Nein, ich will nicht jedem Menschen auf der Erde helfen

Von Jürgen Fritz, Di. 09. Nov 2021, Titelbild: Gerd Altmann, Pixabay, CC0 Creative Commons

Nein, ich will nicht jedem Menschen auf der Erde helfen. Dazu ist die Erde zu groß respektive ich zu klein. Ein solcher Wunsch scheint mir etwas überdimensioniert und wenig realistisch. Ich finde es gut, wenn andere so vielen wie nur irgend möglich helfen wollen, sofern sie das aus ihren eigenen Mitteln tun. Davor habe ich größten Respekt und echte Hochachtung. Ich aber will das nicht. Ich bin hier sehr viel bescheidener.

Bescheidenheit und Achtung der Menschenwürde statt mit Gewalt das grenzenlose Helfen-Wollen bei anderen erzwingen wollen

Und wenn ich es wollte, dann würde ich primär anderen helfen wollen, dass sie bald keine Hilfe mehr von anderen brauchen, auch nicht von mir, da ich mich nicht über das ständige Helfen definiere, daran nicht meinen Wert als Mensch und mein Selbstwertgefühl fest macht. Sprich ich würde sie dann von fremder Hilfe unabhängig machen wollen (Emanzipation) und das so schnell wie möglich. Aber auch so ein Wunsch erscheint mir extrem überdimensioniert und wenig realistisch. Auch hier erscheint mir mehr Bescheidenheit, weniger Hybris, eine Tugend. Aber das können andere, die meinen, es besser zu wissen, ja anders sehen.

Wer das möchte und wer meint, er hätte die persönliche Kapazität dazu, materiell und auch psychisch, der soll das tun. Das sollte jedem frei gestellt sein und verdient großen Respekt, wenn das jemand hinbekommt, ohne sich selbst dabei zu verlieren und ohne daran zu zerbrechen. Solche Menschen kann man auch unterstützen. Sie verdienen das auf alle Fälle, keine Frage. Aber auch das sollte freiwillig geschehen.

Wovor ich keinerlei Respekt, keinerlei Achtung habe, ist, dass einige das aus meiner Sicht vollkommen überdimensionierte Anderen-helfen-Wollen bei ihren Mitbürgern mit Gewalt erzwingen wollen, sie sich somit über diese stellen und deren Selbstbestimmung (Menschenwürde) dabei missachten.

Der einzige Gewinner der Massenmigration auf lange Sicht wird die Migrationsindustrie sein

Noch schlimmer aber finde ich, wenn man nicht nur allen Menschen auf der Erde helfen will, was ich, wie erläutert, für völlig unrealistisch, ja für kindlich-naiv, um nicht zu sagen für infantil halte, sondern wenn man quasi jeden, der das will, ins eigene Land holen möchte, um ihm nicht dort, sondern hier zu helfen, was laut dem Bundesminister für Entwicklung, mindestens 30 mal so teuer ist, so dass mit den gleichen Mitteln nur maximal einem Dreißigstel Menschen geholfen werden kann, dabei sicher nicht den Bedürftigsten.

Mehr und bessere und gezieltere Entwicklungshilfe und Versorgung der Bedürftigsten vor Ort wäre hier sowohl moralisch als auch rein praktisch die weitaus bessere Lösung als eine Massenmigration. Und zwar besser für beide Seiten, wenn wir nicht nur einzelne Nutznießer betrachten wollen, sondern das Ganze, insbesondere all diejenigen, die es nicht hier her schaffen (über 99 Prozent) und die die Hilfe am dringendsten bräuchten.

Eine völlig Entgrenzung, hier in mehrfacher Dimension, finde ich nicht nur schlimm, sondern katastrophal, denn dadurch besteht nicht nur a) die große Gefahr dass die Sozialsysteme hier kollabieren werden, so dass dann gar niemand mehr geholfen werden kann – insofern ist das Ganze sehr kurzfristig gedacht -, sondern auch b) die Gefahr, dass die Probleme, vor denen die Menschen dort weg wollten, dann hier hereingetragen werden, so dass dieses Spiel auf lange Sicht keinen Gewinner haben wird (überall Kalkutta), außer natürlich denen, die genau von diesem Spiel leben (Migrationsindustrie).

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