Renitenter Maskenverweigerer zieht bei 160 km/h Notbremse

Von Jürgen Fritz, Fr. 28. Aug 2020, Titelbild: Symbolbild, Pixabay, CC0 Creative Commons

Wie die Bundespolizeiinspektion Hamburg mitteilt, kam es am späten Mittwochnachmittag in einer Regionalbahn von Pinneberg nach Hamburg-Altona zu einem Zwischenfall mit einem lauten, aggressiven und renitenten Reisenden, so dass die Bundespolizei eingeschaltet werden musste. Diese nahm nun Ermittlungen auf wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Iraner steigt ohne Mund-Nasen-Schutz in Zug und wird, als ihn ein Bahnbediensteter anspricht, immer lauter und aggressiver

Am Mittwoch, den 26.08.2020, gegen ca. 16:45 Uhr befand sich die RB 61 auf der Fahrt von Pinneberg nach Hamburg-Altona. In Pinneberg war ein 37-jähriger iranischer Staatsangehöriger eingestiegen, der keinen Mund-Nasen-Schutz trug.

Ein Sicherheitsbediensteter der Nordbahn, der sich im Zug befand, sprach daraufhin den Fahrgast auf sein Fehlverhalten an. Doch dieser zeigte zunächst einmal wenig Einsicht. Er wurde ganz im Gegenteil immer lauter und aggressiver. Der Sicherheitsbedienstete versuchte immer wieder, beruhigend auf den Iraner einzuwirken, bis dieser dann schließlich einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzte.

Als die Situation schon bereinigt scheint, verursacht der 37-Jährige plötzlich eine Notbremsung

Als es den Anschein hatte, die brenzliche Situation sei bereinigt, sprang der renitente Ausländer aber plötzlich von seinem Sitzplatz auf, lief zum nächsten Notbremsgriff und zog diesen. Auf freier Strecke musste die Regionalbahn, die mit hoher Geschwindigkeit von ca. 160 km/h unterwegs war, eine Notbremsung machen.

Anschließend konnte der Fahrgast durch den Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wieder beruhigt werden. Dieser verständigte zugleich aber die Bundespolizeiinspektion Hamburg von dem Vorfall.

Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet

Mit etwa 15 Minuten Verspätung erreichte der Zug dann gegen 17:10 Uhr den Bahnhof Hamburg-Altona, wo bereits eine Streife der Bundespolizei den renitenten Iraner erwartete. Die Beamten stellten seine Identität fest. Ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr nach § 315 des Strafgesetzbuches (StGB) wurde eingeleitet.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde der 37-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Wieso der Mann die Notbremse zog, bleibt Gegenstand der Ermittlungen.

QuellePresseportal Bundespolizei

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