Messerangriff in Pariser Polizeipräsidium: fünf Tote!

Von Jürgen Fritz, Do. 03. Okt 2019, Titelbild: TRT World Now-Screenshot

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann griff am Donnerstagnachmittag gegen 13 Uhr mehrere Polizisten im Pariser Polizeipräsidium an und stach auf sie ein. Die Attacke fand in den Räumlichkeiten der Geheimdienstdirektion der Polizeipräfektur statt. Bei dem Angreifer handelt es sich um einen Verwaltungsbeamten der Geheimdienstdirektion. Von den fünf Angegriffen seien vier getötet worden, teilte die Polizei mit, eine fünfte Person verletzt. Der Angreifer sei im Hof der Präfektur erschossen worden.

Vier Polizisten erstochen, eine fünfte Person verletzt

Der Anschlag hat sich im Hauptquartier ereignet, das sich direkt gegenüber der Kathedrale von Notre Dame befindet. Der Täter sei dort im Polizeipräsidium die Treppe hoch gegangen in die Büros der Geheimdienstdirektion. Dort habe er zunächst eine Polizistin erstochen. Dann sei er die Treppe wieder hinunter gegangen. Unterwegs habe er drei weitere Polizisten mit seinem Messer mit langer Klinge attackiert und auf sie eingestochen.

Alle vier Polizisten sollen inzwischen verstorben sein. Außerdem soll es noch eine weitere verletzte Person geben. Dann sei der Angreifer schließlich von einem Polizeibeamten im Präfekturgericht erschossen worden. Nach Angaben des französischen Nachrichtensenders BFM TV war der Angreifer mit einem Keramikmesser bewaffnet, das Metalldetektoren nicht registrieren.

Der Augenzeuge Émery Siamandi erzählte dem privater französischen 24-Stunden-Nachrichten-TV-Sender BFM TV, er habe Schüsse gehört. „Ich habe gedacht, dass sich ein Polizist umgebracht hat.“ Dann habe er bemerkt, dass auf den Angreifer geschossen wurde. Der Polizist, der sich mit der Dienstwaffe gewehrt habe, soll geweint haben.

Zur Person des Angreifers: ein auf Martinique geborener IT-Mitarbeiter

Bei dem Attentäter soll es sich um einen 45 Jahre alten Mann handeln, der 1974 in Fort-de-France geboren wurde und der unter einer leichten Taubheit leiden soll. Er hätte 20 Jahre Erfahrung in der IT-Abteilung der Geheimdienstdirektion gehabt, teilten mehrere Polizeiquellen mit. Über das Motiv des Mannes wurde noch nichts bekanntgegeben. Aber der Mitarbeiter habe anscheinend noch nie zuvor Probleme bereitet.

Fort-de-France ist die an der Westküste gelegene Hauptstadt von Martinique. Martinique ist eine Insel in der Karibik. Sie gehört zu den kleinen Antillen und ist als Überseedépartement und Region Frankreichs ein voll integrierter Teil des französischen Staates. Die Bevölkerung besteht zu ca. 80 Prozent aus Einwohnern afrikanischer Herkunft. 15 Prozent der Bewohner sind indischer oder afro-indischer Herkunft (in Martinique „coolies“ genannt), überwiegend im Osten der Insel. Nur etwa fünf Prozent der Einwohner Martiniques sind europäischer Abstammung.

Innenminister, Ministerpräsident und der Staatspräsident vor Ort

Die Metrostation „Cité“ der Linie 4 wurde geschlossen. Laut AFP-Journalisten war der Umkreis um die Polizeizentrale im historischen Zentrum der Hauptstadt abgesperrt. Ein Dutzend Feuerwehrautos sollen vor Ort gewesen sein.

Innenminister Christophe Castaner, der in die Türkei reisen sollte, verschob seinen Besuch und begab sich nach übereinstimmenden Quellen zum Tatort. Auch Ministerpräsident Édouard Philippe sei laut AFP vor Ort. Präsident Emmanuel Macron soll sich ebenfalls zum Schauplatz der Tragödie begeben.

Hier Neuigkeiten zum Polizistenkiller von Paris.

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