Causa Lucke: Unglaubliche Stellungnahme der Wissenschaftssenatorin und des Uni-Präsidenten!

Von Jürgen Fritz, Do. 17. Okt 2019, Titelbild: YouTube-Screenshots von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Universitätspräsident Dieter Lenzen

Stellen Sie sich vor, Sie sind Professor an einer Deutschen Universität. Sie kommen, nachdem sie einige Jahre wegen ihrer politischen Tätigkeit beurlaubt waren, wieder zurück an die Hochschule, wollen, nachdem sie sich jahrelang für die Gemeinschaft politisch eingesetzt haben, ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit wieder aufnehmen, kommen in den Hörsaal, um eine Vorlesung zu halten, werden dann zwei Stunden lang von hunderten freiheits- und demokratiefeindlichen Studenten förmlich niedergeschrien, müssen sich anschließend von etlichen Polizisten zur S-Bahn eskortieren lassen, damit ihnen nichts Schlimmeres geschieht, und müssen zuhause angekommen das hier lesen:

Stellungnahme der Wissenschaftssenatorin und des Universitätspräsidenten zur Störung der Vorlesung „Makroökonomik II“

»Prof. Dr. Bernd Lucke, ehemaliges Mitglied des Europaparlaments und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, ist, nachdem er nicht wiedergewählt wurde, pflichtgemäß an die Universität Hamburg zurückgekehrt. Als Beamter der Freien und Hansestadt Hamburg hat er die Pflicht, seine Amtsaufgaben durchzuführen. Diese bestehen in den Bereichen Forschung und Lehre. Im Bereich der Lehre gehört dazu auch die Durchführung einer Vorlesung „Makroökonomik II“. Die erste Veranstaltungsstunde am 16.10.2019 wurde von politischen Kundgebungen so stark gestört, dass sie nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden konnte.

Vor diesem Hintergrund erklären Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Lenzen: „Die Durchführung freier wissenschaftlicher Lehre gehört zu den grundgesetzlich garantierten Pflichten und Rechten jedes Hochschullehrers und jeder Hochschullehrerin. Der Staat ist verpflichtet, die Durchsetzung dieser Rechte grundsätzlich zu gewährleisten. Unabhängig davon ist festzustellen, dass Universitäten als Orte der Wissenschaft die diskursive Auseinandersetzung auch über kontroverse gesellschaftliche Sachverhalte und Positionen führen und aushalten müssen – insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte.“«

Soweit die Stellungnahme von Fegebank und Lenzen (hier im Original nachzulesen). Man achte auf die Wortwahl an gleich mehreren Stellen:

  • nachdem er nicht wiedergewählt wurde“ ==> Warum muss das explizit genannt werden? Was soll das?
  • „pflichtgemäß an die Universität Hamburg zurückgekehrt“
  • hat er die Pflicht, seine Amtsaufgaben durchzuführen“
  • „wurde von politischen Kundgebungen so stark gestört, dass sie nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden konnte“ ==> Die Vorlesung konnte überhaupt nicht durchgeführt werden! Prof. Lucke sprach nach Berichten kein einziges Wort zum Thema, weil man ihn von der ersten Minute an förmlich niederschrie, beschimpfte, beleidigte, mit Papierkügelchen bewarf und verbal bedrohte, er möge sofort den Saal verlassen!
  • „Der Staat ist verpflichtet, die Durchsetzung dieser Rechte grundsätzlich zu gewährleisten.“ ==> Kann man sich noch deutlicher von einem seiner Professoren distanzieren und ihm in den Rücken fallen? Wir sind halt verpflichtet, ihn noch Vorlesungen halten zu lassen. Wenn es nach uns ginge … Welch schäbiges Verhalten der eigenen Vorgesetzten!
  • „ist festzustellen, dass Universitäten als Orte der Wissenschaft die diskursive Auseinandersetzung auch über kontroverse gesellschaftliche Sachverhalte und Positionen führen und aushalten müssen – insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte“ ==> „Diskursive Auseinandersetzung“? Andere niederschreien und sie gar nicht zu Wort kommen lassen, ist keine diskursive Auseinandersetzung, sondern genau das Gegenteil davon. Warum wird das nicht klar und deutlich verurteilt? Warum wird hier nicht klar und deutlich gesagt: Sollte so etwas nochmals vorkommen, werden die Verantwortlichen zwangsexmatrikuliert?
  • Außerdem hat das in einer Vorlesung über Makroökonomik gar nichts zu suchen. Und was soll denn diese Anspielung? Soll hier vielleicht sogar insinuiert werden, Prof. Lucke habe irgendetwas mit Nationalsozialisten zu tun? Einige Stunden sollen im Vorlesungssaal tatsächlich „Nazischweine raus aus der Uni!“ geschrien haben. Machen sich hier Fegebank und Lenzen, die Wissenschaftssenatorin und der Hochschulpräsident, mit solchen Schreihälsen, mit ethischen Lumpen, historischen Verharmlosern und intellektuellen Nullen, wie Michael Klonovsky es formulierte, gemein?

Wer ist diese Katharina Fegebank?

Diese Dame gehört zu den Grünen. Von Juni 2008 bis Mai 2015 war sie Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Seit April 2015 ist sie Senatorin sowie Präses der „Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung“ (Aha, Gleichstellung gehört jetzt also zu Wissenschaft und Forschung oder wird dem angegliedert!). Außerdem ist Fegebank Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg, in anderen Bundesländern würde man sagen: Vize-Ministerpräsidentin.

Interessant ist, was diese feine Demokratin letztes Jahr zu den Merkel-muss-weg-Demos in Hamburg öffentlich sagte (wie sie hinter verschlossenen Türen spricht, können wir ja nicht wissen):

„Und das sind stramm Rechte, die dort aufrufen. Das sind keine Rechtspopulisten, das sind echte Nazis und da müssen wir hingucken und wach sein als Gesellschaft. Wichtig ist es jetzt, starke zivilgesellschaftliche Signale zu senden und möglichst alle hinzugehen und zu sagen: Ihr macht uns unsere Gesellschaft nicht kaputt und wir geben den Rechten keine Chance.“

Katharina Fegebank

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Ich bin nicht ganz sicher, möchte das auch nicht juristisch beurteilen, aber mir persönlich erscheint das nicht nur wie Diffamierung, sondern auch wie Hetze und gezielte Anstachelung

Am nächsten Tag haben denn auch zwei linksradikale Täter einen 37-Jährigen direkt nach der Merkel-muss-weg-Demo in Hamburg überfallen. Sie griffen ihn auf dem Nachhauseweg zu zweit an. Zunächst haben sie ihm mehrere Faustschläge verpasst, bis der Mann schließlich auf die Knie sank. Jetzt bemühten sich aufmerksame Passanten dazwischen zu gehen und dem schon auf den Knien befindlichen Mann zu Hilfe zu eilen. Darauf bedrohte der Kleinere von beiden auch sie, während der Riese, ein Zwei-Meter-Kerl, sich weiter seinem Opfer widmete, war ja nur ein „Nazi“. Er verpasste dem bereits Angeschlagenen, der auf die Knie gegangen war, jetzt einen Tritt ins Gesicht, das aber so heftig, dass dieser nach hinten fiel und bewusstlos liegen blieb. Der Mann erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, musste in ein Krankenhaus gebracht und dort stationär aufgenommen werden.

Katharina Fegebank, die „den Rechten keine Chance“ geben will, denn das sind ja alles „echte Nazis“, möchte übrigens nächstes Jahr Erste Bürgermeisterin, also Regierungschefin von Hamburg werden.

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