SPD plant Antigravitations-Gesetz, um die Diskriminierung Dicker zu beenden

Von Jürgen Fritz, Do. 21. Feb 2019

Die SPD will ein Antigravitationsgesetz in den Deutschen Bundestag einbringen. Die Gravitation würde dicke Menschen extrem diskriminieren, daher müsse sie ersatzlos abgeschafft werden. Die Grünen und die Linkspartei scheinen auf jeden Fall mitziehen zu wollen. Aber auch Merkel und Altmaier zeigen sich offen für das Vorhaben.

Die Pläne der SPD

Starkes oder gar extremes Übergewicht sei mit der Würde des Menschen nicht vereinbar und verstoße eindeutig gegen das Grundgesetz, gegen die Europäische Menschenrechtskonvention  und das UN-Menschenrechtsabkommen von 1948. Die Schwerkraft würde in schwer diskriminierender Weise, das sei von Naturwissenschaftlern eindeutig nachgewiesen und könne auf jeder geeichten Körperwaage überprüft werden, nicht auf alle gleich stark wirken.

(Für die Physiker unter Ihnen: F = G x m1 x m2 / r²; Gravitationskraft F = Gravitationskonstante G mal Masse 1 mal Masse 2 durch die Entfernung zwischen Masse 1 und Masse 2 im Quadrat. Das heißt, die Masse des menschlichen Körpers, m2, ist tatsächlich direkt proportional zu seiner Schwerkraft auf der Erde, was natürlich eine Ungeheuerlichkeit darstellt, da es gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstößt.)

Denn dadurch hätten Dickere regelmäßig ein deutlich höheres Gewicht, was nicht nur ihre Bewegungsfreiheit stark beeinträchtige, manchmal sogar zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führe, sondern auch eine klare Diskriminierung darstelle. Daher könne die Schwerkraft und die ihr zu Grunde liegende Gravitation nicht länger geduldet werden. Viel zu lange habe man das einfach so hingenommen – zum Leidwesen von Millionen Menschen! Damit müsse nun ein für alle mal Schluss sein.

Deswegen habe die SPD-Fraktion einen entsprechenden Gesetzesentwurf erarbeitet und bereits in den Deutschen Bundestag eingebracht. Gravitation soll es bereits ab 2020 nicht mehr geben. Diese wird, geht es nach dem Willen der Sozialdemokraten, ersatzlos gestrichen. Dies soll sogar im Grundgesetz verankert werden, so sich eine Zweidrittel-Mehrheit dafür findet.

Widerspruch kam nur von der AfD, was zu heftigen Reaktionen führte

Aus der rechten AfD-Ecke war sofort der Einwand zu vernehmen, die Naturgesetze stünden über jedem SPD-Gesetz, da könnten sich die Genossen drehen und wenden, wie sie wollen. Sie sollten lieber weniger essen und mehr Sport treiben, wenn sie unter ihrem Übergewicht leiden, welches sich ja bekanntlich nicht nur auf ihre Figuren, sondern auch auf andere Bereiche ausdehne, Stichwort Massenmedien und Talkshow-Einladungen. Diese Herzlosigkeit Dicken gegenüber wurde von allen anderen Parteien als weiterer eindeutiger Beleg für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD gewertet.

Johannes Kahrs (SPD) schrie so laut, dass seine Stimmbänder sich förmlich überschlugen: „Ob dick oder dünn, Sie sind ja so hässlich. Widerlich! Schauen Sie doch mal in den Spiegel!“. Aus den Reihen der Grünen waren laute Rufe nach einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu hören. Die gesamte grüne Fraktion hatte sich von ihren Sitzen erhoben und immer wieder war zu hören „Warum werden die nicht längst vom Verfassungsschutz beobachtet?!“ Özdemir schien fast der Kopf zu platzen, als er schrie: „Nie wieder Nazis im deutschen Parlament!“ und Anton Hofreiters Gesicht war noch röter angelaufen als sonst. „Die Würde des Menschen ist unantastbar! Dies gilt auch für Dicke!“ Es schien, als könne er sich gar nicht mehr beruhigen, bis ihm eine Fraktionskollegin endlich eine Tablette reichte. „Uantastbar! Hören Sie, unan…“

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel schrie irgendwas zurück, was aber niemand verstehen konnte, da das Geschrei aller anderen Fraktionen so laut geworden war, dass es alles überdeckte. Selbst Alexander Gauland, der direkt neben Weidel saß, konnte nicht mehr verstehen, was sie rief, wobei allgemein bekannt ist, dass seine Ohren nicht mehr die besten sind, und er außerdem zuvor eingenickt und erst durch das Geschrei wieder wach geworden war. Offensichtlich war er noch gar nicht im Bilde, worum es gerade geht, doch war von seinen Lippen deutlich abzulesen, dass er immer wieder „unerhört“ vor sich hin murmelte.

FDP will sich nicht festlegen, CDU zeigt sich grundsätzlich offen, will aber noch neue Umfragen abwarten

Die FDP wollte sich vorerst nicht eindeutig positionieren. „Grundsätzlich negiert ein freier Demokrat niemals die Naturgesetze, das wäre ja albern“, meinte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner. „Wenn aber die AfD schon diese Position bezieht, dann kann sie nicht richtig sein, so dass wir dann doch stärker zur SPD neigen. Wahrscheinlich werden wir uns aber wie immer ganz enthalten. Lieber gar nichts machen, als etwas Falsches zu machen.“

CDU und CSU wollten sich spontan noch nicht so richtig festlegen, ob sie den SPD-Vorschlag unterstützen wollen. Von der ehemaligen CDU-Vorsitzenden und Noch-Kanzlerin, von der einige behaupten, sie sei in der DDR nicht nur FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda gewesen, sondern habe tatsächlich mal Physik studiert – dass ihre Doktorarbeit nirgends zu finden sei, habe nichts zu bedeuten -, war zu hören, dass sie aus rein naturwissenschaftlicher Sicht zwar spontan Bedenken habe, als Politikerin, die sie nun ja aber schon lange sei, wäre ihr andererseits natürlich längst bewusst, dass die Politik über der Physik stünde. Sie wolle aber mal warten, bis sie eindeutige Zahlen von den Umfrage-Instituten habe, ob das der SPD eher nütze oder schade und wie das im Volk ankomme.

Der größte Befürworter des Antigravitationsgesetzes in den Reihen der Union, so ist gleich aus mehreren zuverlässigen Quellen zu hören, sei übrigens, warum ist bisher noch nicht bekannt, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Die Linke will noch viel weiter gehen als die SPD, die CSU ist dagegen, wird aber wahrscheinlich dafür stimmen

Die BILD meldet, dass Joschka Fischer in einem Exklusivinterview, für welches er 10.000 Euro erhalten haben soll, gesagt habe „Wenn es das schon zu meiner Zeit gegeben hätte, hätte ich mir die ganzen Diäten und Marathonläufe sparen können. Was hab ich nicht alles liegen lassen auf den Banketten, nur wegen des Scheiß-Gewichts. Warum bloß sind wir da nicht viel früher drauf gekommen?!“

Aus der Parteizentralen der Linken, den Älteren noch bekannt unter dem Namen SED, war zu hören, dass man sich dort krampfhaft den Kopf zerbreche, wie man die SPD-Vorschläge noch toppen könne. Die Rede war von einem Gesetz, das genau vorschreibe, jede zweite Eheschließung müsse mit einem solchen stattfinden, den man früher als „übergewichtig“ diffamierte. Würde sich niemand finden, der einen Dicken, pardon, einen ehemals „Übergewichtigen“ heiraten wolle, dürfe so lange keine andere Ehe in Deutschland geschlossen werden. Notfalls würden den früher Diskriminierten Partner zugelost.

Aus München war zu hören, die CSU halte diesen SPD-Vorschlag für Blödsinn und werden ihn rhetorisch aufs Äußerste bekämpfen, sollte sich die große Schwester aber dem Projekt anschließen, werde man daran sicher nicht die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU platzen lassen. Gleichwohl werde man jahrelang dagegen wettern, so dass die Bürger, die das als völlig absurd und gestört empfinden, deswegen aber dennoch nicht gleich die AfD wählen wollten, zumindest das Gefühl haben dürften, jemand anders vertrete auch ihre Sicht im Deutschen Bundestag.

SPD euphorisiert wie seit der Wahl von Martin Schulz nicht mehr

Die ersten Institute meldeten inzwischen bereits, dass die SPD dank ihres revolutionären Vorstoßes in aktuellen Umfragen tatsächlich von 14 auf 17 Prozent gesprungen sei. Nahles und Klingbeil sollen daher bereits den nächsten Coup planen: ein Alle-sind-gleich-schön-Gesetz„Wenn wir das auch noch durchkriegen, sind wir wieder über 20 Prozent“, so Generalsekretär Lars Klingbeil zur Parteivorsitzenden Andrea Nahles. „Und dann noch drei solcher Gesetze und wir knacken die 30 Prozent-Marke, überholen die Union und du bist nach der nächsten Bundestagswahl Kanzlerin.“

Andrea Nahles soll daraufhin vor Freude mehrmals in die Höhe gehüpft sein, dabei in die Hände geklatscht und ein Pippi Langstrumpf-Lied intoniert haben, das sie mit einem höhnischen Lachen und „Die kriegen jetzt so was von in die Fresse“ beendet haben soll, um dann gleich wieder von vorne zu beginnen:

„3 x 3 macht 6
Widdewidde
Wer will’s von mir lernen?
Alle groß und klein
trallalala lad‘ ich zu mir ein.

Hey – Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey – Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt.

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt
und Drei macht Neune!!
Wir machen uns die Welt
Widdewidde wie sie uns gefällt …“

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Titelbild: Pixabay, CC0 Creative Commons

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