Franziskus will zwei Milliarden Migranten im Vatikan aufnehmen

Von Jürgen Fritz, So. 07. Apr 2019

Vor einigen Tagen erst hatte Franziskus unmissverständlich festgestellt, dass das große Migrationsproblem nicht durch Schließung von Grenzen, sondern nur durch Großmut zu lösen sei. Der Pontifex hatte die Europäer dazu aufgefordert, keine Mauern zu bauen, sondern alle Einwanderer mit offenen Armen zu empfangen. Zwar könne kein Land alleine die ganze Welt aufnehmen, aber die Migranten könnten ja auf ganz Europa verteilt werden. Nun geht der absolutistische Monarch des Vatikanstaates aber noch einen Schritt weiter und mit gutem Beispiel voran.

Franziskus: Wir brauchen Brückenbauer, keine Mauernerrichter

Zur Frage, wie Christentum und Islam zueinander stünden, meinte das Oberhaupt der Katholiken: In jeder Religion gebe es immer fundamentalistische Gruppen, die nicht voranschreiten wollten und die von bitteren Erinnerungen an vergangene Kämpfe lebten, die mehr Krieg suchten, und auch Angst säen würden. Christentum und Islam würden sich hier überhaupt nicht unterscheiden. Muslime seien keine schlechteren Menschen als Christen, eher im Gegenteil. Die Christen könnten sehr viel von Muslimen lernen, zum Beispiel, wie man sich seinem Gott und den von diesem Auserwählten richtig und vollständig unterwirft.

Letztlich gehe es aber darum, dass Brücken gebaut würden. Es schmerze ihn, wenn er Menschen sehe, die lieber Mauern bauen wollten. Denn diejenigen, die Mauern bauten, würden letztlich selbst zu Gefangenen der Mauern werden, die sie erbaut haben. Stattdessen gingen diejenigen, die Brücken bauten, vorwärts. Brücken sei für ihn etwas, das fast über den Menschen hinausgehe, weil es viel Mühe erfordere.

Als er kürzlich diesen messerscharfen Stacheldraht gesehen habe, mit dem Europa sich zu schützen versuche, habe er es nicht fassen können und ihm seien die Tränen gekommen. Ob denn diese Erbauer von Mauern aus messerscharfem Stacheldraht, wie aus Ziegelsteinen, nicht sehen könnten, dass sie selbst Gefangene der Mauern würden, die sie bauen, habe er sich aufs Neue gefragt. Nein, Mauern mag Franziskus nicht und lehnt diese auch ab, wie überhaupt jede Abkapselung.

Als er mit Alexis Tsipras, dem linksradikalen griechischen Ministerpräsidenten, gesprochen habe, habe dieser von ganzem Herzen zu ihm, Franziskus, gesagt: „Menschenrechte sind vor Vereinbarungen“.  Dieser Satz verdiene den Nobelpreis, so Franziskus mit Tränen in den Augen, der daraufhin beschlossen habe, Tsipras für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen.

Für Gott ist nichts unmöglich, daher wird der Vatikan zwei Milliarden Migranten aufnehmen

Außerdem übte der Pontifex scharfe Kritik am Mangel geschichtlichen Bewusstseins vieler Europäer. Denn Europa sei ohne jeden Zweifel überhaupt erst durch Migrationen geschaffen worden. Bitter beklagte er ferner, dass Europa Waffen an den Jemen verkaufe, mit denen Kinder getötet werden. Europa sei schuld am Tod dieser Kinder, nicht die, die sie umbringen. Darauf insistierte Franziskus.

Und auch was den Hunger und Durst dieser Welt anbelange, auch daran sei primär die Mutter Europa schuld, denn sie habe einfach zu wenig an Bildung investiert dort, wo Hunger und Durst herrschten. Ja überhaupt habe Europa überall zu wenig Investitionen getätigt. Das habe auch Bundeskanzlerin Merkel gesagt. Nicht Gott, der doch die Welt genau so geschaffen habe, sei schuld an all dem Elend auf unserem Planeten. Nein, Europa sei der Hauptverantwortliche, denn die Europäer müssten sich um alles kümmern, nicht der liebe Gott. Den Einwand eines Journalisten, dass alle Europäer zusammen, inklusive der Russen, nicht einmal zehn Prozent der Weltbevölkerung ausmachen würden, wischte der Pontifex vom Tisch. Gott und das Gute interessieren sich nicht für Mathematik.

Und weil ja der Vatikan ein Teil Europas ist, daher hat Franziskus heute morgen bekannt gegeben, dass der Vatikanstaat zwei Milliarden Migranten aufnehmen wird. Der Pontifex halte diese ewige Heuchelei einfach nicht mehr aus, von anderen alles Mögliche zu fordern, selbst aber wenig bis gar nichts zu tun und im Prunk zu leben.

Mehrere Kardinäle und Berater sollen alles versucht haben, ihn davon abzuhalten und ihm zu erklären, warum das gar nicht machbar ist. Doch Franziskus zeigte sich davon unbeirrt und soll nur geantwortet haben: Für Allah, ääähhh Gott ist nichts unmöglich.“

Der Zwergstaat ist eine absolute Wahlmonarchie ohne Möglichkeit, den Monarchen abzuwählen

Der Vatikan ist sowohl nach Fläche als auch nach Bevölkerungszahl der kleinste Staat der Welt. Er liegt zur Gänze innerhalb der italienischen Hauptstadt Rom, ist gleichsam als Enklave vollständig von Italien eingeschlossen, hat also nur eine Grenze, nämlich die zu Italien. Aufgrund seiner winzigen Fläche von gerade einmal 0,44 Quadratkilometern und seiner ebenso winzigen Bevölkerung von nur rund tausend Einwohnern wird der Vatikan gemeinhin als Zwergstaat bezeichnet.

Dieser Zwerg, der nun der ganzen Welt, vor allem aber den Europäern, seine ganze moralische Größe zu zeigen beabsichtigt, ist staatsrechtlich eine absolute Wahlmonarchie mit dem Papst an der Spitze als absolutistischem Monarchen. Dieser wird von den Kardinälen gewählt und kann aus seinem Amt als absolutistischer Herrscher nur ausscheiden durch seinen Tod oder seinen Rücktritt. Eine Abwahl oder die Wahl eines neuen Monarchen zu Lebzeiten des amtierenden, ist nicht möglich.

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Titelbild: YouTube-Screenshot aus dem Trailer Papst Franziskus von Wim Wenders

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