen Fritz, Mo. 24. Sep 2018

Moralität und Gerechtigkeit seien Folgen der Bildung, welche der Mensch nur in der bürgerlichen Gesellschaft erhalte, wusste schon Aristoteles (384 – 322 v. Chr.). Offenbar, und das wissen eigentlich auch alle, unterscheiden sich Menschen in ihrer inneren Qualität. Und wenn einzelne Individuen dies tun, dann natürlich auch Gruppen von Individuen: Stämme, Völker, Nationen und Kulturen. Was folgt daraus und was passiert, wenn diese Faktizität zum Beispiel aus ideologischen Gründen ignoriert oder gar geleugnet und grob missachtet wird?

Menschen taugen unterschiedlich viel

Menschen (Individuen) haben unterschiedliche Eigenschaften, a) positive, b) negative sowie c) solche, die weder positiv noch negativ sind, zum Beispiel: a) Ehrlichkeit, Intellekt, Musikalität, Einfühlungsvermögen, Tüchtigkeit, Fleiß und Arbeitsmoral, Umsichtigkeit, Stolz (Selbstachtung), Wohlwollen anderen gegenüber, Weisheit, b) Verlogenheit, Primitivität, extremer Egoismus, Selbstverachtung, Faulheit, Rücksichtslosigkeit, Brutalität, c) Körpergröße, Haut-, Haar- und Augenfarbe etc.

Individuen unterscheiden sich in tausenderlei Hinsicht. Keine zwei Menschen sind in all ihren Eigenschaften gleich, nicht einmal eineiige Zwillinge (sonst gäbe es keinerlei Möglichkeit, sie zu unterscheiden). Das aber heißt automatisch: Menschen taugen auch unterschiedlich viel, da sie sich nicht nur in den c-, sondern auch in den a- und b-Eigenschaften unterscheiden. Man stelle sich einfach vor, ein Land würde einem anderen 1. alle seine habilitierten Mathematiker, Physiker und Ingenieure kostenlos anbieten, die alle nicht vorbestraft sind, oder 2. alle seine Schwerverbrecher. Bei 1 würden wahrscheinlich die meisten Länder sofort zugreifen, bei 2. wahrscheinlich kein einziges. Ergo: Menschen taugen unterschiedlich viel (Feststellung 1).

Was gegen die Massenvermischung von Völkern spricht: das Homogenitätsargument

Genau so haben Gruppen von Menschen, Familien, Stämme, Sippen, Nationen, Kulturen unterschiedliche Eigenschaften a) positiver Art, b) negativer Art und c) solcher, die weder positiv noch negativ sind. Das heißt, auch sie taugen unterschiedlich viel, weil die Unterschiede sich auch hier nicht allein auf c-Eigenschaften reduzieren lassen (Feststellung 2).

Ein sehr starkes Argument gegen die Vermischung von Völkern und Kulturen ist das Homogenitätsargument: Jede Nation, vor allem demokratische solche, braucht ein hohes Maß an innerer Homogenität, braucht eine gemeinsame Moral, die Grundlage für die Gesetzgebung ist. Bei hoher Heterogenität führt das dazu, dass die Mehrheit Gesetze beschließt, die aber von sehr vielen, im Extremfall von über 40 Prozent innerlich gar nicht mitgetragen und daher auch nicht eingehalten werden.

Das wird diese Gesellschaft innerlich völlig zerrütten, weil man so viele Polizisten, Staatsanwälte und Richter gar nicht ausbilden und einstellen kann, um die Einhaltung der Gesetze zu erzwingen. Diese müssen vielmehr von weit über 90 Prozent der Bevölkerung innerlich akzeptiert und mitgetragen werden. Das ist das Eine. Mit den obigen Überlegungen (Feststellung 2) kommt aber ein zweites sehr starkes Argument gegen eine Vermischung von Nationen und Kulturen dazu.

Ob Immigration gut oder schlecht ist, hängt vor allem von der Qualität der Immigranten ab

Welches Interesse sollte denn die Nation D haben, viele Angehörige von M aufzunehmen, wenn M viel weniger taugt, wenn M viel mehr negative Eigenschaften und viel weniger positive Eigenschaften hat als D? Wohlgemerkt, das ist keine Aussage über die einzelnen Individuen in D oder M, sondern eine Aussage über die jeweilige Gesamtmenge. Wenn wir feststellen, dass Bayern München eine wesentlich bessere Fußballmannschaft ist als Fortuna Düsseldorf, so ist damit nicht gesagt, dass es in der Fortuna nicht einzelne Spieler geben kann, die besser sind als die schwächeren bei Bayern.

Wenn dagegen nun sehr viele Migranten aus A kämen, A mehr taugt als D und nicht die schlechtesten aus A kommen, sondern der Querschnitt oder sogar die Besten, dann könnte eventuell die Einbuße an innerer Homogenität in D wieder wettgemacht werden durch die vielen positiven Eigenschaften, die einströmen. Dies könnte D unter Umständen sogar auf eine neues kulturelles Level heben. Das müsste man genau beobachten, ob das funktioniert und sich langfristig positiv auswirkt, ob also die positiven immigrierten Eigenschaften die Reduzierung der inneren Homogenität in D überkompensieren oder nicht.

Die entscheidende Frage

Wenn ja, wer sollte etwas dagegen haben, wenn zum Beispiel sehr friedliche, wohlerzogene, intelligente, freundliche, einfühlsame, hübsche, umsichtige, fleißige Menschen einwandern würden, denen es Spaß macht, anderen zu helfen? Insofern ist auch das Argument der Fremdenfeindlichkeit“, der „Xenophobie“ ein schwachsinniges, weil völlig undifferenziertes, das nicht selten, wenn nicht zumeist in eben solchen schwachsinnigen Köpfen grassiert oder aber von kleinen oder auch größeren Lügenbolden verbreitet wird, die es eigentlich besser wissen, die aber ganz anderes im Schilde führen.

Nun aber die entscheidende Frage: Was um alles in der Welt sollte D motivieren, ohne jede Selektion Massen von Individuen aus M bei sich aufzunehmen, wenn M nicht viel taugt, womöglich sogar noch die Schlechtesten aus M kommen und D noch ganz bei Trost ist?

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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