Berlin: Drei Iraker und eine Syrerin wegen Vergewaltigung einer 16-Jährigen verurteilt

Von Jürgen Fritz, Do. 22. Auf 2019, Titelbild: Pixabay, CC0 Public Domain, Symbolbild

Fast fünf Monate dauerte die Beweisaufnahme. Nun fiel am Mittwoch das Urteil. Alle vier Angeklagten, drei volljährige Iraker und eine jugendliche Syrerin, wurden in Berlin der besonders schweren Vergewaltigung eines 16-jährigen Mädchens für schuldig befunden und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

„So, nun kann‘s losgehen“

Der Prozess lief seit April 2019 unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nach 17 Verhandlungstagen beantragten die Verteidiger doch tatsächlich Freisprüche. Doch dem folgte das Gericht nicht, sondern verurteilte alle vier Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen. Was war geschehen, genauer: Was haben sie verbrochen, noch genauer: was haben sie dem 16-jährigen Opfer angetan?

Das Ganze entwickelte sich wie folgt: Zwei 16-jährige Mädchen aus Syrien waren befreundet, doch dann kam es zum Verwürfnis zwischen den beiden. Der Kontakt zwischen ihnen brach ab. Nun wollte die eine, Nada N., sich an ihrer ehemaligen Freundin rächen. Sie wollte sie zur „Schlampe machen“. Gemeinsam mit ihren drei Mittätern hätten sie die sexuelle Gewalt geplant. „Sie sollte eine ‚Schlampe‘ werden“, sagte die Richterin mehrfach zum Motiv. Nada N. lockte ihre ehemalige Freundin in die Wohnung eines 53-jährigen Ägypters. Dort warteten bereits drei irakische Männer mit Messern bewaffnet auf das 16-jährige Mädchen.

Nachdem sie die Wohnung betreten hatte, habe es geheißen: „So, nun kann‘s losgehen“. In einem kleinen Zimmer seien die Iraker über das Mädchen hergefallen. Nada habe gesagt: „Du wirst nicht von hier gehen wie du bist, du wirst heute eine Schlampe!“ Wahrscheinlich hat man ihr nun gesagt oder gar beschrieben, was man mit ihr machen werde. Zwei der Männer hätten das Mädchen dann unter Schlägen und Drohungen vergewaltigt.

Nach der ersten Vergewaltigung: „Wir sind noch nicht fertig“

Zuerst fiel der 26-jährige Ahmed Al-M über sie her und vergewaltigte die junge Frau. Danach habe Nada gesagt: „Wir sind noch nicht fertig.“ Dann habe der 21-jährige Hussein H. das Mädchen gleich auch noch vergewaltigt. Von beiden Männer konnten DNA-Spuren in der 16-Jährigen sichergestellt werden. Nun seien Nada und der 20-jährige Mustafa K. mit Kamera und Handy ins Zimmer gekommen, um alles zu filmen. Das unvorstellbare Martyrium des Mädchens dauerte volle vier Stunden. Von 14 bis 18 Uhr.

Zuletzt hat Nada N. ihrer einstigen Freundin eine Halskette und 100 Euro geraubt. Während sie sich für das Zerwürfnis rächen wollte, sei das Motiv der drei Männer eine Auseinandersetzung mit dem Freund des Opfers gewesen.

Am nächsten Morgen wurde die Gruppe der Vergewaltiger in der Wohnung verhaftet. Das mehrfach missbrauchte Mädchen stammt aus Syrien, war zusammen mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. Nada N. stammt ebenfalls aus Syrien. Sie war zuvor aus Jugendeinrichtungen weggelaufen, besuchte keine Schule. 2014/15 sei sie von den Eltern allein nach Deutschland geschickt worden. Ohne Dokumente. Die Eltern laut Richterin „durchaus gut situtiert“ folgten ihr dann nach Deutschland.

Laut Urteil hätten sich die drei Männer und Nada N. als „labile Schicksalsgemeinschaft Entwurzelter“ in der Wohnung des Ägypters in Wedding aufgehalten. Bei Ahmed Al-M. handelt es sich um einen 26-jährigen Iraker. Er befindet sich seit 2015 in Deutschland. Ende 2017 wurde er Vater eines Kindes, welches wegen Vernachlässigung im Heim untergebracht ist. Hussein H., ebenfalls ein Iraker, ist 21 Jahre alt. Er kam ebenfalls 2015 nach Deutschland und zwar allein. Sein Asylgesuch wurde abgelehnt, Hussein blieb aber offensichtlich gleichwohl in Deutschland. Also ein klassischer Fall von Scheinasylant. Er besuchte keine Schule, ging offensichtlich auch keiner Arbeit nach. Stattdessen soll er Alkohol und Drogen konsumiert haben. Auch der 20-jährige Mustafa K. ist ein Iraker. Er kam 2015 nach Europa, zunächst nach Norwegen. Seit 2016 soll er sich dann in Deutschland aufgehalten haben. „Alle Angeklagten kommen aus schwierigen Verhältnissen“, hieß es im Urteil.

Das Urteil: Haftstrafen von 4 bis 6,3 Jahre

Nada N. wurde zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ahmed Al-M. erhielt eine Haftstrafe von sechs Jahre und vier Monate. Hussein H. erhielt fünf Jahre und sechs Monate und Mustafa K. vier Jahre und acht Monate. Der Wohnungsinhaber, ein Ägypter, wurde freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte für ihn eine Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten beantragt. Die Beweise hätten aber in seinem Fall laut Gericht nicht gereicht für eine Verurteilung.

Dabei wurde nicht nur die 16-jährige Syrerin nach Jugendrecht verurteilt, sondern auch zwei der drei Iraker, obschon sie beide längst volljährig waren. Aber nach dem deutschen Strafrecht, sind Personen, die zwar schon über 18 sind, aber das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, „Heranwachsende“. Und der Richter kann in jedem Einzelfall nach der persönlichen Reife des Angeklagten entscheiden, ob er ihn als Jugendlichen oder als Erwachsenen behandelt. Regelmäßig, bei Ausländern aus bestimmten Kulturkreisen sogar noch mehr, so zumindest mein Eindruck, wird dann auf Jugendlicher entschieden. 18-Jährige dürfen also bei uns wählen, mithin über die Geschicke der gesamten Gesellschaft mitbestimmen – manche wollen ja sogar das Mindestalter auf 16 Jahre herabsetzen -, aber knapp 21-Jährige besitzen, wenn sie schwere Straftaten oder gar Verbrechen begehen, meist noch nicht die volle Reife, um das Unrecht ihrer eigenen Tat voll einsehen zu können. So jedenfalls sieht es das deutsche Recht. Aber zurück zu dem konkreten Fall.

Hab nix mitbekommen, hab die ganze Zeit Tischtennis gespielt

Die Verurteilte bekam während der Urteilsverkündigung einen Nervenzusammenbruch. Schluchzend schrie sie minutenlang: „Bitte, nein, Mama!“ Sie raufte sich die langen, dunklen Haare, schlug die Hände vors Gesicht. Die Richterin musste die Urteilsbegründung sogar unterbrechen. Die Eltern der Anstifterin saßen geschockt auf der Zuschauerbank.

Immerhin hatte Nada N. im Prozess ausgesagt und die Tat zugegeben. Die Richterin: „Sie hat viele Angaben des Opfers bestätigt, sich selbst dabei nicht geschont und versucht, sich zu entschuldigen.“ Die drei Männer dagegen bestritten – wie wir das aus vielen ähnlichen Fällen kennen – die Straftaten komplett. Einer behauptete, er habe die ganze Zeit Tischtennis gespielt und habe gar „nichts mitbekommen“. Einer berief sich auf „Filmriss wegen Drogen“ (Habe nix Erinnerung). Der Dritte behauptet allen Ernstes, der Sex sei freiwillig gewesen (Die hat es doch so gewollt).

In Bezug auf Nada N. stellte die Richterin unmissverständlich fest: Wer jemanden anderen bestimmt, Geschlechtsverkehr auszuüben, ist genau so Täter. Dass Vergewaltigung strafbar ist, weiß jeder.“ – Nun ja, in unserem Kulturkreis vielleicht. Rechtsempfinden, moralische Sensibilität und Menschenbilder, insbesondere Frauenbilder und der Wert, der Frauen in anderen Kulturen zugemessen wird, ist weltweit sehr unterschiedlich.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Innerhalb einer Woche können die Verurteilten, bei Minderjährigen auch die Eltern, Rechtsmittel einlegen. Mit dem Urteil schloss sich das Gericht im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwaltschaft an. Die Verteidiger hatten tatsächlich in allen vier Fällen auf Freisprüche plädiert. Daher wird erwartet, dass sie das Urteil anfechten werden.

P.S.

Ausländer begehen übrigens nicht nur fünf- bis sechsmal so oft Tötungsdelikte wie Deutsche (inklusive der eingebürgerten Immigranten), noch viel extremer sind folgende Zahlen: Bei überfallartigen Einzel- oder Gruppenvergewaltigungen waren Asylbewerber und Geduldete schon 2017 exakt 50 Mal (5.000 Prozent) so kriminell wie Deutsche. Hier weitere Hintergründe dazu.

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