Anmerkungen zu Chemnitz

Von Jürgen Fritz, Mo. 27. Aug 2018

Sehr lange schon ist zu beobachten, dass es aus Sicht der Herrschenden gute und schlechte Opfer, gute und schlechte Täter gibt. Je nachdem, wer eine Tat begangen hat, je nachdem, wer Opfer wurde, wird unterschiedlich umfangreich, unterschiedlich detailliert darüber berichtet. Auch sprachlich wird hier sehr viel manipuliert. Doch das ist nur die eine Seite.

Die Verdreher, Verharmloser und Vertuscher

Michael Klonovsky umschreibt die sprachlichen Manipulationen, die Ausdruck einer tiefen Verlogenheit, einer tiefen inneren Korrumpiertiertheit sind, wie folgt:

>>Die Linken „demonstrieren“, die Rechten „marschieren“. Linke „rufen“ Parolen, Rechte „brüllen“ oder „grölen“ sie. Rechte werfen Flaschen auf Polizisten, während von links „Steine fliegen“. Rechte „machen Jagd“, Linke „blockieren“ oder „rangeln“. Und unsere importierten Messerstecher geraten in einen „Streit“, wobei „es“ zu Toten, meist aber bloß Verletzten kommt.<<

Die Polizei bekommt, das darf als gesichert angesehen werden, genaue Vorgaben, was sie wie beschreiben soll und muss, auch welche Informationen sie zurückhalten soll. Über manche Dinge, von denen man annimmt, sie könnten vor allem die deutsche Bevölkerung „beunruhigen“, wird sogar fast gar nicht berichtet. Vermutlich überlegt man sogar gezielt, wie man schnell zu anderen Themen hinlenken kann, um die Masse abzulenken von dem, was sie möglichst gar nicht zur Kenntnis bekommen soll. All das ist schäbig und beschädigt das ohnehin schon stark angekratzte Vertrauen in die staatlichen Institutionen, die Massenmedien, auch in die Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte.

Die Dramatisierer und Echauffierer

Auf der Gegenseite wird von einigen versucht, jedes Ereignis noch dramatischer darzustellen, als es oft ohnehin schon ist, teilweise wohl mit der Motivation, „den schlafenden Michel endlich wach zu rütteln“, womit man zivilisierte Menschen aber eher verschreckt.

Dazu werden dann Gerüchte gestreut, es werden Vermutungen angestellt, es wird hinzugedichtet, verdreht, wenig seriös recherchiert und wiedergegeben. Auch damit raubt man sich selbst seine Glaubwürdigkeit und spielt der zuerst genannten Seite, den Verharmlosern, Verharmlosern und Vertuschern, in die Hände, weil die dann mit dem Finger auf die Übertreiber zeigen und dies oft auch nachweisen können, dass hier nicht seriös wiedergegeben wurde, womit sie wiederum ein neues Thema haben, mit dem sie vom eigentlichen Geschehen ablenken können.

Der Verlust der Mitte, Fairness und Ehrlichkeit

Insgesamt ist zu beobachten, dass die gesunde Mitte – und damit ist nicht Laschheit, Apathie oder Mittelmäßigkeit gemeint, sondern anständiges, ehrliches, nach allen Seiten faires Agieren – mehr und mehr verloren geht. Verlogenheit und unseriösem Agieren sollte nicht mit inverser Verlogenheit und ähnlich mangelnder Seriosität begegnet werden, dann stellt man sich auf die gleiche Stufe und es läuft immer mehr auf Mob gegen Mob hinaus. Verlogenheit und unseriösem Agieren sollte man mit Seriosität und Wahrhaftigkeit respektive der Wahrheit begegnen – denn ansonsten setzt eine Spirale nach unten ein.

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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