Das archaische Hirn und der Ameisenmensch

Von Jürgen Fritz, Mo. 1. Okt 2018

Das archaische Hirn will immer einen, in den es alles Böse hineinprojizieren kann, um so seiner habhaft zu werden, will eine Hexe und einen Scheiterhaufen, in der Hoffnung, dass, wenn die Hexe auf diesem verbrannt wurde, das Böse dann gleichsam aus der Welt verschwinden würde.

Anders kann der Ameisenmensch nicht denken

Die einzelne Ameise verfolgt keinen übergeordneten Sinn – auch nicht die Königin. Jede Ameise folgt einfach nur einem inneren Programm. Dieses kennt sie nicht und darüber denkt sie nicht nach. Sie tut einfach. Den übergeordneten Sinn des Ameisenstaates findet man nicht in einem einzelnen Ameisengehirn, welches dies alles plant oder gemacht hat.

Die meisten Menschen können schon ein ganz klein wenig denken, ähneln in vielem jedoch noch eher einer Ameise denn einem Menschen und sind, wenn sie denn mal anfangen, ein wenig nachzudenken und etwas verstehen wollen, immer auf der Suche, nach der einen Ameise, die alles steuert, in deren Gehirn alles geplant sein müsse. Anders – in strukturellen, systemischen, gesetzesmäßigen Zusammenhängen – kann der Ameisenmensch noch nicht denken.

*

Titelbild: YouTube-Screenshot

**

Aktive Unterstützung: Jürgen Fritz Blog ist vollkommen unabhängig, werbe- und kostenfrei (keine Bezahlschranke). Es kostet allerdings Geld, Zeit und viel Arbeit, Artikel auf diesem Niveau regelmäßig und dauerhaft anbieten zu können. Wenn Sie meine Arbeit entsprechend würdigen wollen, so können Sie dies tun per klassischer Überweisung auf:

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Jürgen Fritz Blog. Oder über PayPal  5 EUR – 10 EUR – 20 EUR – 30 EUR – 50 EUR – 100 EUR