Enteignungen: Wie der Sozialist tickt

Von Jürgen Fritz, Mo. 08. Apr 2019

Wenn zu wenig Wohnungen vorhanden sind, dann müssen eben die reichen Wohnungsinhaber massenweise enteignet werden, meint der Sozialist. Ob das die Anzahl der Wohnungen erhöht und ob das jene dazu motiviert, in Zukunft überhaupt noch Wohnungen zu bauen, sprich in den Wohnungsmarkt zu investieren, interessiert den Sozialistin respektive Kommunisten nicht. Er denkt nicht an das Morgen – das ist ja noch nicht da – sondern an das Hier und Jetzt (geistiger Horizont?).

Dann bauen wir halt wieder eine Mauer und sperren die Leute ein

Wenn dann die Reichen mehr und mehr woanders hin abwandern, wo sie weniger Gefahr laufen, einfach mal so enteignet zu werden, dann hat der Sozialist auch hierfür natürlich schnell eine Lösung parat:

„Die lassen wir einfach nicht mehr raus. Und wenn einige versuchen zu türmen, dann werden sie halt von hinten erschossen. Opfer müssen nun mal erbracht werden.

Also bauen die Sozialisten eine riesige Mauer, jedoch eine semipermeable, eine halbdurchlässige. Denn die Reichen dürfen zwar nicht raus, aber alle Armen dieser Welt rein, weil ja so Ungleichheit abgebaut wird. Und Ungleichheit abbauen – nicht Armut, sondern Ungleichheit! – ist das erste Gebot der Sozialisten.

Fragt man nun den Kommunisten, ob er meint, dass dies auf Dauer gut gehen werde, das sei doch im Grunde nichts anderes als ein riesiges Gefängnis, welches mit der Zeit sämtlichen Kräfte der Menschen zum Erlahmen bringt, dann sagt er :

„Ja klar, wird das gut gehen. Und wenn nicht, dann müssen wir halt gegen andere Krieg führen und die auch zu kommunistischen oder realsozialistischen Ländern machen, oder wir infiltrieren sie und wandeln so Land um Land in ein kommunistische solche um. Dann nämlich kann kein einziger Reicher und Tüchtiger sich mehr davonmachen. Wo will er denn dann noch hin?“

Armut für alle

Fragt man den Sozialisten dann, welche Motivation die Leute überhaupt noch haben sollten, fleißig und tüchtig zu sein, sich etwas aufzubauen in diesem universalen Kommunismus, wenn ihnen immer alles gleich weggenommen wird, sobald sie etwas mehr haben, ob das nicht zwangsläufig dazu führen werde, dass fast alle keine anständige Wohnung mehr haben, das könne man doch seit Jahrzehnten und Jahrhunderten überall auf der Welt in jedem einzelnen sozialistischen Land beobachten, das habe die Wirklichkeit wieder und wieder gezeigt, dann antwortet der Kommunist:

„Irgendeine Wohnung werden sie schon haben und wenn die Wohnungen alle nicht schön sind, leidet ja keiner, weil niemand schönere Wohnungen sieht, so dass ihm erst bewusst wird, was er nicht hat.“

Wenn man ihn dann fragt, ob das letztlich nicht Armut für alle bedeutet, dann sagt er:

„So weit will ich jetzt gar nicht nachdenken, zuerst muss jetzt mal enteignet werden. Alles andere wird sich dann schon geben. Wir müssen die Probleme von heute lösen und nicht uns den Kopf zerbrechen über die von morgen.“

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Titelbild: YouTube-Screenshot der Linke-Vorsitzenden Katja Kipping, aus Ein Mann, eine Wahl

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