Wie die Politikerkaste die Grundlagen unserer Gesellschaft zerstört

Von Jürgen Fritz, So. 5. Nov 2017

Das System ist krank. Und immer mehr Menschen merken das. Sie verstehen vielleicht nicht alle Zusammenhänge genau, aber sie fühlen es. Sie spüren es intuitiv. Inwiefern ist das System krank? In vielerlei Hinsicht. Fangen wir an mit dem Ökonomischen, um anschließend in tiefere Gefilde vorzudringen, vor allem in uns selbst.

Leben auf Pump

Deutschland leiht anderen, insbesondere Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und auch Frankreich (!) Geld, das es mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder sehen wird, damit sie von diesem Geld unsere Produkte kaufen, um unsere Wirtschaft anzukurbeln. Damit aber machen wir a) die Wirtschaft der anderen kaputt, die bei einer Einheitswährung mit dem übermächtigen Deutschland nicht annähernd mithalten können, siehe Griechenland, aber auch Italien, Frankreich usw. und b) verschleudern wir das Geld der deutschen Staatsbürger. Wer profitiert davon?

Davon profitiert zunächst die deutsche Wirtschaft, vor allem wohl das Großkapital. Die Wirtschaft aber nur kurz- und mittelfristig. Langfristig strebt dieses System selbstverständlich auf einen Kollaps zu, da alles quasi auf Pump finanziert ist und die Staaten sich immer mehr verschulden, bis die Blasen irgendwann platzen.

Mentale Dispositionen werden nachhaltig geschädigt

Es droht ein Dominoeffekt, der alles in den Abgrund reißen könnte. Im Moment sehen wir durch die politisch erzwungene, korrumpierte Nullzinspolitik, die zwangsläufige Folge der Überschuldung der Staaten ist – diese wären bei höheren Zinsen sofort Pleite – eine schleichende Enteignung der Bürger, genauer der Sparer. Solides persönliches Wirtschaften wird bestraft, sich verschulden, Unsolidität wird dagegen belohnt. Gleichzeitig werden die Bürger seit mehr als 20 Jahren angehalten, sie sollen privat für ihre Altersvorsorge etwas ansparen, weil ihnen sonst massive Altersarmut drohe. Dabei merken die Leute immer mehr, dass das Sparen gar keinen Sinn ergibt, weil völlig ungewiss ist, ob das Angesparte in 20, 30 Jahren überhaupt noch etwas wert sein wird.

Wie sich dies auf die Mentalität der Menschen langfristig auswirken wird, kann sich jeder ausmalen. Hier wird, um den Ausdruck des kürzlich verstorbenen Historikers Rolf Peter Sieferle aufzugreifen, kulturelles Kapital in Form von mentalem Vermögen (tief in der Seele verwurzelte Haltungen und Einstellungen), welches über Jahrhunderte und Jahrtausende aufgebaut wurde, regelrecht zerstört. Wenn dann irgendwann alle eine griechische oder süditalienische Mentalität haben, aber niemand mehr da ist, der dies von außen finanziert und ständig subventioniert (wer sollte das sein? Aliens?), wird alles zusammenbrechen.

Die Flutung mit kulturfremden, seelisch verformten Analphabeten

Und jetzt soll Europa mit zig, wenn nicht hunderten Millionen völlig kulturfremden Immigranten geflutet werden, die zum Großteil Analphabeten und oftmals hochgradig aggressiv und gewalttätig sind, die völlig andere Menschen- und Weltbilder haben, ein völlig anderes Frauenbild – von Kinderehen will ich gar nicht erst anfangen -, für die Begriffe wie Menschenwürde und freie Entfaltung der Persönlichkeit vollkommene Fremdwörter sind wie von einem anderen Planeten. Immigranten, bei denen es sich zum Großteil um islamisch Deformierte handelt, die seelisch meist nicht mehr umgepolt werden können.

Und wozu diese Flutung? Um sich billige Arbeitskräfte langfristig zu sichern? Um die Demokratie ganz allmählich und zunächst unmerklich immer mehr auszuhöhlen? Um leicht lenkbare Massen von völlig entwurzelten Menschen zu bekommen, die sich auch untereinander überhaupt nicht mehr einig sind, so dass sie immer leicht gegeneinander aufgebracht und gegeneinander ausgespielt werden können (divide et impera)?

Die Zerstörung der Grundlage unseres Zusammenlebens

Unsere eigenen Politiker – die meisten dürften kaum über den Intellekt und die Bildung verfügen, all diese Zusammenhänge überhaupt zu verstehen, sie werden von der jeweiligen Parteiführung über die Partei- und Fraktionsdisziplin von oben gesteuert – züchten seit langem ein System, welches nicht auf Solidität und Nachhaltigkeit angelegt ist. Und sie treten den Rechtsstaat und die Bürgerrechte mit Füßen, brechen sämtliche Verträge, Abkommen, Gesetze und inzwischen auch die Verfassung.

Das Allerschlimmste aber ist die Verlogenheit und Heuchelei der Politik und längst auch der M-Medien. Durch diese permanente Unehrlichkeit wird wiederum kulturelles Kapital zerstört, vielleicht das Wichtigste von allem: Vertrauen. Kein Mensch kann leben ohne Vertrauen a) in sich und b) in andere, in seine Umwelt, auch in die staatlichen Institutionen. Wer das Vertrauen der Menschen zerstört, der raubt ihnen mit das Wichtigste überhaupt. Das gesamte Lebensgefühl verändert sich, wenn Vertrauen flöten geht. Dies dürfen wir nicht länger zulassen! Das heißt aber auch, dass wir selbst ehrlicher sein müssen, nicht vordergründig nach der Wahrheit verlangen, in Wirklichkeit aber belogen werden wollen, wenn die Lügen nur süß genug klingen.

Was können wir tun?

Was wir gegen all diese Fehlentwicklungen tun können? Alle Altparteien bei jeder Wahl konsequent abwählen und für die einzige politische Kraft votieren, die bei allen Unzulänglichkeiten, die ihr noch anhaften,

  • den Mut und die Bereitschaft aufbringt, aus diesem System ganz langsam und behutsam auszusteigen,
  • die Elemente der direkten Demokratie einführen wird, so sie in die Regierung gewählt wird,
  • die als einzige ernsthaft gewillt ist, die Rechtsstaatlichkeit und echte, uneingeschränkte Meinungsfreiheit wiederherzustellen,
  • die den Weg zurück zu ökonomischer Solidität einleiten kann und wird,
  • die endlich wieder nachhaltige Politik machen wird, um unser Land auch langfristig für unsere Kinder, Enkel und Urenkel lebenswert zu machen und so vielleicht auch Vorbild zu sein für andere, die von dieser Entwicklung profitieren können und deren Wirtschaft dann ebenfalls gesunden kann.

Du musst dein Leben ändern

Was wir alle brauchen? Mehr Mut. Mut zunächst einmal, sich diese Dinge einzugestehen, dass hier vieles seit langem schon verkehrt läuft. Mut zur Wahrheit. Und dann im nächsten Schritt Mut zur Veränderung. Aus dem Erkennen muss, wenn dies nicht folgenlos bleiben soll, ein Handeln resultieren. Hier ist jeder Einzelne gefragt, denn große Veränderungen müssen von innen heraus kommen. Jeder muss bei sich anfangen. „Du mußt dein Leben ändern“ hieß eines der letzten Bücher des Philosophen Peter Sloterdijk. Denn so können wir nicht weitermachen.

Wenn WIR uns verändern, dann bekommen wir auch andere Politiker und eine andere Politik. Dann bekommen wir eine andere Welt. Eine bessere Welt. Lassen Sie uns zusammen mutig sein!

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Titelbild: Pixabay, CC0 Creative Commons

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16 Antworten auf „Wie die Politikerkaste die Grundlagen unserer Gesellschaft zerstört

  1. Pingback: Mut zur Veränderung – Alternativnews

  2. truckeropa66

    Wie sagte das früher der Moderator Hans Rosenthal, DAS WAR SPITZE

    Hervoragender Artikel, in Bezug auf den Imigrationsteil vertrete ich seit Anfang an die Meinung, das es vorrangig hier um das Geldeinehmen Einzelner geht, als um wirklich diesen Leuten zu helfen. Bzw. Denen die schon länger hier sind.

    Das bei den vorhergehenden Aktionen, Schuldenkriese, das selbe System bereits gegriffen hat. Habe ich, wie die meisten wohl übersehen!

    Das viele das immer noch nicht sehen wollen, weil ihr Durchblick, insofern er vorhanden war, mit der Nazikeule vernebelt wurde. Dieses Problem, Vertrauensproblem wird wohl erst nachhaltig wirken!

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      1. truckeropa66

        Gerne Hr. Fritz,
        Habe aus meiner Eigenen Lebens und Firmen/Arbeitsgeschichte viel gelernt. Stehe seit einiger Zeit vor einem Trümmerhaufen meines existentiellen Lebebstraums, könnte mit Hilfe eibes Anwalts mit „Arsch“ in der Hose sicher einiges wieder rum reisen. Aber der begrenzende Faktor ist nun mal die Kohle!

        Wenn Sie diese Geschichte, die in ihrem Grundstock kein Einzelfall ist, kennen würden, würden Sie sicher Fragen ist so etwas überhaupt möglich!

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      2. ikhlas93

        Lieber Herr Fritz,

        unser jetziges Geldsystem zwingt uns ein Leben auf Pump, da es genauer gesagt ein Schuldgeldsystem ist.
        Das Geld kommt nur in Umlauf wenn Schulden gemacht werden. Konkret bedeutet dies, dass all jenes Geld (Bargeld, Giralgeld usw.) welches weltweit im Umlauf ist genauso viele Schulden entgegenstehen, wie ein Spiegel. Das Problem ist nur, das diese Schulden nie zurückgezahlt werden können, da ja on-top die Zinsen draufgeschlagen werden. Hinzu kommen auch noch die Zinseszinsen und wie Sie ja selber wissen wachsen diese expondentiell an. Wir Menschen sind nicht in der Lager expondenzell zu denken, geschweige denn zu wirtschaften und dies führt irgendwann unweigerlich zu einem Kollaps des Systems. Dies passiert genau dann, wenn wir Bürger diese Zinslast nicht mehr tragen können, da es letzendlich egal ist wer die Schulden aufnimmt. Entweder zahlen wir Bürger die Zinsen indirekt, wenn der Staat die Zinslast über die Steuern einholt, Unternehmen die Zinsaufwendungen in die Preise einkalkulieren oder direkt, wenn wir Schulden aufnehmen und die Zinsen zahlen müssen.

        Man kann es drehen und wenden wie man es möchte, Irgendwann wird dieses System resetted und das Spiel fängt von vorne an. Man kann es jedoch noch künstlich am Leben halten indem man den Konsum weiter anheizt.

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  3. Sabrina

    Bravo! Das war mal wieder Extraklasse, was Sie, lieber Herr Fritz hier dargelegt haben. Von der prägnanten Kurzanalyse, über konstruktive Überlegungen zu dringend gebotenen Erfordernissen politischen Gestaltungshandelns, hin zu konkreten Impulsen für die unumgängliche Auseinandersetzung mit der reflektierten Lebenseinstellung eines jeden Einzelnen, die nur durch jeden selbst erfolgen kann und sollte!

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  4. fibeamter

    Nur ganz kurz: Ich bin seit 20 Jahren oedp-Mitglied. Beim vorletzten Landesparteitag Bayern kritisierte ich nichtssagende Wahlslogans. Der letzte zum Bundestag dürfte auch für die Landtagswahl 2018 Bayern gelten: Mensch vor Profit. Der Leitgedanke des Parteiprogramms ist das Gemeinwohl. Und nicht die Stärkung der globalen Wirtschaft.

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    1. Jürgen Fritz

      Ein wunderbares Stichwort, um welches sich fast alles in meinem Text dreht, auch wenn der Ausdruck selbst gar nicht genannt wird: Gemeinwohl. Danke, dass Sie das Wort mit einbringen, fibeamter.

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  5. Chris Benthe

    Bester Grundsatzartikel, der wohl jedem vernünftigen Menschen aus der Seele spricht. Europa ist noch keineswegs verloren. Es tut sich etwas, der Wind dreht sich, behäbig, aber unumkehrbar, und das macht Mut. Das Neue erwächst oft aus den Trümmern des Alten, wir sollten keine zu übermächtige Angst vor dem Unvermeidlichen haben, allein Respekt und Kühnheit sind ein gutes Rüstzeug für das Kommmende. Es ist an der Zeit, den Mangel, das Einfache, die Entbehrung, das Unbequeme zu kosten. Diese Tugenden des Verzichts und der radikalen Reduktion werden wir für die nahe Zukunft benötigen. Frischer Wind für das Mentale.

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  6. crimson

    Habe diesen Artikel heute in einer Pause am Arbeitsplatz überflogen. Da das Gelesene in mir widerhallte, habe ich ihn mir heute Abend ganz in Ruhe noch einmal durchgelesen.
    In verständlichen Worten und in Ihrer ganz eigenen sachlichen Art sprechen Sie, Herr Fritz, hier an, was wir alle tun können, und alle tun müssen. Ich bin beeindruckt von Ihrem fairen Umgang mit dieser besagten einzigen politischen Kraft, meine ich doch, vor einer Weile gelesen zu haben, dass diese Ihnen nicht so wirklich zusagt. Nun, ich bin seit 2013 dort Mitglied und ganz sicher auch nicht mit allem einverstanden. Aber es ist allemal besser, als die Hände in den Schoß zu legen und zuzusehen, wie alles hart Erarbeitete den Bach runtergeht. Und wir können uns glücklich schätzen darüber, dass wir so großartige Fürsprecher haben wie Sie und Herrn Berger.

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  7. Pingback: Ökonom H. W. Sinn: „Eine Regierung darf sich nicht unter Hinweis auf humanitäre Gründe über Recht hinwegsetzen“ | Hallo, hallooooooo, guten Morgen, wach auf!

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