Merkels Dummdreistigkeiten zum Reformationstag

Ein Gastbeitrag von Hartmut Krauss

Eine moderne, offene Gesellschaft brauche vor allem Religionsfreiheit, die Garantie dass Religionen ungestört ausgeübt werden können, meinte unsere seit zwölf Jahren amtierende Regierungschefin (Regentin) zum Reformationstag. Hierzu ein Kommentar von Hartmut Krauss, dem Vorsitzenden der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte.

Offene Gesellschaft meint geistig offen für Kritik nicht offene Grenzen für die Feinde der Freiheit

Der sehr geschätzte Hartmut Krauss schreibt auf Facebook: Ich bekam folgende Zuschrift, die ich hier gern weitergebe.

Merkel zum Reformationstag: „Eine moderne, offene Gesellschaft braucht vor allem Religionsfreiheit, die Garantie dass Religionen ungestört ausgeübt werden können“. In einem einzigen Satz gleich fünf Dummdreistigkeiten unterzubringen, das schafft nur Merkel.

1. Offene Gesellschaft ist ein Begriff von Karl Popper (siehe sein berühmtes Buch Die offene Gesellschaft und ihre Feinde) und meint etwas völlig anderes als wahllos jeden hereinzulassen und einzubürgern, der das will, geschweige denn den Feinden der Freiheit (Islam = Unterwerfung), auch wenn sie als Religiöse daherkommen, freie Hand zu geben.

Nicht Religion besonders fördern, sondern Säkularisierung vollenden

2. Religionsfreiheit war schon seit 1949 hier verwirklicht. Das muss man jetzt nicht plötzlich als politisches Ziel priorisieren.

3. Geschlecht, Ethnie, Religion usw. stehen unter Schutz gegen Diskriminierung. Nichts davon ist schutzwürdiger als andere Gruppen-Eigenschaften.

4. Sie begründet nicht warum gerade eine „moderne“ Gesellschaft ausgerechnet Religion besonders fördern sollte; im Gegenteil sollte Säkularisierung vollendet werden.

5. Uns zum Reformationstag wieder moralisch-propagandistisch zu bedrängen, uns ihrer falschen Politik zu unterwerfen, ist eine Unverschämtheit.

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Zum Autor: Hartmut Krauss ist studierter Sozial- und Erziehungswissenschaftler, Autor und Verleger. Er war  in der Erwachsenenbildung tätig und in den 1990er Jahren einer der Gründer des parteienunabhängigen Arbeitskreises Kritische Marxistinnen und Marxisten. Er gilt als Subjektwissenschaftler und Postmodernismus-Kritiker mit materialistisch-dialektischer Perspektive. 2008 gehörte er als ursprünglicher  Initiator zu den Referierenden der Kritischen Islamkonferenz. Er ist Redakteur der in Osnabrück erscheinenden Zeitschrift HINTERGRUND und Vorsitzender der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte. Ganz besonders empfehlenswert ist sein Buch Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung.

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Bild: Youtube-Screenshot

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44 thoughts on “Merkels Dummdreistigkeiten zum Reformationstag

  1. truckeropa66

    Diese Aussage muss nicht falsch sein! Nur hat Mutti den Nachsatz vergessen. Denn der hätte zumindest so lauten können….. ,wennSie sich nicht mehr politisch aktiv zeigen,keine Extremisten und Teroristen mehr anwerben und ausbilden, und ihr jeweiliges Machtgehabe ganz auf ihren Status innerhalb ihrer jeweiligen Gemeinschaft beschränken.

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  2. lynx

    Der Herr Fritz sagt, der Herr Krauss habe gesagt, dass ihm irgendwer etwas geschickt hat und das ist auch noch falsch. Dieses erwähnte Zitat existiert nicht. Lesen Sie die Rede Merkels nach und machen Sie sich ein authentisches Bild (falls das von Interesse ist): https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2017/11/2017-11-01-rede-merkel-reformationsjubilaum.html;jsessionid=D04E419DC582C7449864DFACF5418D2F.s7t2?nn=694676
    Gerüchte, Gerüchte, Gerüchte und es gibt tatsächlich Leute, die das für bare Münze nehmen? Wie war das mit dem Verfall von Bildung und Kultur?

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    1. Jürgen Fritz

      Aus der Merkelrede: „Dabei gilt der verfassungsrechtliche Schutz der Glaubens- und Bekenntnisfreiheit sowie der ungestörten Religionsausübung für alle Gläubigen und jede Religionsgemeinschaft. So wie Glaubensfreiheit stets vor religiösem Fanatismus geschützt werden muss, so erfordert Glaubensfreiheit umgekehrt zugleich, Religionen vor Geringschätzung zu schützen. Ich halte den Einsatz für Religionsfreiheit – hierzulande wie auch weltweit – für eine gemeinsame Aufgabe von Politik und Kirchen.“

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      1. lynx

        „Eine moderne, offene Gesellschaft braucht vor allem Religionsfreiheit, die Garantie dass Religionen ungestört ausgeübt werden können“ – so haben Sie im Artikel zitiert. Da sind zwei andere Schwerpunkte gesetzt: „vor allem“ und „Garantie“- als gäbe es nichts Wichtigeres als Religion. Darauf wird im Beitrag dann ja auch herumgeritten. Merkel hat Religionsfreiheit lediglich als ein „auch“ beschrieben, das selbstverständlich zu einer modernen Gesellschaft gehört. Herr Philologe!

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      2. Walter Roth

        Lynx…………………..
        Es gibt keine Religionsfreiheit, nur die Freiheit den Bekenntnisses…………….. lernen Sie endlich einmal den juristisch wichtigen Unterschied…… auch wenn Merkel den selber nicht kennt.

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      3. lynx

        @Walter Roth: Bitte nicht verwechseln: das angebliche Zitat mit der Religionsfreiheit stammt von Fritz bzw. Krauss, ich habe das zur Klarstellung nochmal angeführt. Merkel hat in Ihrem Sinne korrekt von Glaubens- und Bekenntnisfreiheit“ geredet, wie JF ja in seinem Kommentar nun korrekterweise zitiert.
        Also: es mag zwar etwas spitzfindig erscheinen, aber es sind eben genau diese „Kleinigkeiten“, diese bewusst gewählten begrifflichen Unschärfen, auf denen ein ganzer hetzerischer Artikel aufgebaut wird. Stellt man das richtig, fällt alles in sich zusammen, die heiße Luft ist raus.

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    1. ikhlas93

      Es ist schon sehr auffallend, dass jene, die zensiert werden (beispielsweise auf Facebook & Co) dies an die grosse Glocke hängen, jedoch im selben Zuge unliebsame Kommentare löschen. ABER, ich muss fairerweise sagen, dass meine kritischen Kommentare gegen Hr Berger auf pp immer freigegeben wurden. Viele andere Blogs ticken da schon anders

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      1. Clemens Bernhard Bartholdy

        Nur kurz eine Frage:

        Herr Fritz löscht (nur mal angenommen, nachweisen oder widerlegen ist mir nicht möglich) einen Kommentar, lässt aber einen Kommentar stehen, der ihn der Zensur zichtigt? Hm… das wäre zwar denkbar, aber ist das auch wahrscheinlich?

        Anders gefragt: Hat hier irgendwer den angeblich faktenreichen Kommentar gesehen, der hier fehlen soll (war ja angeblich erst da und dann weg)…? Falls nicht: Wäre es denkbar, dass … naja … es sich hier um einen Versuch der Verächtlichmachung handeln könnte, weil Zensur bei den Lesern ganz schlecht ankäme?

        Vielleicht kann Herr Fritz das gelegentlich auflösen.

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      2. lynx

        Zweiter Versuch: Das angebliche Zitat von Merkel ist frei erfunden und von JF ungeprüft aus dritter Hand übernommen. FakeNews. So arbeiten rechtsideologische „Publizisten“. Wer sich sein eigenes, fundiertes Bild machen will, kann hier nachlesen: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2017/11/2017-11-01-rede-merkel-reformationsjubilaum.html;jsessionid=D04E419DC582C7449864DFACF5418D2F.s7t2?nn=694676
        Bezeichnend jedoch, dass auch die Leser das offenbar nicht kritisch hinterfragen. So ist das mit dem Niedergang von Bildung und Kultur und Meinungsfreiheit.

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      3. Jürgen Fritz

        Äpfel mit Birnen verglichen. 1. Kein Leser hat einen Nutzungsvertrag mit mir geschlossen. 2. Ich sammle keine privaten Daten von meinen Lesern, werte sie aus und verkaufe sie weiter an Privatfirmen. 3. Ich gebe auch keine Daten weiter an Geheimdienste. 4. Mein Blog ist für den gesamtgesellschaftlichen politischen Willensbildungsprozess von nachnachrangiger Bedeutung. Wer hier ausgeschlossen wird, dessen Einflussnahme auf die politische Willensbildung ist völlig unwesentlich eingeschränkt. 5. Ein Ausschluss von meinem Blog würde niemals die Berufsausübung einschränken. 6. Gleichwohl lösche ich keine Kommentare, die mir einfach nur inhaltlich nicht gefallen.

        Offensichtlich habe einige große Probleme, überhaupt zu verstehen, worum es sich bei einer elektronischen Kommunikationsplattform grundsätzlich handelt, um worum bei Facebook im speziellen (monopolartige Stellung).

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      4. ikhlas93

        Meiner Meinung nach totaler Unfug was Sie da schreiben. Für die kostenlose Nutzung von Facebook haben die Nutzungsbedingung und Richtlinien mit einem Klick zugestimmt. Facebook behält sich das Recht vor Kommentare oder Profile zu löschen, wenn diese die FB-Richtlinien verletzten. Natürlich alles sehr subjektiv und undurchsichtig, aber so ist das nun mal.

        Und zu Punkt 5: wer seine berufliche Existenz von einer einzigen Plattform abhängig macht und nicht ausreichend diversifiziert ist selber schuld.

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      1. lynx

        Mein erster Kommentar war kurz zu sehen und online. Mein zweiter wartet gerade auf Freischaltung. Lynx steht jetzt auf der Watchlist.

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      2. Benjamin Goldstein

        Sie haben Links benutzt. Wenn ich etwas mit Links poste, muss er es auch erst manuell freischalten. (Um Spam zu vermeiden)

        Ihre Kommentare werden irgendwann freigegeben. Das ist bei mir auch immer so.

        Ich kann das übrigens sagen, weil ihr Kommentar, auf den ich gerade antworte ja auch sofort durchging.

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      3. lynx

        Wenn ein Fan einen Link schickt, ist der schnell freigeschaltet, s.u. Egal. Einfach die Rede von Merkel auf der Seite der Bundesregierung im O-Ton nachlesen. Das angebliche Zitat findet sich nirgends. FakeNews.

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  3. Pingback: Merkels Dummdreistigkeiten zum Reformationstag – Titel der Website

  4. Walter Roth

    Religionsfreiheit gibt es in Deutschland nicht.


    Auch hier wieder der Irrtum der „Religionsfreiheit“……………..

    Es gibt die in der Schweiz nicht, wo sogar der calvinistische Kanton Genf vor ca. 100 Jahren den Priestern das Tragen der Soutane verbot, weil sie ein politisch-religöses Zeichen sei.

    In der Schweiz und auch in Deutschland gibt es die ….. ))) Freiheit den Bekenntnisses (((( was bedeutet, dass ein jeder Glauben darf was er möchte ohne dafür bestraft oder benachteiligt zu werden.

    ——————————————————————————————–
    Aber eine …. ))) Freiheit der der Religion ((( gibt es nicht.
    ——————————————————————————————–

    Denn die Freiheit der Religion oder Religionsfreiheit …..würde juristisch bedeuten, dass Muslime ihre Mädchen beschneiden dürften, ja das sie Ehebrecherinnen in Deutschland gemäss Scharia steinigen könnten.

    Darum gibt es keine Freiheit der Religion, denn die Muslime wären dann gemäss dem „Islam als Juristische Person“ berechtigt, all die Grausamkeiten die deren Religion fordert, zu praktizieren.

    Man sollte endlich aufhören in dem Punkt derart ungenau zu formulieren.

    Hier ein Video von Prof. Schachtschneider.

    Es gibt auch lange Versionen zum Thema in denen er das ganz genau erklärt.

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  5. Claus Gras

    Die Forderung, die Religionsfreiheit in der „offenen Gesellschaft zu etablieren hat gut gepasst. Wenn man schon nichts unbedingt Frommes sagen kann oder will, sollte es wesentlich etwas „Sachliches“ sein. Dann spielt es auch keine Rolle wie überflüssig die Forderung nach Religionsfreiheit durch die Kanzlerin war. Sie war jedenfalls anwesend, hat etwas gesagt und das reicht ja dann auch, um bei den erlauchten Ehrengästen in der Wittenberger Schlosskirche sitzen zu dürfen.

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  6. nouseforislam

    Seit wann ist die Religionsfreiheit wichtiger als die Meinungsfreiheit? Religionsfreiheit betrifft nicht alle, die Meinungsfreiheit schon. Wenn wir anfangen, die Religionsfreiheit einer bestimmten Gruppe über die Meinungsfreiheit des einzelnen zu stellen, ist der Weg in die Gesinnungsdiktatur nicht weit. Leider sind wir schon die ersten Schritte gegangen. Auch Hamed Abdel-Samad ist wieder bei Twitter gesperrt. Das System der quasistaatlichen Dienste wie Twitter oder Facebook passt sich nahtlos an die Wünsche der herrschenden Nomenklatura an. Deswegen ist wichtig, eigene Blogs zu bilden und eine Gegenfront aufzubauen. Der Spruch der Linken war immer „wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt“. Das sollten wir übernehmen. Merkel muss weg, man sollte alles versuchen, diese Frau zu diskreditieren, um sie aus dem Amt zu schaffen. Sie macht nämlich z. Z. da weiter, wo sie aufgehört hat: sie macht nichts, äussert sich zu nichts und lässt alles an sich abprallen. Mal sehen, ob die Vollidioten – ja, das sind sie – die sie gewählt haben, endlich kapieren, dass die Frau sie fleissig in ihren Freiheiten beschneidet.

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      1. nouseforislam

        „Dazu gehöre in besonderer Weise der Schutz der Religionsfreiheit, sagte Merkel am Dienstag“ Quelle: Radio Vatikan. Komisch, so hat sie sich über die beschnittene Meinungsfreiheit (Stichwort Netzdurchsetzungsgesetz) noch nie geäussert. Aber die hat sie ja auch selbst eingeschränkt. Wo sind also nun die Fakenews?

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      2. nouseforislam

        In der Zeit steht inhaltlich genau das gleiche. Der genaue Wortlaut der Rede ist doch völlig schnuppe, die inhaltliche Tendenz ist entscheidend. Ob ich jemandem sage, er wird hingerichtet oder ihm andeute, dass seine Lebenszeit kurzfristig begrenzt sei, bedeutet im Endeffekt dasselbe. Merkel jubelt die Religionsfreiheit hoch – gemeint ist damit wohl in erster Linie die Religion unserer „Kulturbereicherer“ – die Meinungsfreiheit als Ganzes ist ihr egal. Was soll so eine dumme, typische Merkelrede? Damit kann man wirklich nur Dumme von sich überzeugen.

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      3. lynx

        Das ist nun wirklich dummes Geschwätz, aber lassen wir’s damit gut sein. Sie wollen glauben, was sie glauben wollen, ganz egal, ob es Substanz hat oder nicht. Ist halt so.

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      4. th. bode

        Ich habe das Zitat als Ausschnitt so mit eigenen Ohren gehört in den ÖR-Nachrichten.
        Ob das in dieser Rede und vorher oder danach war zum Anlass Reformationstag weiß ich aber nicht.
        Ob sie „vor allem“ gesagt hat, weiß ich auch nicht sicher. Aber das ist eher nebensächlich. Dadurch dass sie damit zitiert wird und das Thema zu dem Anlass vorträgt geht es offensichtlich sehr, oder eben „vor allem“, darum.
        Im Übrigen ist das auch in der Hinsicht dummdreist dass es natürlich nur um den Islam geht ohne den explizit zu nennen.

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  7. nouseforislam

    Religion ist die dumme Antwort auf eine dumme Frage. Und Luther war Antisemit und Mohammed ein Polygamist und Pädophiler. Solchen abartigen Gestalten sollte man nicht hinterherlaufen, egal ob die Kässmann oder ein Imam das ganz gerne hätten.

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