Die Flucht vor der Angst vor der Angst

Von Jürgen Fritz, Mi. 13. Mai 2020, Titelbild: Pixabay, CC0 Creative Commons

Wenn die Corona-Verharmloser ihren Gegenpart gerne als „Angsthasen“ bezeichnen oder gar von „Panikmache“ sprechen, so entbehrt dies nicht einer gewissen Ironie, denn was bei den meisten Verharmlosern noch viel mehr dahinter stecken dürfte als mangelnde Phantasie und gewisse intellektuelle wie Bildungsdefizite ist etwas anders, Dominanteres, nämlich …

… die Angst vor Kontrollverlust

… mithin die mangelnde Reife, mit solchen Gefahrenlagen und den Gefühlen, die sie auslösen, souverän umzugehen und es schlicht auszuhalten, dass man der Natur, hier in Form eines Virus, welches diese ohne Ziel und ohne Absicht einfach so hervorbrachte, derart ausgeliefert ist und niemand da ist, der eine schützende Hand über einen halten könnte, was viele wohl emotional überfordert.

Aber genau das gilt es zu erlernen, solche Dinge aushalten zu können, Angst zuzulassen, um sie dann zu rationalisieren und ihr so keine Kontrolle über sich zu geben, sondern ihr einen adäquaten Platz in sich zuzuweisen, mithin sich nicht von ihr kontrollieren zu lassen, sondern sie zu kontrollieren und nicht vor ihr zu fliehen aus Angst vor der Angst.

*

Aktive Unterstützung: Jürgen Fritz Blog (JFB) ist vollkommen unabhängig und kostenfrei (keine Bezahlschranke). Es kostet allerdings Geld, Zeit und viel Arbeit, Artikel auf diesem Niveau regelmäßig und dauerhaft anbieten zu können. Wenn Sie meine Arbeit entsprechend würdigen wollen, so können Sie dies tun per klassischer Überweisung auf:

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: JFB. Oder über PayPal  5 EUR – 10 EUR – 20 EUR – 30 EUR – 50 EUR – 100 EUR