Todesfahrer von Witzenhausen raste offenbar gezielt in die Kinder hinein

Von Jürgen Fritz, Mo. 01. Nov 2021, Titelbild: hessenschau-Screenshot

Am Freitagmorgen raste ein Mann in Witzenhausen (Nordhessen) mit einem PKW vor einer Kita offenbar gezielt in eine Gruppe von fünf Kindern hinein. Ein achtjähriges Mädchen erlag noch am Freitag seinen Verletzungen. Zwei weitere Mädchen im Alter von 7 und 8 Jahren wurden ebenfalls schwer verletzt. Der Aufprall war so heftig, dass auch der Fahrer schwere Verletzungen erlitt. Am Montag wurde bekannt, dass wegen Heimtücke-Mord ermittelt wird.

PKW rast in einer Gruppe von fünf kleinen Kindern, erfasst drei Mädchen schwer

Zunächst ging man am Freitag noch von einem Unfall aus. Kurz vor einer Unterführung sei der Wagen nach rechts von der Straße abgekommen, überfuhr einen Gehweg und erfasste dann frontal die Gruppe der Kinder, hieß es zunächst. Erst an einer fast zwei Meter hohen Steinmauer kam der PKW dann zum schließlich Stehen. Im Frontbereich wurde das Auto komplett zerstört. Die Geschwindigkeit des Wagens war dabei offensichtlich so hoch, der Aufprall so stark, dass auch der Lenker des Fahrzeugs schwer verletzt und in eine Klinik eingeliefert wurde.

In der fünfköpfigen Kindergruppe wurden drei Mädchen voll von dem Fahrzeug erfasst. Die Kinder wurden ins Krankenhaus eingeliefert, wo das eine achtjährige Mädchen noch am Freitag seinen Verletzungen erlag. Die beiden anderen Mädchen im Alter von ebenfalls acht und sieben Jahre sollen nicht in Lebensgefahr, aber schwer verletzt sein.

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Polizei und Staatsanwaltschaft haben Mordermittlungen aufgenommen

Heute, am Montag, wurde nun bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Kassel bereits Mordermittlungen aufgenommen hat. Man geht inzwischen davon aus, dass der 30-jährige Fahrer mit voller Absicht in die Kinder hinein raste. Er wurde am Samstag in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Aufgrund einer Zeugenaussage und der Bewertung eines Sachverständigen bestehe der dringende Verdacht, dass der Mann eine

„aktive Lenkbewegung in Richtung der Grundschüler getätigt und folglich den Tod eines Kinds und die Verletzung mehrerer Kinder vorsätzlich herbeigeführt hat“,

teilten die Polizei in Eschwege und die Staatsanwaltschaft Kassel am Montag mit.

Staatsanwaltschafts-Sprecher Kassel-2 (2)

hessenschau-Screenshot

Es soll Anhaltspunkte für eine beträchtliche psychiatrische Erkrankung geben

Aufgrund der neuen Erkenntnisse nahm die Staatsanwaltschaft Kassel Ermittlungen wegen Heimtücke-Mordes (Mord nach § 211 StGB auf Grund besonders verwerflicher Begehensweise), versuchten Heimtücke-Mordes, vollendeter gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr auf.

Es gebe Anhaltspunkte, dass der 30-Jährige „an einer beträchtlichen psychiatrischen Erkrankung leidet und diese nach derzeitigem Erkenntnisstand ursächlich für den Tatentschluss gewesen sein könnte“.

Im Laufe der Ermittlungen hatte sich bei den Polizeibehörden ein Zeuge gemeldet. Dieser habe das Geschehen beobachtet und Aussagen zum Fahrverhalten des Wagenlenkers gemacht. Auch ein Sachverständiger war vor Ort, um die Situation einzuschätzen. Die Aussagen von beiden stützten die Annahme, dass es sich nicht um einen bloßen Unfall handelte. „Bremsspuren gab es ebenfalls nicht“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der Täter soll ein Türke sein

Laut FAZ und Focus soll der mutmaßlicher Mörder die türkische Staatsangehörigkeit haben. Der Türke soll in seiner polizeilichen Vernehmung angegeben haben, er hätte einen „Blackout“ gehabt. Deswegen habe er das Lenkrad in die Richtung der kleinen Kinder gedreht und ist mit voller Geschwindigkeit in sie hinein gefahren.

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