Schwerer sexueller Missbrauch einer Neunjährigen in Roßlau, tatverdächtig: ein Afrikaner

Von Jürgen Fritz, Do. 13. Jun 2019

Wie der MDR Sachsen-Anhalt und auch die Mitteldeutsche Zeitung meldet, soll es am Sonntagvormittag in den Elbwiesen in Roßlau, Sachsen-Anhalt, zu einem schweren sexuellen Missbrauch gekommen sein. Ein Mann habe ein neunjähriges Mädchen auf eine ungemähte Rasenfläche gedrängt und dort ausgezogen. Genauere Angaben wollen Polizei und Staatsanwaltschaft zum Schutz des Kindes nicht machen. Spaziergänger hätten Hilfeschreie gehört und seien herbei gelaufen.

Zeugen stellten den Verdächtigen

Die Tat soll sich am Sonntagmorgen gegen 10:50 Uhr zugetragen haben. Als die beiden Spaziergänger, die die Hilfeschreie gehört hatten, zum Ort des Geschehens liefen, habe das Mädchen sich befreien und davon laufen können. Daraufhin sei der Mann mit einem Mountainbike geflüchtet. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach dem Täter ein, forderte zur Unterstützung aus der Luft auch einen Hubschrauber an, der stundenlang über der Stadt kreiste. Epoch Times schildert den Sachverhalt wie folgt:

„Als sie mit einem Freund von einer zweistündigen Gassi-Runde in Dessau-Roßlau kam, sahen die beiden ein kleines Kind auf einer ungemähten Wiese, etwa 30 Meter entfernt. Das Kind wedelte mit seinen Händen, während ein Mann vor dem Kind kniete und krampfhaft versuchte, dem Kind etwas über den Kopf zu ziehen. Als das Kind bemerkte, dass sich jemand näherte, schrie es wie verrückt: Hilfe, Hilfe, ich kenne diesen Mann nicht. Er vergewaltigt mich!“

Bis auf ein kleines Top sei das Mädchen vollkommen nackt gewesen sowie blutbeschmiert. In ihrem Bericht auf Facebook schrieb die Zeugin namens Nicky:

„Die Kleine guckte mich an und weinte und weinte sie zeigte mir immer wieder wie blutverschmiert ihre Beine und Finger waren, sie fragte mich immer wieder mit Angst muss ich ins Krankenhaus? Bekomme ich jetzt eine Spritze?“

Gemeinsam mit Freunden hätte die junge Frau sich dann nach ihrer Zeugenaussage bei der Polizei auf die Suche nach dem Kindervergewaltiger gemacht. Auf Facebook habe sie zusammen mit ihrem Freund einen Aufruf gestartet. Per WhatsApp hätten sich die Freunde gegenseitig auf dem Laufenden gehalten, bis einer von ihnen den Mann mit dem blauen Mountainbike entdeckte. Gemeinsam hätten sie dann den Täter unter Einsatz von Pfefferspray etwa drei Stunden nach der Tat gestellt und der Polizei übergeben.

Tatverdächtiger ist ein afrikanischer Geduldeter

Bei dem Verhafteten handelt es sich um einen 27-jährigen Afrikaner aus dem Niger. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs ermittelt. Er wurde am Montag in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Weitere Angaben zu dem Fall wollten Polizei und Staatsanwaltschaft zum Schutz des kleinen Mädchens nicht machen.

Nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung soll der der Tatverdächtige aus dem Niger in den Zuständigkeitsbereich der Ausländerbehörde des Landkreises Wittenberg fallen. Was der Mann in Roßlau überhaupt gewollt habe, sei offen. Über seinen Aufenthaltsstatus sei offiziell nichts bekannt. Nach MZ-Informationen soll der Mann aber eine Duldung haben. Eine Duldung verschafft einem Ausländer keinen rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland. Ein Geduldeter muss rein rechtlich perspektivisch das Bundesgebiet verlassen. Vorübergehend wird aber davon abgesehen, die Ausreisepflicht mit dem Zwangsmittel der Abschiebung durchzusetzen. Die Duldung des tatverdächtigen Mannes sollte nach MZ-Information am 18. Juni, also in wenigen Tagen auslaufen. 

Spontandemo der Roßlauer Bürger

Der sexuelle Übergriff auf das Kind hatte am Pfingstsonntag für große Aufregung in Roßlau gesorgt. Der stundenlang über der Stadt kreisende Hubschrauber soll für viele Nachfragen gesorgt haben. Zahlreiche Dessau-Roßlauer sollen dann bereits am Sonntag über Facebook einen Fahndungsaufruf verbreitet und auch selbst nach dem Tatverdächtigen gesucht haben.

Nachdem dieser kurz vor 14 Uhr festgenommen werden konnte, kam es gegen 18 Uhr in Roßlau zu einer Spontandemo. Unter der Motto „Schützt unsere Kinder“ zogen nach Polizeiangaben etwa 120 Menschen friedlich durch Roßlau.

Was ntv aus der Straftat verübt an einem kleinen Kind macht

Interessant ist nun aber wie ntv über den Fall berichtet. Die Überschrift lautet hier nicht etwa „Neunjähriges Mädchen sexuell belästigt“ oder „Sexueller Übergriff auf neunjähriges Kind“, sondern „Rechte demonstrieren nach Sexualdelikt“. Im Teaser geht es dann wie folgt weiter:

„In Sachsen-Anhalt soll ein kleines Mädchen sexuell missbraucht worden sein: In der Stadt Dessau-Roßlau versammeln sich empörte Bürger zu einer Spontandemonstration. Auch Rechtsextreme sind dabei. Der mutmaßliche Täter stammt aus dem Niger, er ist in Haft.“

Und im ersten Absatz des Artikels steht sogar die Demonstration und nicht das Verbrechen im Vordergrund:

„Nach einem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch eines Mädchens und der Festnahme eines 27-Jährigen hat es in Dessau-Roßlau eine Demonstration gegeben. Etwa 120 Menschen hätten sich versammelt, darunter waren auch Teilnehmer, die dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen seien, sagte eine Polizeisprecherin.“

Klaus-Rüdiger Mai schreibt dazu auf Tichys Einblick:

„Dieses Verbrechen ist unerträglich wegen des Leids, das dem Kind zugefügt wurde, und es empört wegen des zynischen Umgangs, des Leugnens, des Relativierens, des Framings. Ein besonders infames Framing lieferte dabei der Sender n-tv ab, denn dort interessierte man sich nicht für die Tat, nicht für das Opfer, sondern es war nur Anlass, um über den bösen Osten, die bösen Ostdeutschen und über die Rechtsextremen zu berichten.“

Und er fährt fort:

„So wird aus einem schweren Verbrechen, das mutmaßlich von einem Asylbewerber an einem Kind verübt wurde, eine Meldung über eine ‚Spontandemonstration‘ ‚empörter Bürger‘, unter denen auch ‚Rechtsextreme‘ waren. Danach berichtete n-tv eher pflichtschuldig über die Tat.“

Schmierenjournalismus und permanente Manipulation der Konsumenten

Alleine die Überschrift bei ntv spricht schon Bände. Der Teaser und der erste Absatz vervollständigen das Bild, worum es ntv offensichtlich primär geht. Nicht das in seiner Freiheit, seiner Selbstbestimmung und Unversehrtheit womöglich zutiefst verletzte Kind.

NTV gehört übrigens zur Mediengruppe RTL Deutschland. Diese ist mit 61 Fernseh- und 30 Radiosendern Europas größter Betreiber von werbefinanziertem Privatfernsehen und -radio. Die RTL Mediengruppe gehört wiederum zu über 75 zum Bertelsmann-Konzern. Dieser zählt zu den weltweit größten Medienunternehmen, welches nach wie vor maßgeblich von der Familie Mohn über die Bertelsmann Stiftung kontrolliert wird.

Doch zurück zum mutmaßlichen Täter, der aus dem Niger stammen soll.

Niger: eines der ärmsten und das geburtenreichste Land der Welt, weitgehend islamisch dominiert

Beim Niger handelt es sich um eine in Westafrika gelegene ehemalige französische Kolonie, die seit 1960 unabhängig ist. Regelmäßig wiederkehrende Dürren und Hungersnöte sind bei einer zu schnell wachsenden Bevölkerung aufgrund mangelnder Geburtenkontrolle für den größten Teil der nigrischen Bevölkerung existenzbedrohend.

Seit vielen Jahrzehnten liegt die Fertilitätsrate im Niger statt 210 (Bestandserhaltung) bei ca. 720 bis 800 Kinder pro 100 Frauen, also ein Überschuss von weit über 500 Kindern pro 100 Frauen. Niger hat damit die höchste Geburtenrate weltweit und zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. 2018 nahm die Republik Niger im Index der menschlichen Entwicklung den letzten Platz von 189 ausgewerteten Ländern ein.

Eine übergroße Mehrheit von etwa 94 Prozent der Nigrer bekennt sich zum Islam. Dabei handelt es sich fast durchweg um sunnitische Muslime aus der Rechtsschule der Malikiten. Bei den restlichen sechs Prozent der Bevölkerung handelt es sich um Christen sowie Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen.

Vier Ostafrikaner letztes Jahr erst wegen Vergewaltigung einer 56-Jährigen verurteilt

In Dessau waren im letzten Jahr erst vier Eritreer vom Landgericht wegen Vergewaltigung einer 56 Jahre alten Flaschensammlerin zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die vier Afrikaner hätten sie angesprochen und gesagt, sie könnten ihr zeigen, wo sie noch mehr Leergut fände. Daraufhin sei die Frau mit den Männern auf das frühere Schulgelände gegangen, wo sie von diesen dann mit einem abgebrochenen Flaschenhals bedroht und schließlich vergewaltigt wurde. Die Frau musste mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden.

Die Täter wurden wegen Vergewaltigung in besonders schwerem Fall und einer gefährlichen Körperverletzung zu zweimal sechs Jahren Jugendstrafe, einmal zu sieben und einmal zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Bericht des MDR

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Titelbild: mdr-Screenshot vom Tatort

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