AfD im Aufwind – Die Alternative zu Merkel, Schulz & Co. steigt bei Insa auf Platz 3

Von Jürgen Fritz

Vor einer Woche noch 1,5 Punkte hinter der Linkspartei liegt die AfD im neuesten INSA-Meinungstrend jetzt bereits einen Punkt vor dieser, lässt nicht nur die FDP hinter sich, sondern überholt auch die SED-Nachfolgerin und liegt erstmals seit drei Monaten klar vor dieser auf Platz 3. 

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Die AfD schiebt sich bei INSA an der FDP vorbei und überholt die Linkspartei

Die Hoffnungen der sechs anderen relevanten Parteien waren nicht gering, dass man es bis zum 24.09. vielleicht doch noch schaffen könnte, die AfD wie schon 2013 unter die magische Fünfprozent-Marke zu drücken und so aus dem Bundestag heraus zu halten. Doch danach sieht es knapp sechs Wochen vor der Bundestagswahl gar nicht aus. Im Gegenteil, die AfD, die sich in den letzten Wochen und Monaten eher einen Zweikampf mit der FDP um Platz 4 lieferte und zeitweise auf Platz 5 zurückgefallen war, scheint sich genau rechtzeitig erholt zu haben und legt wieder deutlich zu. Nachdem sie bereits in 13 von 16 Landtage eingezogen ist, scheint auch der Bundestagseinzug nicht wirklich in Gefahr.

Im INSA-Meinungstrend hat die AfD nicht nur die FDP, die Ende Mai noch 1,5 Punkte vor ihr lag, einen ganzen Punkt hinter sich gelassen, sie konnte vielmehr jetzt auch die Linkspartei überholen. Dabei hatte diese vor einer Woche noch einen klaren Vorsprung von 1,5 Punkten. Die SED-Nachfolgerin fällt innerhalb der letzten sieben Tage von 10,5 auf 9 Prozent und liegt jetzt sogar einen ganzen Punkt hinter der AfD, die sich von 9 auf 10 Prozent verbessern kann.

Wenig Veränderung gibt es bei den anderen Parteien. CDU/CSU und SPD verharren bei 37 bzw. 25 Prozent, die FDP bei 9, die sonstigen Parteien alle zusammen bei 3 Prozent. Lediglich die Grünen können sich bei INSA minimal verbessern von 6,5 auf 7 Prozent.

2017-08-15

Wahl-O-Matrix: die genauesten und aussagekräftigsten Werte

Noch interessanter und vor allem aussagekräftiger ist aber der Wahl-O-Matrix-Durchschnitt, welcher von jedem der zehn führenden Institute die jeweils aktuellste Umfrage mit einrechnet, sofern diese – bezogen auf den mittleren Tag der Befragung – nicht älter ist als vier Wochen. Hier sehen wir quasi mit leichter Zeitverzögerung am genauesten den aktuellen Stand und auch die Entwicklung, da die Fehler der einzelnen Institute sich hier eher gegenseitig eliminieren. Im Wahl-O-Matrix-Analyse-Tool, dem genauesten von allen, kommen die Parteien derzeit auf folgende Werte:

  1. CDU/CSU: 37 – 40 %
  2. SPD: 23 – 25 %
  3. Linke: 8 – 10 %
  4. AfD: 8 – 10 %
  5. FDP: 7 – 9 %
  6. Grüne: 6 – 8 %
  7. Sonstige: 3 – 6 %

Im arithmethischen Wahl-O-Matrix-Durchschnitt sieht das wie folgt aus. Wären jetzt schon Bundestagswahlen, könnten die Parteien in etwa mit folgenden Werten rechnen:

2017-08-15-2

Richtig spannend ist nur der Kampf um Platz 3

Platz 1 und 2 dürften so gut wie sicher sein. Dazu sind die Abstände zu groß, als es wahrscheinlich wäre, dass es hier noch zu Veränderungen käme. Die SPD liegt etwa genauso weit hinter CDU/CSU wie die AfD hinter der SPD, jeweils ca. 15 Punkte.

Der Kampf um Platz 3 scheint knapp sechs Wochen vor der Bundestagswahl aber völlig offen. Die Linkspartei, die außer den Grünen wie keine andere für grenzenlose Massenimmigration von Kulturfremden steht, die AfD und auch die äußerst flexible FDP – wir koalieren mit fast jedem, auch den Grünen, Hauptsache wir dürfen dabei sein – haben hier sehr gute Chancen, auf der Zielgerade Bronze zu holen. Die Grünen dürften die geringsten Aussichten auf Platz 3 haben. Sie finden sich immer mehr abgeschlagen auf Platz 6. Eines zeichnet sich aber auch im Wahl-O-Matrix-Durchschnitt immer deutlicher ab: die AfD ist im Aufwind.

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Bilder: © Eigene Grafiken sowie Youtube-Screenshot von Alice Weidel auf dem AfD-Bundesparteitag 2017

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11 Antworten auf „AfD im Aufwind – Die Alternative zu Merkel, Schulz & Co. steigt bei Insa auf Platz 3

  1. Jens Richter

    Meine Vermutung ist, dass sich in der FDP Wähler versammeln, die der AfD noch misstrauen. Das ist nachvollziehbar, denn immer wieder kommt es zu seltsamen und „missverständlichen“ Äußerungen und Reden seitens einiger AfD-Politiker -für die sie sich dann immer entschuldigen müssen (peinlich). Also wenn jetzt kurz vor der Wahl gewisse AfDler noch so ein Ding drehen sollten, das Wählerstimmen kostet, vermute ich auch langsam eine absichtsvolle Demontage.

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    1. Der Blogwart 2.0

      Sehe ich ähnlich: die AfD niegt dazu, sich selbst zu neutralisieren respektive unwählbar zu machen. Sie befürchten ein unkontrolliertes, unkontrollierbares „Trump“ Phänomen, selbst in der APO. Das sich die FDP (traditionel) zum Steigbügelhalter der Arbeitswelt 4.0 entwickeln wird, scheint zweitrangig. Was Jamaika für fast noch fataler als GroKo macht.

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      1. Carl Eugen

        Das kann man wohl nicht sagen. Mit GroKo ändert sich nichts. Wenn man aber Merkel schon nicht abwählen kann, so will man doch wohl wenigstens den Maas loswerden. Ein Justizministerium ohne Maas, mit einem FDP-Mann vielleicht sogar, wäre eine Verbesserung wenigstens auf diesem Gebiet. Für Maas indes muß gelten, daß nicht er mehr sich um die Justiz, sondern daß endlich die Justiz sich um ihn zu kümmern hat.

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  2. Pingback: AfD im Aufwind steigt bei Insa auf Platz 3 – Alternativnews

  3. Daniela Schießl ( Gisela Jäger)

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  4. Pingback: AfD wählen! | Kreidfeuer

  5. Ronny Mälzer

    Ist schon witzig wie unsere Städte mit den Wahlplakaten der Altparteien zugekleistert werden, aber ich sehe kein einziges Plakat der AfD, die aber in Umfragen mittlerweile knapp hinter der SPD liegt.

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