Richterliche Anordnung: Chefchaot des „Zentrums für Politische Schönheit“ darf sich Höckes Haus nicht mehr nähern

Von Jürgen Fritz, 17. Dez 2017

Dumm gelaufen für Philipp Ruch, den Chefchaoten vom „Zentrum für Politische Schönheit“. Laut einem Gerichtsbeschluss darf er sich dem Haus von Björn Höcke (AfD) nur noch auf einen halben Kilometer nähern. Noch dümmer: seine Wohnung im Nachbarhaus und das „Kunstobjekt“ liegen beide weniger als 500 Meter von Höckes Haus entfernt. Was nun?

Wie alles begann

Der thüringische AfD-Chef Björn Höcke hatte im Januar in Dresden eine Rede gehalten, in welcher er davon sprach, die Deutschen seien das einzige Volk der Welt, welches sich ein Denkmal der Schande ins Herz seiner Hauptstadt gepflanzt habe. Wohlgemerkt, auch wenn einige diesen Unterschied nicht verstehen (kognitive Überforderung) oder nicht verstehen wollen (perfide Charaktere), Höcke sagte nicht, das Errichten des Mahnmals (eine Handlung) sei eine Schande, sondern das Mahnmal (ein Objekt) erinnere an Handlungen unserer Vorfahren, die eine Schande darstellen, was zweifelsfrei richtig ist.

Denn natürlich ist das, was unsere deutschen Vorfahren zwischen 1933 und 1945 verbrochen haben, eine Schande und das Denkmal ist ein Objekt, welches just daran erinnert. Die Handlung des Errichtens eines solchen Mahnmals mitten in Berlin kritisierte Höcke natürlich, was durchaus legitim ist, nannte aber nicht diese Entscheidung eine Schande. Zu hinterfragen ist sie aber allemal, denn es stellt sich in der Tat die Frage, wie es sich auf die Psyche eines Volkes auswirkt, wenn es die Erinnerung an seine schwersten und schlimmsten Verbrechen zum Mittelpunkt seiner eigenen Identität erhebt und just diese auch noch so übergroß darstellt, dass alles andere daneben vollkommen verblasst.

Die Inszenierung einer Menschenjagd

Doch um ein Aufnehmen dieses Balls und dem Anführen von Gegenargumenten, ging es den Höckephoben offensichtlich zu keinem Zeitpunkt. Vielmehr wollten sich einige – wie Hyänen, die Beute gewittert haben – diese Gelegenheit offensichtlich nicht entgehen lassen und versuchen wieder einmal, eine öffentliche Hexenjagd zu inszenieren. Höcke wurde von allen möglichen Seiten heftig attackiert.

Dabei wollte das „Zentrum für politische Schönheit“ offensichtlich nicht fehlen und versuchte, sich allmählich zum Haupttreiber dieser Menschenjagd aufzuspielen. Diese Chaoten, um nicht zu sagen Terror Ausübenden, die von den durch und durch verlogenen M-Medien euphemistisch „Aktivisten“ genannt werden statt „neue Nazis“, wollten sodann Björn Höcke zum Niederknien vor dem Denkmal nötigen.

Wir wollen, dass du niederkniest, und werden dich notfalls dazu zwingen

Björn Höcke solle auf Knien um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs bitten, forderten die neuen Nazis. Anderenfalls würden in der Vergangenheit über Höcke gesammelte Informationen veröffentlicht. Zuvor hatten sie eigenen Angaben zu Folge Höcke und seine gesamte Familie über Monate hinweg beobachtet, gefilmt und Protokoll geführt über alle möglichen Aktivitäten. Höcke selbst spricht über einen Zeitraum von über elf Monaten. Außerdem wühlten sie im Müll der Familie herum, in der Hoffnung, dort etwas gegen den AfD-Politiker zu finden, das sie gegen ihn verwenden könnten. Im November haben sie dann eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals vor Höckes Anwesen nachgebaut, um diesen und seine ganze Familie zu zwingen, sich das jeden Tag anzusehen.

„Wer so etwas tut, ist in meinen Augen ein Terrorist“, sagte Höcke völlig richtig. Denn Terror ausüben, heißt nichts anderes als andere Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, sie über alle möglichen Formen der Gewalt zu Dingen zu zwingen, die sie selbst gar nicht wollen, was aber einen Verstoß gegen die Menschenwürde (Selbstbestimmung) darstellt, der Schlüsselbegriff unseres Grundgesetztes, der aber insbesondere von der kompletten Linken kaum verstanden ist.

Deshalb sei das „Zentrum für politische Schönheit“ keine Künstlergruppe. „Sie ist eine kriminelle Vereinigung. Ja, sie ist eine terroristische Vereinigung“, sagte Höcke. Der Thüringer AfD-Landessprecher Stefan Möller sprach von einer Grenzüberschreitung. „Solche Aktionen dürfen in einem demokratischen Rechtstaat nicht akzeptiert werden.“

Mietvertrag gekündigt und Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdacht auf Nötigung

Nach Informationen des MDR Thüringen wurde dieser Chaotengruppe der Mietvertrag für das Nachbargründstück zum Haus von Höcke bereits im November gekündigt. Der Eigentümer des Nachbargrundstücks habe den neuen Nazis die Kündigung Ende November übergeben und wolle erreichen, dass die Gruppe das Grundstück bis zum Jahresende (31.12.2017) räumt, wogegen diese sich widersetzen wollen, da die Kündigungsfrist nicht eingehalten wäre.

Seit Ende November ermittelt außerdem die Staatsanwaltschaft Mühlhausen gegen die Chaoten vom „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS). Es bestehe der Anfangsverdacht auf versuchte Nötigung, sagte Behördensprecher Dirk Germerodt.

 Der Chef der Chaoten darf sich Höckes Haus nur noch auf 500 Meter nähern

Und diese Tage hat nun das Amtsgericht Heiligenstadt folgendes verfügt. Philipp Ruch, der Gründer dieser dubiosen Vereinigung „Zentrum für politische Schönheit“ darf sich Höckes Haus nur noch auf einen halben Kilometer nähern. Diese Verfügung sei laut MDR Thüringen vom Amtsgericht Heiligenstadt bestätigt.

Damit ist es Ruch nicht mehr möglich, „seine Wohnung“ (in Wahrheit wohl eher ein Außenstützpunkt dieser Vereinigung für Aktivitäten, die die Menschenwürde verletzen) im Nachbarhaus zu betreten. Auch kann er so nicht mehr zu dem Nötigungsobjekt gelangen, welches er selbst für ein „Kunstobjekt“ hält. Denn beides liegt weniger als 500 Meter von Höckes Haus entfernt. Tja, dumm gelaufen, Herr Ruch, gell? Funktioniert unser Rechtsstaat etwa doch noch?

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Titelbild: Youtube-Screenshot von Philipp Ruch, Chefchaot des „Zentrums für politische Schönheit“

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22 Antworten auf „Richterliche Anordnung: Chefchaot des „Zentrums für Politische Schönheit“ darf sich Höckes Haus nicht mehr nähern

  1. Pingback: Richterliche Anordnung: Chefchaot des „Zentrums für Politische Schönheit“ darf sich Höckes Haus nicht mehr nähern – Leserbriefe

  2. Roooooobert

    Danke für die Ausführungen auch zu Höcke s Rede,die ja ständig missbräuchlich zitiert wurde und wird,bewusst nicht verstanden wurde und leider auch von der AfD Seite nicht bestätigt,sondern immernoch getadelt wird oder wurde.Was daraus gemacht wurde,war ein böser Medien Hype,der Superlative.Sicherlich kann man Dinge anders sagen,besser ausdrücken usw. —so what! Ich habe den Schuldkult dieser Nation jedenfalls satt und das Antigedenken an die deutschen Soldaten,die gekämpft und gestorben sind ebenfalls.Ich fand das Holocaust Denkmal in Berlin schon immer schrecklich,da sitzen die Leute drauf und fressen einen Döner,da liegt Müll rum und Kinder hüpfen über die Steine—ich war in Israel im Yad waschem Museum und dagegen ist es einfach schäbig und für mich unerträglich.

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    1. Heidi Preiss

      Da gehe ich voll mit Ihnen konform. Wir wissen bis zum Erbrechen, was damals geschehen ist; werden wir doch täglich daran erinnert. Es hängt auch mir sowas von zum Hals raus. Ich habe mir hierzu das Buch von Menuhin „Wahrheit sagen – Teufel jagen“ angelesen. Da kommt man schon ganz schön ins Grübeln.

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  3. ceterum_censeo

    Lieber Herr Fritz,

    alles,.u.a. :
    ‚….wenn einige diesen Unterschied nicht verstehen (kognitive Überforderung) oder nicht verstehen wollen (perfide Charaktere)….‘

    sehr schön und prägnant dargestellt!

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  4. bibinka

    Was für hirnlose Zellhaufen müssen das sein, die behaupten Höcke hätte den Holocaust verleugnet. Was für ein Blödsinn!
    Ist es schrecklich was da passiert ist, ja , aber hat Höcke daran Schuld, oder seine Kinder, oder meine Kinder, oder ich?
    NEIN!
    Aber man kann ja schon froh sein, dass das Gericht so vernünftig war.
    Und noch was, diese hirnlosen Zellhaufen sind vieles, aber sicher KEINE KÜNSTLER!
    Das ist eine Beleidigung für jeden Künstler, diese Filzläuse als Künstler zu bezeichnen.
    Das sind einfach nur widerliche Kreaturen.

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    1. Horst Hans

      Der „Künstler“ und seine aufgestumpte Muße können sich ja bei Annetta ausheulen. Von der kriegen die doch die Kohle für ihren denunziatorischen Schwachsinn.

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  5. Wolfgang Scharff

    Björn Höcke: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

    Rudolf Augstein (Gründer des „SPIEGEL“): „Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd.“

    Kann mir einer erklären, wer hier der Nazi ist?

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  6. JohannesHolmer

    „Wohlgemerkt, auch wenn einige diesen Unterschied nicht verstehen (kognitive Überforderung) oder nicht verstehen wollen (perfide Charaktere), Höcke sagte nicht, das Errichten des Mahnmals (eine Handlung) sei eine Schande, sondern das Mahnmal selbst (ein Objekt), was zweifelsfrei richtig ist.“ Richtig gemeint…,
    Lieber Herr Fritz, das ist aber leider auch ein wenig unscharf, denn das Mahnmal selbst ist keine Schande, es zweigt die Schande auf. Insofern hat Augstein das sogar noch klarer gesagt, aber dasselbe gemeint.
    Zweifelsfrei richtig wäre, lieber Jürgen Fritz, zu sagen: Es ist ein Mahnmal, das an die Schande erinnert (kurz nach Höcke: Mahnmahl der Schande).
    „Das Mahnmal selbst (ein Objekt) ist zweifelsfrei“ keine Schande! Aber das, worauf es hinweist… Höcke hat damit sprachlich völlig recht. Das Mahnmahl selbst ist keine Schande, seine Errichtung erstrecht nicht. Es ist zwar ein Akt der radikalen Selbstkritik (oder Selbstzerfleischung), die in unserem Land perfide hochkultiviert und mitten in die Hauptstadt gepflanzt wird. Aber das Denk- oder Mahnmal ist eher eine Ehre (oder Zeichen dafür, dass die Schande gesehen wird) als eine Schande für unser Volk. Wie aber oben beschrieben: mit Yad Vashem mitnichten zu vergleichen und zu oft als Picknick-Hocker missbraucht, auch wenn der Gedanke dahinter (einmal zu er-leben, wie es sich in der Enge der Steelen anfühlt) sicher nicht falsch ist.

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    1. Jürgen Fritz

      Um Gottes willen, Sie haben Recht, Johannes Holmer. Ich habe in der Tat in dem einen Satz ganz unscharf, ja falsch formuliert. Es war natürlich genau so gemeint, wie von Ihnen beschrieben. Anschließend erläutere ich es ja auch genau so. Aber der eine Satz von mir stimmt tatsächlich nicht. Ich habe es korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis!

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    2. ceterum_censeo

      Ich meinerseits bin mir indessen gar nicht einmal so sicher, ob nicht doch dieses ‚Denkmal‘ selbst eine ‚Schande‘ ist.

      Wenn vor 70, 80 Jahren mal in Deutschland, verursacht wohlgemerkt durch einen zugewanderten (aha!) Österreicher, durchaus Verbrechen begangen worden sind, warum müssen wir heutzutage, wo die Meisten von uns damals nicht einmal geboren waren, und fürderhin in alle Ewigkeit deswegen ‚in Sack und Asche‘ gehen und immerwährend ins deutsche Nest ’sch*****‘!?

      Und natürlich völlig aus dem Focus geraten die Untaten, die sich in anderen Ländern auch ohne ‚Hitler‘ ereignet haben – man nehme nur etwa ‚Stalin‘ mit Millionen von Opfern?

      Und andere Länder, die noch einen Nationalstolz haben, Frankreich oder insbes. auch die angelsächsischen Länder, würden ‚den Teufel tun‘, sich so etwas hinzustellen!

      War es nicht vor einigen Jahren, wo in England ‚Bomber Harris‘ gar noch ein Denkmal errichtet wurde – eingeweiht von der damals noch lebenden Königinmutter?

      Aber vielleicht ist es auch das, dass wir Deutschen uns so gut als künftige ‚Bückbeter‘ eignen:

      ‚Mea culpa, mea maxima perennia culpa‘!

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      1. bibinka

        Steht auch in dem offenen brief an alle Politiker und Journalisten drin. Hätte man wirklich etwas für den Frieden tun wollen, wäre dort ein Engel mit Friedenstauben aufgestellt worden. Damit wäre ein wirkliches Zeichen gesetzt worden. Ein Zeichen für die Liebe, des Verzeihens und des nach vorne Schauens.

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  8. Robert Meyer

    Lieber Blogwart, da haben Sie die Ereignisse sehr schön zusammengefasst. Ich glaube aber nicht, dass sich Ruch und Konsorten allein aus aufmerksamkeitsgenerierten Gründen engagiert haben. Die Holocaust-Keule war nur das Mittel zum Zweck, eigentliches Ziel war Björn Höcke als Politiker. Die Aktion kam pünktlich vor dem Bundesparteitag der AfD und sehr schnell wurde die alte Landolf-Ladig-Geschichte ausgegraben, die außer einem drogenvernebelten Langzeitstudenten ohnehin niemand geglaubt hat. Interessant wäre, wenn sich die Staatsanwaltschaft einmal die Finanzen dieses Herrn ansehen würde, da käme sicher einiges zu Tage.

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