INSA: AfD stabil bei 17,5 Prozent – Höhenflug der Grünen gestoppt

Von Jürgen Fritz, Di. 24. Jul 2018

Wird die AfD ihr historisches Hoch von 17,5 Prozent halten können? Das war heute eine der spannenden Fragen, auf die der INSA-Meinungstrend soeben eine Antwort gegeben hat. Werden CDU plus CSU zusammen unter 30 Prozent verharren oder können sie sich zumindest ein wenig erholen? Was ist mit der SPD, bleibt sie bei ihren mageren 17 Prozent und damit sogar hinter der AfD? Und schließlich: Können die Grünen ihren Höhenflug sogar noch über 13 Prozent hinaus steigern? Hier die Antworten.

Höhenflug der Grünen gestoppt – auch FDP verliert

Fangen wir mit der letzten Frage an. Nein, Die Grünen können ihren Höhenflug nicht noch weiter steigern. Sie können die 13 Prozent, ihr höchster Wert seit fünf Monaten auch nicht halten und fallen auf 12 Prozent zurück, verlieren also die letzten acht Tage einen ganzen Punkt (ca. 450.000 bis 500.000 Wählerstimmen). Und auch die FDP verliert einen halben Punkt (ca. 200.000 bis 250.000 Stimmen), fällt von 9,5 auf 9 Prozent und ist damit schon etwas abgeschlagen auf Platz 6 – bei der Bundestagswahl im September 2017 landeten die „Freien Demokraten“ noch auf Platz 4. Und wo wandern die Wähler hin?

Nicht zur Union. Die verharrt bei insgesamt 29 Prozent, dem niedrigsten Wert, den INSA jemals ausgewiesen hat für CDU und CSU zusammen. Diese 29 Prozent verteilen sich auf 24 Prozent für die CDU und 5 Prozent für die CSU. Endlich ein wenig zulegen kann dagegen die SPD, die sich von 17 auf 18 Prozent verbessern kann und damit wieder ganz knapp vor der AfD auf Platz 2 liegt, welche ihr historische Hoch von 17,5 Prozent tatsächlich halten kann. Zulegen kann auch die Linkspartei, die sich von 10 auf 10,5 Prozent verbessert und damit genau zwischen den Grünen und der FDP auf Platz 5 liegt. Hier das Ganze im Überblick.

INSA-Meinungstrend vom 24. Juli 2018

INSA befragte im Zeitraum 20.07. (Fr.) bis 23.07.2018 (Mo.) über 2.000 Personen (2.056) per Online-Befragung von gezielt ausgewählten Mitgliedern einer Personengruppe (Befragten-Pool) und rechnete die Ergebnisse nach hauseigenen Formeln hoch. Hier die Ergebnisse (in Klammern die Veränderungen zur Vorwoche, sofern vorhanden):

  1. CDU: 24 %
  2. SPD: 18 % (+ 1)
  3. AfD: 17,5 %
  4. GRÜNE: 12 % ( 1)
  5. LINKE: 10,5 % (+ 0,5)
  6. FDP: 9 % (– 0,5)
  7. CSU: 5 %
  8. Sonstige: 4 %

2018-07-24-7

Zum Vergleich: die Werte aller Institute

Hier zum Vergleich die jeweile Bandbreite der Parteien, wenn wir alle sieben Institute zu Grunde legen, die in den letzten drei Wochen (bezogen auf den mittleren Tag der Befragung) Umfragen veröffentlichten und hierbei von jedem Institut die aktuellste heranziehen (in Klammern die Durchschnittswerte der sieben Institute). Dabei ist zu beachten, dass die anderen Umfrageinstitute, CDU und CSU nicht getrennt ausweisen, sondern immer gleich zusammenrechnen.

  1. CDU/CSU: 2931 % (30,2 %)
  2. SPD: 1720 % (18,3 %)
  3. AfD: 1517,5 % (15,8 %)
  4. GRÜNE: 1214 % (12,7 %)
  5. LINKE: 911 % (9,9 %)
  6. FDP: 79,5 % (8,5 %)
  7. Sonstige: 45 % (4,6 %)

Gewinne/Verluste gegenüber der Bundestagswahl 2017

Bei Neuwahlen gäbe es derzeit zwei große und einen kleinen Gewinner: AfD, Grüne und Linkspartei – und vier Verlierer: die CSU, die FDP, die SPD und die CDU. Bezogen auf die INSA-Werte ergeben sich folgende Veränderungen im Vergleich zur Bundestagswahl vom 24. September 2017:

  1. AfD: + 4,9 %
  2. GRÜNE: + 3,1 %
  3. LINKE: + 1,3 %
  4. Sonstige: – 1,0 %
  5. CSU: – 1,2 %
  6. FDP: – 1,7 %
  7. SPD: – 2,5 %
  8. CDU: – 2,8 %

Zur Genauigkeit und Verlässlichkeit von INSA

INSA-Meinungstrend war übrigens das Institut, welches bei der Bundestagswahl 2017 mit seinen berechneten Umfrageergebnissen am nächsten an den tatsächlich erzielten Wahlergebnissen dran lag, noch näher als das von mir gegründete, führende Meta-Analyse-Tool Wahl-O-Matrix.

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Titelbild: YouTube-Screenshot von Alice Weidel, zusammen mit Alexander Gauland AfD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag

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