Die Kulturszene: Was für ein Sumpf aus Linksextremismus und Antiokzidentalismus

Von Jürgen Fritz, Di. 03. Feb 2026, Titelbild: X-Screenshot

Ich liebe die Musik von Billie Eilish. Musikalisch ist sie meines Erachtens ein Genie. Aber was sie hier von sich gibt, ist so strunzdumm, dass es fast schon körperlich schmerzt. Und diese gesamte Grammy-Clique ist vollkommen charakterbefreit. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, die Kulturszene kann zum Großteil nur noch vorgegebene Phrasen aufnehmen, abspeichern und dann völlig unkritisch wiederkäuen, um sich dann sektenartig ständig gegenseitig zu applaudieren.

Wenn es kein Eigentum an Land gibt, kann man auch kein Land stehlen

Niemand sei illegal in einem „gestohlenen Land“ (stolen land), sagte Billie Eilish bei der 68. Grammy-Verleihung in Los Angeles und das Publikum tobte und feierte sie für diesen Satz. Doch was ist von diesem, genauer: seinem Inhalt zu halten?

Dazu ein erster Hinweis von Colin Wright, Doktor der Evolutionsbiologie, CEO/Chefredakteur von „Reality’s Last Stand“: »Man kann nicht gleichzeitig glauben, dass (1) alle Grenzen künstlich sind und nicht überwacht werden sollten, und (2) dass Land „gestohlen“ werden kann. Das ist eine der dümmsten Überzeugungen, die ein Mensch haben kann.«

Wenn es kein Eigentum (an Land) gibt, dann kann man auch nichts stehlen, weil Diebstahl die Wegnahme einer fremden Sache ist, die im Eigentum eines anderen steht. Wenn es dagegen Eigentum an Land gibt, dann darf man selbstverständlich einen Zaun um sein Eigentum herum anbringen und bestimmen, wen man reinlässt und wen nicht.

Abkehr von der Aufklärung und Versinken im Sumpf der Heuchelei

Ein zweiter Hinweis kommt von Prof. Dr. Sabine Döring, Philosophin, Ethikerin, Staatssekretärin a.D.: »Der Widerspruch löst sich auf, wenn man die Gleichstellung der Moral – und damit den Universalismus der Aufklärung – aufgibt und die Menschheit stattdessen in Tätergruppen (die immer stehlen) und Opfergruppen (die ideologisch nicht stehlen können) einteilt. Eine weitere „hirntote Überzeugung“.«

Sabine Döring trifft hier genau den Punkt. Diese ganze Bewegung hat sich vom moralischen Universalismus (insbesondere: alle Menschen sind gleichberechtigt) und damit von der Aufklärung verabschiedet. Sie teilt die Menschheit vielmehr menschenrechts- und verfassungswidrig pauschal in Täter- und Opfergruppen ein (marxsches Grunddogma). Die einen stehlen sogar dann, wenn sie gar nichts machen, und die anderen machen nichts Böses, selbst wenn sie stehlen, weil sie ein höheres Recht dazu haben.

Und das besonders Perverse dabei ist, dass Billie Eilish mit Anfang zwanzig in einem Millionen-Anwesen lebt, also auf „gestohlenem“ Land, das sie mit „künstlichen Grenzen“ gegen Eindringlinge absichert. EndWokeness schreibt dazu: »Billie Eilish nennt Amerika „gestohlenes Land“. Okay, Billie, Deine 14 Millionen Dollar teure Villa in Los Angeles steht auf dem Gebiet, wo einst die Tongva-Stämme lebten. Hast du vor, sie zurückzugeben?«

Diese Musik- und Kulturszene ist so abgrundtief verlogen, dass man es manchmal kaum noch fassen kann. Sie verachtet den „kapitalistischen Westen“ und scheffelt dabei Millionen über Millionen in just diesem marktwirtschaftlichen System, dem „kapitalistischen“ Westen, und lebt davon in Saus und Braus. Wenn es das Wort Heuchler noch nicht gäbe, so müsste man es jetzt erfinden.

Selbstdarstellung einer steinreichen Finanzelite, die vom Westen lebt und ihn gleichzeitig performativ verachtet

Die wunderbare Sarah Maria Sander, freie Journalistin und Schauspielerin, die mehr Charakter hat als diese gesamte Kulturszene zusammen, bringt es auf den Punkt: »Grammys 2026: Extrem reiche Prominente, die maximal entfernt sind von jeder Realität, belehrten die Öffentlichkeit über Moral und Ethik und erklärten Trump und den Westen zum Feind (Antiokzidentalismus, JFB). Sie feierten sich für ihre politische „Haltung“ und verloren dabei kein einziges Wort über Iran, wo Menschen gerade für Freiheit massenhaft vom islamischen Regime ermordet werden. Gesprochen wurde nur über Themen, die im eigenen Milieu Applaus garantieren. DAS ist die Selbstdarstellung einer Elite, die vom Westen lebt und ihn gleichzeitig performativ verachtet – weil es gerade in Mode ist. Und dazu Standing Ovations aus der eigenen Bubble, die diese PR-Show auch noch als „mutig“ verkauft.«

Und Christoph Lemmer, Gewinner des Deutschen Radiopreises 2019, Kategorie bester Podcast, fügt an: »Die Grammyverleihung ist heuer ein Schaulauf reicher woker Blödheit. Billie Eilish mag eine talentierte Musikerin sein, aber politisch ist sie dumm wie Brot. Und der selige Blick ihrer gefedert aufgedonnerten Jüngerinnen ist an Stroh nicht zu überbieten. Wirklich erschreckend ist allerdings der Groupthink dieser Branche, bis hin zum Minneapolis-Song von Bruce Springsteen. Das ist in der deutschen Szene nicht viel anders. Wer nicht mit den Wölfen heult, wird gnadenlos aussortiert. Schaut Euch Radiopreis, Bambi oder andere Galas an. Diese Leute haben die Mentalität eines Nordkorea-Kim oder Reste-Schorsch. Geklatscht wird auf Kommando, und wer nicht mitklatscht, darf gehen.«

Eine Art Sekte, die Trump zu ihrem Teufel erklärt und sich permanent gegenseitig ihrer selbst versichern muss

Diese ganze Kulturszene braucht permanent diese Selbstvergewisserung, weil sie ja sonst nichts haben. Im Grunde funktioniert das wie in einer religiösen Sekte. Solche Preisverleihungen sind quasi ihre gemeinsamen Gebete und Rituale. Trump hassen sie nicht deswegen so sehr, weil er so viel Böses tut, das Mullah-Regime im Iran, Putin und X andere tun ja sehr viel mehr Böses (und Obama hat drei Millionen Immigranten abgeschoben), sondern weil Trump sie verachtet, weil er sie lächerlich macht, sie nicht ernst nimmt und sie bekämpft. Deswegen ist er für sie der personifizierte Teufel. Daher müssen sie ihn so sehr dämonisieren, weil er diese Sekte und damit ihre Selbstgewissheit in Frage stellt.

Deswegen sind diese Leute auch so wenig fähig, sich selbst und das, was mit ihnen gemacht wird, kritisch zu reflektieren, weil sie wie eine Sekte sind, in der jeder Einzelne exakt eingenordet wurde. Sekten dürfen nicht selbstkritisch sein, weil sonst die Gefahr bestünde, dass alles wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Und deswegen müssen sie auch Abweichler so rigide und brutal verfolgen und unterdrücken respektive ausschließen, weil nur so der Fortbestand der Sekte gesichert werden kann. Offene Diskurse stellen da eine Gefahr da, die ausgeschaltet werden muss. Sie wollen offene Staatsgrenzen, aber eine innerlich nicht geistig und für Kritik offene Gesellschaft, sondern eine geschlossene, eine geistig hermetisch abgeriegelte Gesellschaft. Daher auch die Zensur- und Verbotsphantasien und daher die Exklusion aus der Gemeinschaft von jedem, der nicht mit klatscht oder gar offen Kritik übt, siehe Sahra Maria Schneider.

Eine Ideologie, die keinen offenen Diskurs, keine freie Demokratie gestattet

Sie müssen alles und jeden einschüchtern, weil nur so die Konformität gesichert werden kann, da ja das Fundament überhaupt nicht in der Realität verankert ist, sprich keine Bodenhaftung hat (deswegen wird das früher oder später auch in sich zusammenbrechen), sondern ausschließlich in Vorstellungen, in Ideen, sprich einer Ideologie verankert ist, die keinen offenen Diskurs, keine Demokratie gestattet, sofern diese nicht von der Sekte kontrolliert und gelenkt werden kann. Wie sagte schon Walter Ulbricht, 1960 bis 1973 Staatsratsvorsitzender der DDR: „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“ Und kommt uns dieses sich gegenseitig frenetische Zuklatschen nicht auch bekannt vor?

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