Schwere Ausschreitungen in Stuttgart: Situation zeitweise völlig außer Kontrolle

Von Jürgen Fritz, So. 21. Jun 2020, Titelbild: YouTube-Screenshot

In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in der Stuttgarter Innenstadt über Stunden hinweg zu schweren Ausschreitungen. Auslöser war wohl eine Kontrolle aufgrund eines Drogendelikts, woraufhin sich Umstehende mit dem Kontrollierten solidarisierten. Mehrere hundert Personen, dutzende gewalttätige Kleingruppen haben sich in der Folge zusammengerottet, Polizisten attackiert und stundenlang randaliert, Geschäfte demoliert und geplündert. Polizeibeamte aus ganz Baden-Württemberg mussten anrücken, um die Situation am frühen Morgen endlich unter Kontrolle zu bringen.

Polizisten und Polizeifahrzeuge immer wieder attackiert

Auslöser der schweren gewalttätigen Ausschreitungen war, laut einem Polizeisprecher, eine Kontrolle auf Grund eines Drogendelikts kurz vor Mitternacht. Umstehende Passanten hätten sich dann mit den kontrollierten Personen solidarisiert. Was sich dann in den nächsten Stunden entwickelte, ist schwer fassbar.

Es bildeten sich dutzende von gewalttätigen Kleingruppen, laut Stuttgarter Nachrichten insgesamt ca. 500 Randalierer, die sich regelrechte Straßenschlachten mit der Polizei lieferten. Auf einer Aufnahme ist zu sehen, wie ein Polizist mit einem Sprung-Fußtritt umgetreten wurden und richtig wegflog. Auch abgestellte Streifenwagen wurden massiv beschädigt. Stangen und Pfosten wurden benutzt, mit denen man auf die Polizeifahrzeuge einschlug.

Geschäfte demoliert, teilweise geplündert

Manche griffen zu Steinen und zertrümmerten damit die Scheiben. Pflastersteine wurden aus dem Boden gerissen oder auch von Baustellen genommen und als Waffen benutzt. Selbst auf vorbeifahrende Streifenwagen warfen Randalierer große Steine und andere Gegenstände. Ein parkendes Polizeifahrzeug wurden minutenlang zertrümmert, Stühle und alle möglichen Gegenstände darauf geworfen.

Auch Geschäfte wurden attackiert. Schaufensterscheiben wurden mit brutaler Gewalt zertrümmert. Teilweise gab es Plünderungen. Schwerpunkte dabei waren der Schlossplatz und die benachbarte Königstraße, Stuttgarts Shoppingmeile. Betroffen auch ein Eiscafé auf der Königstraße und ein bekanntes Bekleidungsgeschäft nahe des Charlottenplatzes. Die Schaufensterscheiben mehrerer Handy-Läden wurden eingeschlagen.

„Situation völlig außer Kontrolle“

Wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichten, seien zeitweise rund 50 Polizeifahrzeuge im Einsatz gewesen. Auch zwei Polizeihubschrauber hätten stundenlang über der Innenstadt gekreist, um den Weg der Randalierer nachzuverfolgen. „Die Situation ist völlig außer Kontrolle“, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht.

Einsatzkräfte aus ganz Baden-Württemberg mussten anrücken, um die Lage Stunden später, teilweise erste am frühen Morgen wieder unter Kontrolle zu bringen. Laut „Focus Online“ seien mehr als ein Dutzend Polizisten nach Würfen mit Pflastersteinen und Flaschen verletzt worden. 20 Menschen seien vorläufig festgenommen worden. Zur Sicherheit bleibe die Polizei mit einem Großaufgebot in der Innenstadt präsent, sagte der Polizeisprecher am Morgen.

Nicht die ersten Auseinandersetzungen in Stuttgart, aber noch nie in der Intensität

Dabei waren dies nicht die ersten Ausschreitungen in Stuttgart. Schon an den vergangenen Wochenenden war es wiederholt zu Auseinandersetzungen von vor allem jungen Männern – aus welchem Milieu wird nicht eindeutig genannt – mit der Polizei gekommen, allerdings nicht in dem Ausmaß heute Nacht, in der eine neue Qualität erreicht wurde.

Die Polizei äußerte sich zunächst nicht dazu, welcher Szene die Drahtzieher der nächtlichen Ausschreitungen, Randale und Gewalt zuzurechnen sind. Vor einigen Tagen hatte die Stuttgarter Polizei nach Vorfällen am Rande einer Demonstration von Grenzüberschreitungen gesprochen. „Teile der linken Szene überschreiten hier gerade Linien, was wir für Stuttgart bisher so nicht gekannt haben“, sagte damals ein Polizeisprecher.

Linke Szene und/oder Personen mit Migrationshintergrund aus dem arabisch-türkisch-islamischen Kulturkreis?

Viele Videoaufnahmen zeigen vor allem fast ausschließlich junge Männer mit Migrationshintergrund aus dem arabisch-türkisch-islamischen Kulturkreis. Mehrfach sind Rufe, wie: „Fuck die Polizei!“ „Fuck the System!“ sowie „Scheiß-Deutschland“ zu hören. Polizisten werden als „Hurensöhne“ beschimpft und beleidigt. All dies sind klare Hinweise auf den den kulturellen Hintergrund der Randalierer, die eventuell mit Linksextremisten zusammen den gleichen Feind bekämpfen.

Aufschlussreich ist hierbei auch ein aktueller Bericht des Verfassungsschutzes, der die „Gefahr eines neuen Linksterrorismus“ heraufziehen sieht. Dazu in Kürze mehr.

Erschreckende Szenen aus Stuttgart

Auch die BILD berichtet darüber:

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