Stimmen Sie mit ab: Wer soll neuer CDU-Vorsitzender werden?

Von Jürgen Fritz, Di. 30. Okt 2018

Nach 18 Jahren an der Parteispitze wird Angela Merkel in wenigen Wochen nicht mehr die Vorsitzende der CDU sein. Auf dem Parteitag Anfang Dezember in Hamburg wird sie zur Wahl der Parteivorsitzes nicht mehr antreten. Nehmen Sie teil an der JFB-Umfrage, wer Ihrer Meinung nach der neue CDU-Vorsitzende und damit mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit der nächste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland werden sollte.

Wer hat realistische Chancen, neuer CDU-Vorsitzender und der nächste Kanzler zu werden?

In die engere Auswahl für die Merkel-Nachfolge als CDU-Vorsitzender und damit mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit auch als nächster Unions-Kanzlerkandidat dürften kommen:

1. Annegret Kramp-Karrenbauer (56): seit Februar 2018 Generalsekretärin der CDU. Sie war von August 2011 bis Februar 2018 Ministerpräsidentin des Saarlandes und gilt als Merkels Liebling. AKK und Merkel verstehen sich sehr gut. Sie genießt das Vertrauen der Kanzlerin, die sich ohne Zweifel Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin wünschen würde, sie daher im Februar zur CDU-Generalsekretärin haben wollte. AKK dürfte einen sehr großen Rückhalt in der Partei haben, steht für Ausgleich zwischen den Flügeln, vor allen Dingen aber für Kontinuität, mithin der Fortführung Merkels Vermächtnis, also weitgehend ein Weiter-So.

2. Friedrich Merz (62): seit März 2016 Aufsichtsratschef (active chairman) von BlackRock Deutschland. BlackRock ist der weltweit größte Vermögensverwalter. Seit 2009 ist Merz Vorsitzender des „Netzwerks Atlantik-Brücke“, Mitglied der Trilateralen Kommission von Europa. Von 2000 bis 2002 war er Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und somit Oppositionsführer im Deutschen Bundestag. Merkels früherer stärkster, weggemobbter Konkurrent und einer ihrer schärfsten Kritiker innerhalb der CDU. Ähnlich wie Spahn wäre eine Wahl von Friedrich Merz ein finaler Bruch mit der Ära Merkel, käme quasi einer Rückabwicklung ihrer Kanzlerschaft gleich.

3. Armin Laschet (57): seit Juni 2017 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, 2005 bis 2010: Landesminister in NRW für Generationen, Familie, Frauen und Integration. Gilt als sehr merkeltreu. Laschet zählt zum liberalen Flügel der CDU. Nach der Bundestagswahl im letzten Jahr profilierte er sich in den gescheiterten Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition als Vermittler zwischen FDP und Grünen. Laschet ist Chef des größten CDU-Landesverbandes, verfügt von daher über nicht wenig Einfluss in der Partei. Innerhalb des NRW-Landesverbandes zählt der stets loyal zu Merkel stehende Laschet zu den Gegnern Spahns.

4. Jens Spahn (38): Seit März 2018 Bundesminister für Gesundheit, zuvor von 2015 bis 2018 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. Merkels Widersacher innerhalb des Parteivorstandes. Spahn stünde ähnlich wie Friedrich Merz für eine Kursänderung der CDU. Das Präsidiumsmitglied hat sich als zentraler Vertreter des konservativen Gegenpols zu Merkel profiliert. Spahn ist mit 38 Jahren aber noch extrem jung. Einen Kanzler, der nicht mal 40 ist, gab es in Deutschland noch nie. Bisher waren alle Bundeskanzler über 50 Jahre alt.

Weitere Kandidaten

Die vier oben Genannten dürften alle vier ernst zu nehmende Anwärter auf CDU-Vorsitz und eine mögliche Kanzlerschaft sein. Folgende drei Personen hatten bereits vor Merkels Verkündigung ihres Rückzugs von der Parteispitze ihre Kandidatur für den CDU-Vorsitz angemeldet, dürften aber kaum realistische Chancen haben:

5. Matthias Herdegen: ein Bonner Völkerrechtler.

6. Andreas Ritzenhoff: ein Marburger Unternehmer.

7. Jan-Philipp Knoop: ein 26-jährige Berliner Jurastudent.

Umfrage

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Titelbild: YouTube-Screenshots von Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz, Armin Laschet und Jens Spahn

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