Haltung zeigen und gegen den Strom schwimmen

Ein Gastbeitrag von Karoline Seibt, Sa. 6. Okt 2018

Nur wer mit dem Strom schwimme, werde das Meer erreichen, meinte der überaus weise Konfuzius (551 – 479 v. Chr.). Wenn du jedoch zurück zur Quelle willst, so eine alte Weisheit des Zen-Buddhismus, dann musst du gegen den Strom schwimmen. Machen wir uns nichts vor, die meisten Menschen sind eher Opportunisten als so freiheits-, wahrheits- und gerechtigkeitsliebend, dass sie den Mut aufbrächten, in essenziellen Fragen nicht mit der Masse zu schwimmen. Sie wollen lieber zusammen mit all den anderen im Meer untergehen als mühsam zur Quelle zu gelangen. So lebt es sich einfach wesentlich leichter und angenehmer, weniger aufreibend. Gleichwohl braucht eine freiheitliche Gesellschaft gerade die Ausscherer und Gegen-den-Strom-Schwimmer. Wenig stromlinienförmige Menschen, die Ecken und Kanten haben, die für ihre Überzeugungen einstehen und Haltung zeigen und zwar nicht mit der, sondern gegen die Masse, sind meist nicht die beliebtesten, gleichwohl werden sie – zumindest von Menschen mit etwas Format – oft besonders geachtet. Ich freue mich, Ihnen mit Karoline Seibt so eine Person präsentieren zu dürfen.

Ich widersetze mich jeder Gehirnwäsche

Ich habe mich ja schon mehrfach dahingehend positioniert, dass ich die AfD unterstütze. Für Jemanden, der in einer Stadt wie Münster lebt und arbeitet, wo die AfD gerade mal bei knapp über 4 Prozent steht und der „Kampf gegen Rechts“ mindestestens lokale Staatsdoktrin ist, ist das, wie ich finde, ein riskantes Statement.

Beruflich hat mir das bisher nicht geschadet, ebenso wenig wie meine öffentliche Positionierung auf Facebook. Es mag sein, dass der ein oder andere mich nicht mehr beauftragen würde; dafür gibt es umgekehrt auch Menschen, die dies gerade wegen meiner unkonventionellen Einstellung tun. Den meisten geht es weniger um Parteipolitik, sondern um meine generelle Haltung, für Überzeugungen, auch wenn sie sich gegen den Strom richten, einzustehen und kämpfen zu können. Und diese Präferenz wird von Menschen egal welcher Herkunft, Religions- und Parteizugehörigkeit geteilt.

Darüber hinaus bin ich auch ein Verfechter des demokratischen Meinungsdiskurses. Ich hinterfrage alles, widersetze mich jeglicher Gehirnwäsche und fordere jeden, der mit mir diskutiert auf, auch meine Position zu hinterfragen. Man kann sich der Wahrheit nur annähern durch „reason and evidence“ – wie Stephan Molyneux immer wieder betont, also durch Argumentation und Beweisführung.

Am Horizont ziehen ganz dunkle Wolken auf, denn das Regime fühlt sich bedroht

Ich rate und wünsche jedem, sich nicht den Vorurteilen und dem Hass gegen die AfD zu beugen, sondern zu den Wahlveranstaltungen zu gehen und sich ein eigenes Bild zu machen. Es erfordert manchmal etwas Mut, vor allem in Städten wie Münster, wo die Antifa als demokratischer angesehen wird als die AfD, aber es lohnt sich.

Alle Menschen, die ich in der AfD und aus ihrem Umfeld kennen gelernt habe, sind ausgesprochen höflich, offen und hilfsbereit und gerade in der persönlichen Begegnung werden die Vorurteile schnell widerlegt.

Die regierenden Parteien sehen, dass ihnen die Felle wegschwimmen, ihnen geht es nur um den Erhalt ihrer Macht. Nur deswegen kämpfen sie mit allen erdenklichen Mitteln um die Wähler, um sie wieder „auf Kurs“ zu bringen. Eines der perfidesten Machtinstrumente ist die bereits angekündigte Überwachung der AfD durch einen neuen, regierungstreuen Verfassungsschutz. Das sind ganz dunkle Wolken, die sich da am Horizont abzeichnen und selbstverständlich geht es dabei nicht um die Bekämpfung von Rechtsradikalismus, der in Deutschland kaum eine Rolle spielt, sondern um die Diskreditierung und Vernichtung einer dem „Regime“ gefährlich gewordenen Freiheitspartei.

Wir geben nicht auf, selbst wenn es schon fünf nach zwölf ist

Ich hatte diese Woche wieder das Glück, sehr nette und kompetente Menschen in einer Wahlkampfveranstaltung kennen lernen zu dürfen, die sich für uns, unser schönes Land und unser vielfältiges Europa einsetzen und nicht bereit sind, unsere Errungenschaften, unsere Kultur und unsere Einzigartigkeit an eine gesichtslose, von Korporatisten gesteuerte One-World-Diktatur zu verscherbeln.

Helft alle mit, so vielen Menschen wie möglich die Augen zu öffnen für das, was hier wirklich gespielt wird. Und auch wenn es schon nach 12 ist – wie diese Woche jemand zu mir sagte – geben wir nicht auf.

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Der Text erschien zunächst auf der Facebookseite von Karoline Seibt.

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Zur Autorin: Karoline Seibt ist als Rechtsanwältin in Münster tätig, führt dort eine eigene Kanzlei. Auf Philosophia perennis ist sie hin und wieder als Gastautorin tätig. Ihre Tochter Naomi Seibt hat auf Jürgen Fritz Blog ebenfalls schon Artikel publiziert.

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Titelbild: (c) Privatfoto von Karoline Seibt

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